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Caritas-Mitarbeiter aus dem ärmsten Land der Welt zu Gast - 06.07.12

Maurice Ngimbi, Projektleiter der Caritas Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo mit SchülerInnen der Fachschule Baumgartenberg. Foto: Caritas

Maurice Ngimbi, Projektleiter der Caritas Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo, hat eine nie enden wollende Arbeit: Er koordiniert Landwirtschafts- und  Ernährungsprojekte, die alle das Ziel verfolgen Hunger und Unterernährung im ärmsten Land der Welt zu bekämpfen. Nun war er zwei Wochen zu Gast in Oberösterreich, um in Schulen und Pfarren über seine große Aufgabe zu berichten.

 "Zwei Drittel der kongolesischen Bevölkerung und ein Drittel unserer Kindersind unterernährt", als Maurice Ngimbi diesen Satz sagt, wird es still in der 1A Klasse der Fachschule Baumgartenberg. Der engagierte Caritas-Mitarbeiter blickt in 20 betroffene Gesichter. "Für die meisten meiner Landsleute ist es normal, nur alle zwei Tage eine Mahlzeit zu sich zu nehmen", fährt Maurice Ngimbi fort.

Besonders auf die Gesundheit von Kindern hat das fatale Auswirkungen. Neben den körperlichen Beschwerden führt Unter- und Mangelernährung bei Babys und Kleinkindern häufig auch zu geistigen Fehlentwicklungen. Die Kinder haben von vornherein schlechtere Startbedingungen: Selbst wenn sie später die Schule besuchen - was tatsächlich nur ein Drittel aller Kinder im Kongo tun - leiden sie häufig an Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Caritas Kinshasa versucht rechtzeitig die Bremse zu ziehen und versorgt jährlich mehrere hundert Babys und Kleinkinder - ambulant und stationär - in Ernährungszentren in der Umgebung der Zehn-Millionen-Stadt Kinshasa.

Besonderen Wert legt Maurice Ngimbi auf die Förderung der lokalen Landwirtschaft. "Hier kann bereits Vorsorge getroffen werden, damit die Menschen erst gar nicht Hunger leiden müssen", berichtet der Caritas-Mitarbeiter. Fünf Agrarökonomen betreuen insgesamt 2.700 Bauernfamilien am Plateau Bateke, eine sehr fruchtbare Region etwa 100 Kilometer von Kinshasa entfernt. Sie bieten zudem landwirtschaftliche Schulungen an. Mithilfe von Mikrokrediten können die Bauern Werkzeuge und verbessertes Saatgut anschaffen, größere Felder pachten und somit wiederum ihren Ertrag steigern. Die Caritas Kinshasa unterstützt die Familien beim Transport der Ernte in die Stadt, wo sie zu besseren Preisen verkauft werden kann. "Durch unsere Landwirtschaftsprojekte konnten wir die Ernährung der Familien und den Schulbesuch ihrer Kinder sichern. Denn durch das höhere Einkommen ist dieser nun leistbar für die Eltern geworden", zeigt sich Maurice Ngimbi stolz.

Auf die Frage, was sie sich aus seinem Vortrag mitnehmen, antwortet eine 15-jährige Schülerin: "Dass es uns gut geht!" und fügt dann hinzu: "Jetzt haben wir einen besseren Einblick in die Arbeit der Caritas in Ländern wie dem Kongo!"

So bald wird der Caritas Kinshasa wohl nicht die Arbeit ausgehen. Aber Maurice Ngimbi ist und bleibt ein Optimist: "Um den Menschen in meinem Land helfen zu können, brauchen wir eure Solidarität. Und die haben wir, das habe ich während meines Besuches immer wieder gespürt!"

Caritas bittet OberösterreicherInnen um Mithilfe

Die Caritas Oberösterreich unterstützt die Caritas im Kongo bei vielen Projekten. Und bittet dazu auch die OberösterreicherInnen um ihre Mithilfe. Im Sommer wird unter dem Motto "Zukunft ohne Hunger" die Caritas-Augustsammlung durchgeführt. Mit 25 Euro kann zum Beispiel Saatgut und Werkzeug für eine Familie in Afrika angekauft und damit deren Existenz gesichert werden.  

Caritas-Spendenkonto: RLB 1.245.000, BLZ 34.000, Kennwort: Augustsammlung

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