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Caritas-Mitarbeiter im Kongo: "Gotterbärmliche Bedingungen" - 03.11.08

Schlimme Zustände in den Flüchtlingslagern im Kongo.

Schlimme Zustände in den Flüchtlingslagern im Kongo.

 Von "gotterbärmlichen Bedingungen" in den Flüchtlingslagern von Goma (Kongo DR) berichtet Caritas-Mitarbeiter Alexander Bühler: "800 Menschen teilen sich einen Wasserhahn, Latrinen laufen über, Hygiene ist quasi inexistent." Seit dem Vormarsch der Rebellen - Armee im Osten der Demokratischen Repubik Kongo sind erneut zehntausende Menschen auf der Flucht.

Bühler hat nach seiner Ankunft in Goma am Wochenende bei einem ersten Lokalaugenschein drei Flüchtlingscamps besucht: ein Waisenhaus mit 800 Flüchtlingen und die Gelände von zwei Kirchengemeinden mit rund 1000 bzw. 1500 Personen. "Die hungrigen und geschwächten Menschen haben nur das Nötigste am Leib retten können. In den Lagern gibt es zahlreiche Babies im Alter von wenigen Wochen und Hochschwangere. Täglich werden Kinder in den Lagern geboren", so Bühler. Allein in und um die Stadt Goma hätten sich etwa 200.000 Menschen geflüchtet. Sie sind in Pfarren, Kirchen, Privathaushalten. Schulen oder auch anderen öffentlichen Gebäuden untergebracht. Bühler: "Wir helfen den Menschen mit Lebensmitteln, aber auch medizinischer Notversorgung."

So hilft die Caritas
Insgesamt versorgt die Caritas gemeinsam mit dem UN-Welternährungsprogramm (WFP) in den Flüchtlingslagern in der Demokratischen Republik Kongo derzeit einige hunderttausend Menschen. Bühler: "Die Caritas-HelferInnen versuchen auch in den Nordwesten vorzudringen, denn dort flüchten sich nun viele Menschen hin. Verteilungen gibt es dort bislang aber noch überhaupt keine. Über Goma selbst schwebt noch immer das Damoklesschwert der Einnahme der Stadt durch die Truppen Nkundas."

Kälte (rund 13 Grad) und die Regenzeit führen derzeit zur Ausbreitung von Krankheiten, so der deutsche Caritas-Mitarbeiter weiter. "Atemwegserkrankungen, Durchfall, Fieber, Meningitis stehen auf der Tagesordnung. Wir befürchten auch den Ausbruch von Seuchen." Am dringendsten gebraucht würden jetzt Lebensmittel, Wasser und medizinische Versorgung, betont Bühler: "Derzeit wird einfach alles knapp."

Um die Flüchtlinge in Goma versorgen zu können bittet die Caritas dringend um Spenden!
Jetzt online spenden

Spendenkonto:
RLB 1.245.000, BLZ 34 000 ODER
PSK 7.700.004, BLZ 60 000 
Kennwort: Flüchtlinge Kongo

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