Einblicke
Aktuelles aus den Mobilen Familien- und Pflegediensten
Dank dem Besuchsdienst die Bestimmung gefunden (09.05.2012)
Sabine Strasser arbeitete gleich nach der Matura im Büro, später in der Gastronomie. Doch eigentlich wollte sie schon immer eine sinnstiftende Arbeit mit Menschen machen. Doch ist ein Sozialbetreuungsberuf tatsächlich das Richtige für sie? Wie sollte sie das herausfinden, wo beginnen?
Durch den Tipp eines Freundes begab sie sich auf die Suche nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Im Internet stieß sie schließlich auf den Besuchsdienst bei der Caritas. "Ich nahm Kontakt zur Besuchsdienstbegleiterin meiner Region, Margarete Ziegl, auf, und kurze Zeit später wurde ich bereits mit einer 83-jährigen Dame bekannt gemacht. Seither besuche ich die Dame regelmäßig. Besonders gern redet sie mit mir über ihre verstorbene Schwester und deren früheren Späße, wir schauen gemeinsam alte Fotoalben an und hin und wieder gibt es auch richtig tiefgehende Gespräche. Jedes Mal, wenn ich zu ihr komme, zeigt sie mir ihre neu gestrickten Socken, denn sie fertigt Socken für die gesamte Verwandtschaft und für die Mission. Von ihrer Nichte bekam sie dafür eine Urkunde für die "Weltbeste Sockenstrickerin", was sie natürlich sehr gefreut hat. Ich bin sehr froh, mich für den Besuchsdienst entschieden zu haben, denn dank dieser Besuche weiß ich jetzt, wo meine Berufung liegt. Im Mai 2012 habe ich die Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin für Altenarbeit angefangen."
Ehepaar sagt "Danke" (20.02.2012)
"Sehr geehrte Damen und Herren!
Es war gerade vor zehn Jahren, als uns ein Erlebnis sehr beeindruckte. Ein alter und gebrechlicher Herr war in einem Geschäft einkaufen. Eine Dame mit der Aufschrift Caritas auf ihrer Dienstjacke hat diesen Herrn dabei unterstützt, dies geschah auf eine ausgesprochen nette und unauffällige Art. Uns hat das Verhalten ihrer Mitarbeiterin sehr gut gefallen.
Dieses Erlebnis hat uns veranlasst, für unsere mehrfach behinderte blinde Tochter - die wir jetzt schon seit mehr als fünzig Jahren betreuen - bei ihrem Mobilen Dienst um Hilfe zu ersuchen. Wir nahmen Kontakt auf mit ihrer sehr freundlichen und kompetenten Frau Thür.
Seit nunmehr zehn Jahren werden wir von Damen ihres Mobilen Dienstes unterstützt. Während dieser zehn Jahre waren und sind alle Ihre Mitarbeiterinnen, welche wir kennenlernen durften, mit ihrer liebenswürdigen und einfühlsamen Art eine große Hilfe für uns.
Es ist uns ein Anliegen, dafür recht herzlich zu danken.
Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth und Erich S."
Caritas startet Hauskrankenpflege in St. Georgen an der Gusen (16.07.2011)

- (v.li.): Teamleiterin der Caritas Mobilen Pflegedienste Christel Hartl, Diplomkrankenschwester Maria Kapplmüller, Gerti Frühwirth
Seit 22 Jahren gibt es bereits die Altenhilfe der Caritas für Betreuung und Pflege in St. Georgen. Ganz neu jedoch startete mit 1. Juni die Hauskrankenpflege.
"Das Arbeiten hat sich in den letzten 22 Jahren schon sehr stark verändert. Dienstbesprechungen fanden zum Beispiel abwechselnd bei uns Mitarbeiterinnen zuhause statt, weil wir kein Büro hatten", erinnert sich Gerti Frühwirth, die dienstälteste Mitarbeiterin der Mobilen Pflegedienste der Caritas für Betreuung und Pflege in St. Georgen. In den Anfängen wurden von einer Altenhelferin viel mehr Tätigkeiten als heute abgedeckt. "Putzen und Kochen wurden genauso erledigt wie Verbände wechseln", so Frühwirth. Diese Tätigkeitsbereiche wurden mittlerweile in die Bereiche Heimhilfe, Altenhilfe und Hauskrankenpflege aufgeteilt. Seit 1. Juni 2011 wurde das Angebot der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas im Raum St. Georgen (Familienhilfe, Altenhilfe und Heimhilfe) um die Hauskrankenpflege erweitert.
