Schriftgrösse A A 

News

Caritashilfe an den Brennpunkten der Not - 29.01.10

Caritas-Helfer verteilen Hilfsgüter in der haitianischen Stadt Leogane.

"Die Erdbebenkatastrophe in Haiti hat die ganze Welt erschüttert. Die ersten österreichsichen Caritas-HelferInnen kommen in diesen Tagen von ihren Einsätzen zurück und zeichnen ein Bild, dass nur wenig Positives bietet", so Mag. Gerhard Reischl, stellvertretender Direktor der Caritas in Oberösterreich  in einer Pressekonferenz am 29.1.2010.

 

 



Obwohl sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt stark verbessert hat, ist das Hauptproblem nach wie vor, die ärmsten Menschen effektiv zu erreichen. Der Alltag kehrt zwar in sehr kleinen Schritten ein, die Menschen in Haiti werden aber noch sehr lange auf unsere Hilfe angewiesen sein. Die Nothilfe, in der die Caritas 50.000 Menschen mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs versorgt, wird noch auf unbestimmte Zeit weiterlaufen. Zugleich bereitet die Caritas aber bereits mittel- und langfristige Programme vor, die u.a. die Errichtung von neuen Häusern, Schulen und Waisenhäuser beinhalten. Diese Katastrophe ist das Schlimmste, was die HelferInnen je gesehen haben. Haiti war schon vorher ein armes Land. Jetzt ist auch noch die Hauptstadt zerstört, in der es zumindest ein Minimum an Infrastruktur gegeben hat.

Rasche Hilfe mit langem Atem - die Katastrophenhilfe der Caritas

Es zählt zu den zentralen Aufgaben der Auslandshilfe der Caritas im Katastrophenfall mit dem
internationalen Caritas-Netzwerk Soforthilfe zu leisten und im Anschluss den Wiederaufbau zu unterstützen. Die Struktur der Caritas-Auslandshilfe baut generell auf die Zusammenarbeit mit lokalen Caritasorganisationen in den verschiedensten Ländern - dadurch ist schnelle Hilfe möglich und gleich
vor Ort: So konnten auch in Haiti bereits in den ersten Stunden nach dem Beben lokale Caritas- HelferInnen aus den vorhandenen Katastrophenversorgungslagern tausende Menschen mit Essen und Wasser versorgen. Der Caritas ist es ein besonderes Anliegen, Hilfe zu leisten, die nachhaltig wirkt. Die Lebenssituation der Menschen soll sich auf lange Sicht verbessern. Daher werden nach Katastrophen insbesondere auch Projekte ins Leben gerufen, die den Menschen wieder die Möglichkeit eröffnen, sich selbst Einkommen zu erwirtschaften und damit auf eigenen Beinen stehen zu können.

Weißrussland - 24 Jahre nach der Katastrophe
Weißrussland ist eines der ärmsten Länder im Osten Europas. Besonders kinderreiche Familien, ältere und alleinstehende Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Alleinerzieherinnen leiden unter der Armut. Der Lohn reicht gerade einmal für das Notwendigste. Ein großer Schlag für das arme Land war das Atomunglück von Tschernobyl vor 24 Jahren in der heutigen Ukraine. 70 Prozent des radioaktiven und hochgiftigen Fallouts gingen durch den Wind in Weißrussland nieder. Vor allem die hochgiftigen Strahlungen waren und sind noch immer der Auslöser für viele gesundheitliche Probleme der Menschen in Weißrussland. Besonders betroffen sind natürlich die Kinder.

1990 knüpfte die Caritas in Oberösterreich erste Kontakte mit dem von Krisen und Armut geschüttelten Land. In diesem Jahr kamen die ersten Kinder aus den betroffenen Gebieten nach Oberösterreich, um hier für drei bis vier Wochen erholsame Ferien zu verbringen. Bis Ende 2009 konnten etwa 12.000 Kinder
begrüßt werden. Viele Gasteltern und Pfarren waren Jahr für Jahr bereit Kinder aufzunehmen und es entstand dadurch eine Verbindung zwischen den beiden Ländern. Weißrussland ist neben der D.R. Kongo das wichtigste Einsatzland der Caritas OÖ. und wird es die nächsten Jahre auch bleiben.

Caritas-Hilfe aus Oberösterreich in Osteuropa
Die Auslandshilfe der Caritas OÖ. arbeitet seit 1990 partnerschaftlich mit Caritasorganisationen in Rumänien, Weißrussland, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Sibirien zusammen. Mit der Unterstützung aus Oberösterreich werden viele Projekte umgesetzt, um die Lebensbedingungen von Menschen in den ärmsten Ländern Europas zu verbessern. So können zum Beispiel in Rumänien ebenso wie in Sibirien Häuser für Straßenkinder geführt werden, die den Kindern nicht nur ein warmes Zuhause, sondern auch menschliche Wärme und Perspektiven für die Zukunft geben. In Weißrussland wird gerade mit der Hilfe aus Oberösterreich ein Kinderdorf für Kinder mit Beeinträchtigungen fertig
gestellt. Ein besonderes Anliegen sind uns unter anderem aber auch Bildungsprojekte, die Kindern und Jugendlichen in Osteuropa echte Zukunftschancen eröffnen können.

Diese Arbeit wäre aber ohne Spenden nicht möglich - sie ist zu mehr als drei Viertel aus Spenden finanziert. Im Februar startet die Caritas-Sammlung, bei der wir insbesondere um Spenden für die ärmsten Länder im Osten Europas bitten. Um an allen Brennpunkten der Not Menschen wieder ein Stück Hoffnung und Zuversicht schenken zu können, brauchen wir die tatkräftige Mithilfe der OberösterreicherInnen - für die Hilfe in Haiti ebenso wie in Osteuropa.
Gemeinsam können wir vieles bewirken!

Spendenkonto:
RLB 1.245.000, BLZ 34.000 oder
PSK 7.700 004, BLZ 60.000
Kennwort: Osteuropa-Hilfe; Empfänger: Caritas für Menschen in Not


Spenden für Haiti: Kontonummern wie oben, Kennwort: Erdbeben Haiti
Oder: Nachbar in Not: PSK 90 150 300, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti

Jetzt online spenden

  • Seite drucken
  • Link versenden
  •                                                                         
  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • Delicious
  • Digg!