Izmail ist eine kleine Hafenstadt im Donaudelta. Die Stadt lebt von der Schifffahrt und den kleinen Werften. In den letzten Jahren sind große Umweltprobleme aufgetreten, denn Izmail ist Umschlagplatz für gefährlichen Müll aus Europa. Viele Kinder werden hier mit körperlichen Fehlbildungen geboren.
Das Leben ist für die Familien dieser Kinder oft besonders schwierig: Armut und ein schwaches staatliches soziales Netz bringen sie häufig in eine prekäre Lage, aus der sie sich nicht alleine befreien können. In Izmail und vier weiteren ukrainischen Städten hilft die Caritas die betroffenen Kinder und deren Familien.
Auch die kleine Nadja und ihre Familie werden betreut. Die Zehnjährige ist ein hübsches, strahlendes Mädchen und eine sehr gute Schülerin. Ihr Lieblingsfach ist Mathematik, und sie liebt Kochsendungen im Fernsehen. Wegen Sauerstoffarmut bei der Geburt braucht Nadja ständige Therapien. Ihre Mutter, die Alleinerzieherin ist, kann sich diese aber nicht leisten. Um normal arbeiten zu gehen, müsste sie ihr Kind sogar in ein staatliches Heim für behinderte Kinder geben, was sie auf keinen Fall will.