Mit 1. Juni startete die Caritas Hauskrankenpflege in St. Georgen/Gusen
Derzeit führen drei Diplomkrankenschwestern medizinische und therapeutische Anordnungen des Arztes bei den Menschen in ihren eigenen vier Wänden durch. "Wir von der Hauskrankenpflege kommen zu den pflegebedürftigen Menschen ins Haus und verabreichen zum Beispiel nach Anweisung des Arztes Medikamente oder legen Wundverbände und Bandagen an. Weiters verabreichen wir auch Injektionen oder führen Sondenernährung durch. Zudem bieten wir Lasertherapie an, um die Wundheilung zu verbessern", erklärt die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Maria Kapplmüller das Aufgabengebiet. Die Hauskrankenpflege kommt je nach Bedarf täglich oder auch in längeren Intervallen zu den PatientInnen ins Haus. "Da wir unsere KundInnen, die vielfach auch durch unser Alten- und Heimhilfeteam unterstützt werden, oft mehrere Monate oder auch Jahre zu Hause betreuen, entsteht ein Naheverhältnis und der persönliche Kontakt zu den Betreuten und auch ihren Angehörigen steht im Vordergrund", so Kapllmüller. Von den Kosten her ist die Hauskrankenpflege ebenso wie die Alten- und Heimhilfe sozial gestaffelt. Die Höhe der finanziellen Leistung richtet sich nach dem Familiennettoeinkommen der zu betreuenden Person.
Die Mobilen Pflegedienste der Caritas sind nun auch mit der Hauskrankenpflege in den Gemeinden St. Georgen/Gusen, Luftenberg, Katsdorf und Langenstein tätig.
Schulzentrum Josee freut sich über erste diplomierte Familienhelferinnen (14.07.2011)

- Die frischgebackene diplomierte Familienhelferin Nicole Holzinger mag die Arbeit mit Kindern.
Doppelten Grund zur Freude hat die frischgebackene diplomierte Familienhelferin Nicole Holzinger. Sie hat nicht nur die dreijährige Ausbildung erfolgreich hinter sich gebracht, die 30-Jährige hat auch schon einen Job. Sie beginnt im August bei der Familienhilfe der Caritas für Betreuung und Pflege in Gmunden zu arbeiten. "Ich freue mich total, dass ich so rasch nach der Ausbildung eine Arbeitsstelle gefunden habe", sagt Nicole Holzinger. Dabei kommt die junge Frau aus einer echten Männerdomäne. Nach ihrer Ausbildung zur Maschineschlosserin, übte Holzinger diesen Beruf auch lange aus. Bis sie sich vor einigen Jahren entschloss, in den Sozialbereich zu wechseln und eine Ausbildung zur diplomierten Familienhelferin zu machen.
Dass die Ausbildung neben der Caritas-Schule in Linz, vor drei Jahren erstmals auch im Schulzentrum Josee in Ebensee angeboten wurde, kam der Ebenseerin sehr zugute. "Um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Beruf auch der Richtige für mich ist, konnte ich vor Beginn der Ausbildung eine Familienhelferin der Caritas eine Woche lang begleiten und mir ein Bild machen", so Holzinger. Die praxisnahe Ausbildung im Caritas-Schulzentrum Josee hat der diplomierten Familienhelferin sehr gut gefallen, jetzt freut sie sich auf ihre neue Aufgabe.
Fachliche und persönliche Kompetenz der AbsolventInnen im Vordergrund
In der mobilen Betreuung von Familien erwarten die MitarbeiterInnen spannende Aufgaben und Herausforderungen, daher legt das Schulzentrum Josee großen Wert auf die fachliche und die persönliche Kompetenz der Absolventinnen. "Ziel der dreijährigen Ausbildung zur diplomierten Familienhelferin ist es, die Studierenden zu befähigen, familiäre Situationen zu erfassen und Beziehungen zu den Familienmitgliedern zu gestalten. Außerdem werden sie in Behinderten- und Altenbetreuung sowie Krisenintervention geschult und verfügen über Pflegehilfe-Qualitäten", erklärt Mag.a Birgit Ippisch, Direktorin vom Schulzentrum Josee in Ebensee.
