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MEANDER mit Aspergerpreis ausgezeichnet - 21.05.12

Drei Personen mit den verliehenen UrkundenProjektinitiatorin und Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen, Dr. Gertraud Assmann (Mitte) mit Mag. Elke Nowotny (re.) von der Universität Linz, die das Projekt 2011 evaluiert hat und dem Vöcklabrucker Bezirksschulinspektor Franz Spiesberger, Obmann der Heilpädagogischen Gesellschaft in OÖ, der die Urkunde für Mag. Sonja Karlhuber-Wendeler, die nicht anwesend war, entgegennahm.

Das Caritas-Projekt MEANDER bietet jährlich rund 100 oberösterreichischen Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen Unterstützung und Entlastung. Dafür wurde es jetzt von der Heilpädagogischen Gesellschaft ausgezeichnet.

Die Heilpädagogische Gesellschaft Österreich (HGÖ) verleiht alle zwei Jahre den Aspergerpreis. Hans Asperger war der Begründer der Heilpädagogischen Gesellschaft und hat sich in diesem Feld in den 1970er Jahren sehr verdient gemacht. Er hat das Aspergersyndrom beschrieben, eine Form der autistischen Beeinträchtigung. Der Hans Aspergerpreis wird für heilpädagogische Projekte und Entwicklungsvorhaben von grundlegender und weitreichender Bedeutung vergeben.

Im feierlichen Rahmen des 19. Heilpädagogischen Kongresses in Kufstein wurden am Donnerstag, dem 17. Mai, die heurigen Preisträger geehrt. Darunter auch das Gesundheitsförderungsprojekt MEANDER der Caritas für Menschen mit Behinderungen. Den mit 2.000 Euro dotierten Preis nahmen Projektinitiatorin und Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen, Dr. Gertraud Assmann, und Mag. Elke Nowotny, einer die beiden Studentinnen, die das Projekt evaluiert haben, entgegen. Die Urkunde für die zweite Studentin, Mag. Sonja Karlhuber-Wendeler (war verhindert), nahm der Obmann der Heilpädagogischen Gesellschaft in Oberösterreich, Franz Spiesberger, in Empfang.

"Tankstelle für die Seele"
Das Projekt MEANDER ist ein Gesundheitsförderungsprojekt zur Erhaltung und Förderung der seelischen Gesundheit von Angehörigen von Kindern mit Beeinträchtigungen. Das Projekt bietet Beratungsgespräche, Gesprächsrunden für Elternpaare und Alleinerziehende, Entspannungsgruppen sowie Kreativgruppen für Geschwisterkinder. Jährlich werden im Rahmen des Projekts, das es seit 2003 gibt, ca. 100 Familien betreut. Finanziert wird es derzeit über den OÖ. Gesundheitsfonds und Spenden. Insgesamt sind derzeit drei Teilzeit-Gesundheitspsychologinnen in dieses Projekt involviert.
 "Die Familien brauchen dieses Angebot dringend, sie schöpfen Kraft für den Alltag, sie vernetzen sich und helfen einander in schwierigen Situationen.", so Geschäftsführerin Dr. Gertraud Assmann.
Die Angebote Beratungsgespräche werden am meisten genutzt, dann Gruppenangebote wie Reflexionsgruppen, AlleinerzieherInnengruppe, Entspannungsgruppe und kreative Geschwistergruppe. Sehr gut kommen auch Spielefeste für die ganze Familie an, wo sehr viel Austausch passiert.

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