Weißrussland

Bericht Lucia Falkinger

Als die Kirschbäume letztes Jahr  blühten, machte ich mich auf den Weg. Wohin wurde mir erst nach einem Gespräch mit Christopf Mülleder klar. Die Entscheidung fiel auf Weißrussland.  Die Auslandshilfe  knüpfte Kontakte mit Caritas Projekten in Minsk und Grodno, mit der Anfrage ob ich dort mitleben kann.
Ihnen zu helfen war nicht unbedingt meine Motivation, sondern eher mit dabei zu sein, zu lernen, andere Sichtweisen kennen zu lernen, eine kleine Ahnung zu bekommen wie Leute dort leben

Ich hatte ein Riesenglück, dass zufällig der Caritas Mitarbeiter Wolfgang Müller auch den gleichen Flug nach Belarus nahm, und so konnte er mir schon ein paar Vorinfos geben, Geschichten über Land und Politik erzählen.

In St.Lucas hab ich gewohnt. Dies ist ein Projekt, welches auch von der Caritas OÖ. mitfinanziert wird. Es ist ein Zentrum, wo die Eltern  Möglichkeit haben, während einer Therapie ihrer Kinder in der nahe gelegenen onkologischen Kinderklinik, mit ihren Kindern zu wohnen. Es war eine große Unterstützung für die Familien da es für sie oft unmöglich ist, die Aufenthaltskosten zu bezahlen, denn  die Behandlungen können oft bis zu 6 Monaten dauern.


Für ein paar Tage konnte ich auch in einem Kinderhospiz sein. Kinder waren teilweise tagsüber in dem Hospiz, andere wurden von Mitarbeitern zu Hause besucht. Dort hatte ich die Möglichkeit mit einem freiwilligen Mitarbeiter Familienbesuche zu machen. Es war für mich sehr interessant zu sehen wie die Leute leben. Trotz der zum Teil widrigen Umstände habe ich sie als sehr großherzig und gastfreundlich erlebt.


Ich konnte Russisch von wenig bis gar nicht, was Vor und Nachteile hatte. Die Menschen außerhalb der Caritas in Belarus waren nicht unbedingt erfreut  über meinen versuchten Smalltalk, sondern ignorierten eher meine Versuche Russisch zu sprechen. Im öffentlichen Leben habe ich vor allem in Minsk eine große Ignoranz mir gegenüber erlebt.


Die Kontakte mit den Menschen von der Caritas in Grodno und Minsk, waren sehr herzlich. Sie haben sich sehr bemüht mir so viel wie möglich zu zeigen.
Es war für mich interessant wie mit wenig Mitteln und so anders strukturiert eine gute Arbeit möglich war.


In der Stadt Grodno war ich in einer Schule, in der ein Projekt gemacht wurde für Kinder. Es wurde mir so erklärt, dass zwar schon Ferien für die Kinder sind, für die Lehrer jedoch noch nicht. Daher wurden unterschiedliche Freizeitaktivitäten angeboten.

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