Die Diplom-SozialbetreuerInnen Familienarbeit kommen in schwierigen Situationen zu den Familien nach Hause und kümmern sich um die Kinder, kranke Familienmitglieder und den Haushalt. Ihre Anwesenheit bedeutet oft große psychische Unterstützung, da sie in schwierigen Lebenssituationen wie Erkrankung oder Tod eines Elternteils bzw. Überlastung der Betreuungsperson, helfen und zur Seite stehen.
Start der nächsten Ausbildungsgänge im Herbst 2011
Anmeldungen für die Diplom- und Fachausbildungen in den Sozialbetreuungsberufen der Sparten Altenarbeit, Behindertenarbeit und Familienarbeit für die nächsten Ausbildungsgänge, die im Herbst 2011 starten, werden ab sofort entgegen genommen.
Anmeldung und Info
Schulzentrum Josee Ebensee
Langbathstraße 44
4802 Ebensee
Tel.:06133/5204
Fax: 06133/5204-6
E-Mail: s407479@eduhi.at
www.josee.at
Neuer Pflegeentlastungsdienst erfreut sich großer Nachfrage (07.07.2011)

- Caritasmitarbeiterin Claudia Obexer mit der Familie Pißermayr aus Dambach.
Von Anfang an nutzt die Familie Pißermayr aus Dambach regelmäßig den Pflegeentlastungsdienst. Alle zwei Wochen besucht Caritasmitarbeiterin Claudia Obexer die Familie und kümmert sich ein paar Stunden um Maria, die Gattin des pensionierten Landwirtes. Sie kann krankheitsbedingt nicht mehr alleine bleiben. "Wir sind sehr froh, dass wir die Claudia haben. Der Pflegeentlastungsdienst ist für uns alle eine große Erleichterung", sagt Johann Pißermayr. Er möchte die regelmäßigen Einsätze nicht mehr missen. Während die Caritasmitarbeiterin bei seiner Frau bleibt, kann er ohne Sorge außer Haus notwendige Erledigungen machen oder auch einmal einem Hobby nachgehen. "Wir kommen sehr gut miteinander zurecht und Claudias Besuch ist immer eine schöne Abwechslung", freut sich Maria Pißermayr über die gemeinsam verbrachten Stunden.
Angebot schließt Lücke zwischen Mobilen Pflegediensten und 24-Stunden-Betreuung
Bisher gab es im Bereich der Mobilen Betreuung und Pflege einerseits die Altenhilfe und die Heimhilfe, durch die KundInnen im Ausmaß von maximal 2 Stunden am Tag betreut werden können oder andererseits die 24-Stunden-Betreuung. "Mit dem Pflegeentlastungsdienst möchten wir pflegenden Angehörigen dort unter die Arme greifen, wo sie am meisten Unterstützung brauchen: in der Übernahme von Pflege- und Betreuungsleistungen, die über das Ausmaß von zwei Stunden am Tag hinaus gehen. Dadurch können sie das Haus für Erledigungen oder um sich ein paar Stunden eine Auszeit zu gönnen, verlassen", erklärt die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Sabine Barth, Leiterin des Pilotprojektes seitens der Caritas. Erfahrene Mitarbeiterinnen der Caritas übernehmen in dieser Zeit alle gewohnten Tätigkeiten, die üblicherweise von den Familienmitgliedern geleistet werden.
Einsätze können von den Familien individuell in Anspruch genommen werden
Bereits nach einem halben Jahr erfreut sich der neue Dienst einer großen Nachfrage. Die Einsätze können je nach Wunsch der Familien entweder einmalig oder in regelmäßigen Abständen, im Bezirk Steyr-Land in Anspruch genommen werden. Die Einsatzdauer - mindestens drei bis maximal 12 Stunden pro Tag - hängt von der aktuellen Situation der jeweiligen KundInnen ab. Das Pilotprojekt läuft vorerst einmal bis Ende des Jahres 2011, bei einem Erfolg ist ein Ausbau des hilfreichen Dienstes geplant. Der Preis pro geleisteter Einheit ist vom Einkommen der KundInnen und der Höhe des Pflegegeldes der zu pflegenden Person abhängig.
