News
Caritas wendet sich an Außenministerin - 11.11.08
Caritas Österreich Auslandshilfe-Chef Christoph Petrik-Schweifer
"Den Flüchtlingen in der Demokratischen Republik Kongo läuft die Zeit davon."
Caritas Österreich-Auslandshilfechef Petrik-Schweifer ersucht Ministerin Ursula Plassnik um ihre Unterstützung für die Flüchtlinge in der Krisenregion Nord-Kivu
Der gesamte Brief im Wortlaut:
Wien, am 6. November 2008
Sehr geehrte Frau Außenministerin!
800 Menschen, die sich einen Wasserhahn teilen, überlaufende Latrinen, Seuchengefahr und Flüchtlinge, die aus Angst die Lager verlassen und an immer neuen Orten "wilde" Lager bilden: Das Bild, das unser deutscher Caritas-Kollege Alexander Bühler von der derzeitigen Lage rund um Goma in der Demokratischen Republik Kongo zeichnet, erschüttert uns zutiefst und veranlasst mich, Sie als Aussenministerin um dringende Unterstützung für unsere Hilfsmaßnahmen zu bitten.
Die Flüchtlinge, die von den körperlichen und psychischen Strapazen ihrer erneuten Flucht ohnehin bereits völlig geschwächt sind, sind vielfach bereits krank. Die Kälte und die Regenzeit tun ihr Übriges. Atemwegserkrankungen, Durchfall, Fieber, Meningitis stehen auf der Tagesordnung. Erste Fälle von Cholera wurden uns bereits gemeldet. Rasche Hilfe ist notwendig.
Während die dringend gebrauchten Hilfsgüter wie Lebensmittel, sauberes Wasser, Medikamente immer knapper werden oder gar nicht mehr vorhanden sind, läuft dem Menschen in der Provinz Kivu die Zeit davon. Die Caritas unterstützt derzeit in der Region gemeinsam mit dem World Food Programm rund hunderttausend Menschen.
Hilfe, die jetzt ankommt, hilft mit, Schlimmeres zu verhindern. Jeder Euro, der jetzt eingesetzt wird, verhindert, dass die künftigen Kosten zur Bewältigung der Katastrophe explodieren. Wir wenden uns deshalb an Sie mit der Bitte um Unterstützung unserer Arbeit für die Menschen in der Krisenregion Nord-Kivu. Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang, sie an unseren Vorschlag zu erinnern, für Fälle wie diese einen Katastrophenfonds in Ihrem Ministerium einzurichten und mit entsprechenden Mitteln zu dotieren.
Ich bitte Sie auch, sich in Ihrer Rolle als Außenminsterin Österreichs bei der Europäischen Union für ein starkes Engagement der Europäischen Gemeinschaft in diesem Konflikt und für eine friedliche Lösung einzusetzen, damit sich die dramatische Lage der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo ändert und der Ausbruch eines Flächenbrandes in der Region verhindert wird.
Ich danke Ihnen für Ihr Bemühen und verbleibe mit herzlichen Grüßen
Christoph Petrik-Schweifer, Generalsekretär der Caritas Österreich für Internationale Programme
Jetzt online spenden
Spendenkonto:
RLB 1.245.000, BLZ 34 000 ODER
PSK 7.700.004, BLZ 60 000
Kennwort: Flüchtlinge Kongo
Aktuelle Themen
- 02.02.12: Hitparadenstürmer Trackshittaz servierten Kaffee für den guten Zweck
- 30.01.12: TRACKSHITTAZ schenken Kaffee für den guten Zweck aus
- 18.01.12: TRIGOS 2012: Auszeichnung für Unternehmen mit Verantwortung
- 18.01.12: Wir trauern…
- 17.01.12: Neue Ansprechpartnerin bei der Caritas-Beratung in Grieskirchen
- 11.01.12: Zwei Jahre nach Haiti-Erdbeben: Wiederaufbau geht trotz Schwierigkeiten voran
- 04.01.12: SchülerInnen beschäftigen sich mit Migration
- 29.12.11: "BALU" lässt bei übergewichtigen Kindern die Kilos purzeln
