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Lokalaugenschein in einer Ernährungsstation im Kongo - 14.07.2011

Caritas-Mitarbeiterin Andrea Fellner mit einem Kind. In der Ernährungsstation N'sele werden unterernährte Kinder aufgepäppelt. Herzlicher Empfang!

Am 13. Juli ging es für Andrea Fellner von der Auslandshilfe der Caritas nach N’sele in einer Ernährungsstation für unterernährte Babys und Kinder.

Nach N’sele begleitet uns die Schwester Benedicte (Chefin des BDOM Bureau Diocésain des Oéuvres Medicales), Blandine, die verantwortliche des Ernährungsprogrammes des BDOM, Projektleiter Maurice der Caritas Kinshasa, Bernard, der Ingenieur der Caritas Kinshasa. Bei der Ankunft erwartet uns das Bild einer überfüllten Ernährungsstation. Überall tummeln sich kleine Kinder und ihre Mütter. Die Schwestern sind sehr beschäftigt, offensichtlich ist heute Ausgabetag der Essenrationen für die unterernährten Kinder, die bereits nach Hause durften. Es herrscht sofort ein großer Gedränge rund um uns. Die neu gebaute Ernährungsstation ist schon voll funktionsfähig. Im Schnitt bleibt ein Kind 3 - 7 Tage stationär in Behandlung, je nach gesundheitlichem Zustand. Die Medikamente, die die Kinder erhalten (Antibiotika, Antiparasitäre Mittel, Vitamin A, etc.) werden vom BDOM zur Verfügung gestellt.

Caritas Linz finanziert Zutaten für die Ernährung
Die Zutaten für die Ernährung werden von der Caritas Linz finanziert (Soja, Sojamehl, Zucker, Pflanzenöl, Maismehl). Aus Soja wird Sojamilch hergestellt - diese bekommen die Kinder nur die ersten paar Tage, weil sie da meist noch keine feste Nahrung zu sich nehmen können. Anschließend erhalten sie einen nahrhaften Brei aus Sojamehl, Maismehl, Zucker und Pflanzenöl. Wir sind bei der Nahrungsausgabe dabei. Der heiße Brei wird schon sehnsüchtigst erwartet. Die Schwester gibt acht, dass alles gerecht zugeht. Auch ich koste, damit ich über den Geschmack berichten kann. Schmeckt nach nicht sehr viel, mehlig und etwas süßlich. Auf alle Fälle ist es keine Tortur das zu essen!


Trinkwasserversorgung ist ein Problem
Danach besichtigen wir das Lager mit den Nahrungsvorräten. Zurzeit wird in der benachbarten Kirche gelagert, weil in der Ernährungsstation kein Platz dafür ist. Von dem Geld, das die Caritas geschickt hat, wurde für 3 Monate im Voraus eingekauft und die Waren werden in großen Säcken und Kanistern gelagert.
In der Ernährungsstation werden jährlich 600 unterernährte Kinder behandelt.
Da durch die Station nun immer eine Schwester vor Ort ist, kommen sehr viele Mütter aus der Umgebung und gebären dort auch ihre Kinder. Im letzten Monat waren es 36 Geburten. Ein noch bleibendes Problem ist die Trinkwasserversorgung. Die Schwestern müssen das über einen kilometer weit auf dem Kopf zur Station bringen. Ich diskutiere mit den beiden Ingenieuren, um eine Lösung zu finden...

Mit den Spenden der Augustsammlung hilft die Caritas OÖ Menschen im Kongo. Helfen auch Sie!

 

Caritas-Spendenkontonummern:
RLB 1.245.000, BLZ 34.000 oder PSK 7.700 004, BLZ 60.000
Kennwort: Augustsammlung

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