"Wenn man bedenkt, dass derzeit die durchschnittliche Pflegedauer 6,5 Jahre beträgt, sehe ich es als Notwendigkeit, die pflegenden Angehörigen rechtzeitig mit einem Pflegeentlastungsdienst zu unterstützen. Immerhin stellt die Pflege eine oft unvorstellbare Anforderung an die Pflegepersonen dar", weiß Roswitha Neubauer, Koordinatorin für Betreuung und Pflege vom Sozialhilfeverband Steyr-Land.
Information und Anfrage
Sozialhilfeverband Steyr-Land
Roswitha Neubauer
Koordinatorin Betreuung und Pflege
Tel.: 0664 / 8851-3884
Caritas für Betreuung und Pflege
Mobile Familien- und Pflegedienste
Projektleiterin Sabine Barth
Tel.: 0676 / 8776-2559
Frühstück für frischgebackene Caritas Besuchsdienst-MitarbeiterInnen (17.06.2011)

- Beim gemütlichen Frühstück wurde den Freiwilligen MitarbeiterInnen die Teilnahmebestätigung für die Besuchsdienstschulung überreicht.
In 12 Caritas-Projekten in ganz OÖ konnten Menschen am Freiwilligentag, 17. Juni, die vielen Möglichkeiten des freiwilligen Engagements kennenlernen. Im Bezirk Grieskirchen wurden die frischgebackenen Freiwilligen des Caritas-Besuchsdienstes zu einem Frühstück geladen.
Im Rahmen des Freiwilligentages 2011 wurden die neuen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Caritas-Besuchsdienstes zu einem gemütlichen Frühstück ins Kompetenzzentrum nach Grieskirchen eingeladen und offiziell für die Besuche entsendet. Neben der Teilnahmebestätigung für die Besuchsdienstschulung bekamen sie auch einen Caritas und Du-Button zum Anstecken.
Über ein Monat lang bereiteten sich im Bezirk Grieskirchen 17 BesuchsdienstmitarbeiterInnen in vier Schulungsblöcken für die Besuche von älteren Menschen zu Hause vor. Beim gemeinsamen Frühstück am Freiwilligentag wurden die Lernerkenntnisse noch einmal reflektiert: "Wir haben so viel gelernt, durch die Rollenspiele kann man sich besser in andere Menschen einfühlen", war der einheitliche Tenor der frischgebackenen MitarbeiterInnen des Caritas-Besuchsdienstes. Den SchulungsleiterInnen Inge Cais und Regionalkoordinator Martin Wintereder wurde großes Lob für die abwechslungsreiche Wissensvermittlung ausgesprochen.
Die freiwilligen MitarbeiterInnen des Caritas-Besuchsdiensts werden künftig in den Gemeinden Meggenhofen, Kematen und Gallspach auf Vermittlung von Frau Inge Cais Tel: 0676/8776-2595 ältere Menschen zu Hause besuchen.
20 Jahre Altenhilfe im Bezirk Rohrbach (25.05.2011)

- v.l.n.r. Frieda Scheiblberger, Anna Gstaltner, Hildegard Schwarz und Berta Wolkerstorfer mit Bezirkshauptfrau Dr.in Wilbirg Mitterlehner
"Ich mache es schon 20 Jahre - und ich mache diesen Dienst noch immer gern!" erzählt Berta Wolkerstorfer, Mitarbeiterin in der Mobilen Altenhilfe, begeistert. Sie ist gemeinsam mit 39 weiteren Caritas-Mitarbeiterinnen der Mobilen Pflegedienste in 19 Rohrbacher Gemeinden unterwegs zu älteren Menschen. Dabei betreuen sie insgesamt 360 KundInnen und sind jeden Monat 2.250 Stunden im Einsatz.
