Obwohl in der Ukraine vermehrt westliche und russische Firmen investieren, bleibt der Großteil der Bevölkerung vom Wohlstand ausgeschlossen. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. In den vergangenen Jahren ist es in der Ukraine zu massiven Teuerungen gekommen. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind außerordentlich hoch, 1 kg Schweinefleisch kostet z.B. 6 Euro, die Sozialbeihilfen und Mindestpensionen sind aber nicht angehoben worden. Der Mindestlohn beträgt ca. 100 Euro. Um das Überleben zu sichern, üben viele Ukrainer drei oder vier Jobs gleichzeitig aus. Wer keinen Garten hat und den Sommer und Herbst zum Einkochen und Einlegen von Obst und Gemüse nutzt, kommt im Winter nur schwer über die Runden. Besonders hart trifft es Mindestpensionisten, die mit 75 Euro im Monat auskommen müssen. Dieses geringe Einkommen reicht nicht aus um lebenserhaltende Kosten abzudecken. Eine ernsthafte Erkrankung bedeutet oft den Tod. mehr
Tageszentrum für Senioren in Charkow
Für ein Altern in Würde
Ein Projekt der Caritas Wien
Ein sicherer Ort für alte Menschen
© R. Riedler
50 mobile, allein stehende bedürftige Menschen im Alter von 55 bis 90 Jahren besuchen fünf Tage in der Woche das Tageszentrum in Charkow. Dort bekommen sie ein warmes Mittagessen und eine Jause. Da die meisten von ihnen Mindestpensionisten sind, ist das eine existentiell wichtige Unterstützung.
