In Sepasar, einem Dorf mit ca. 1000 EinwohnerInnen in der landesweit ärmsten Region Shirak im Norden Armeniens, spielen die Kinder nicht mehr auf der Straße während die Eltern arbeiten.
Flora erzählt ihrem Bruder vom Kindergarten - den Spielsachen, den BetreuerInnen, aber vor allem vom warmen und guten Mittagessen, das sie dort jeden Tag bekommt. Ihr Bruder ist fast ein bisschen eifersüchtig, denn so etwas gab es bei ihm nicht. Er ist einige Jahr älter und war nie im Kindergarten. Damals gab es noch keinen in ihrem Heimatort, wo die Menschen vor allem von Viehzucht und Landwirtschaft leben. Es gab zwar ein Gebäude, alt und ohne Möbel, aber betrieben wurde der Kindergarten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr. Die Kinder spielten auf der Straße, regelmäßige Mahlzeiten waren selten, da die meisten Eltern den ganzen Tag arbeiten müssen, um halbwegs über die Runden zu kommen. mehr