Das Angebot der Caritas Altenhilfe gibt es im Bezirk Rohrbach seit 1991. Die vier Caritas-Mitarbeiterinnnen Frieda Scheiblberger, Anna Gstaltner, Hildegard Schwarz und Berta Wolkerstorfer sind seit Anfang an dabei. Kürzlich wurden sie von Regionalleiterin Elfriede Eidenberger im Beisein von Bezirkshauptfrau Dr.in Wilbirg Mitterlehner für ihren 20 jährigen Dienst in der Caritas Altenhilfe geehrt. "Diese Mitarbeiterinnen waren am Aufbau und an der Entwicklung der mobilen Pflegedienste maßgeblich beteiligt. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass sich dieser Dienst so erfolgreich entwickelte, " erzählt Eidenberger.
"Zu Beginn war es oft schwierig, denn die Menschen kannten unser Angebot nicht, " verrät Hilda Schwarz, die heutige Teamleiterin aus Ulrichsberg. "Wir sind dann einfach zu den Familien nach Hause gegangen, von denen wir glaubten, dass sie unsere Unterstützung benötigten. Und man kann fast sagen, dass die Menschen auf uns gewartet haben. Sehr rasch sprach sich unsere Hilfe herum - und heute betreuen wir allein in unserem Team 60 KundInnen."
Die engagierte Arbeit der Caritas-Mitarbeiterinnen wurden auch von Bezirkshauptfrau Dr.in Wilbirg Mitterlehner gelobt, die besonders die gutes Zusammenarbeit mit dem Sozialhilfeverband und die gute und effektive Arbeit in den Mittelpunkt stellte.
Caritas Alten- und Heimhilfeteam verabschiedet sich - 16.05.2011

- Das Caritas Alten- und Heimhilfeteam v.l.n.r. Barbara Hochstöger, Teamleiterin Christel Hartl, Maria Temper, Margit Käferböck.
"Nach über 20 Jahren im Dienst für die Menschen in St. Georgen fällt der Caritas für Betreuung und Pflege der Abschied vom Ort und den Menschen nicht leicht. Da ist viel Vertrauen gewachsen, zu den betreuten Personen und auch zu allen Kooperationspartnern", bemerkt Edith Bürgler-Scheubmayr, die Caritas Regionalleiterin der Mobilen Familien- und Pflegedienste. Doch die finanziellen Mittel in der Pflege sind knapp, und so ist es nachvollziehbar, dass der Sozialhilfeverband nach der wirksamsten Arbeitsform sucht. Es gibt viele Vorteile, wenn alle mobilen Dienste, d.h. die Alten-, und Heimhilfe sowie die Hauskrankenpflege in einer Gemeinde von nur einer Organisation angeboten werden. Daher werden die mobilen Dienste in St. Georgen am Walde künftig nur mehr vom Roten Kreuz angeboten. Die Caritas wird ihre Dienste hingegen in St. Georgen/Gusen anbieten. .
Maria Temper, eine langjährige Caritasmitarbeiterin, war eine der ersten, die 1989 die Unterstützung der damaligen Caritas Altenhilfe für den Schwiegervater in Anspruch nahm. 2001 begann sie schließlich selbst in der Caritas Altenhilfe zu arbeiten. In den Anfängen war sie mit einer Kollegin im Team und betreute jährlich zwischen 10 und 12 KundInnen. 8 Jahre lang war Maria Temper 33 Stunden pro Woche alleine für die St. Georgener BewohnerInnen da. Zuletzt wurde das Team auf 3 Personen aufgestockt, in insgesamt 50 Wochenstunden betreuten die Caritas-Mitarbeiterinnen jeweils zwischen 20 und 25 KundInnen.
"Wir möchten uns sehr herzlich bei allen, insbesondere bei der Gemeinde und der Pfarre, für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und bei unseren KundInnen für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Zudem möchten wir uns bei all unseren CaritasmitarbeiterInnen für ihre hervorragende Arbeit bedanken. Es freut uns sehr, dass zwei unserer Mitarbeiterinnen nun als Mitarbeiterinnen des Roten Kreuzes weiterhin für die Menschen in St. Georgen da sein können, womit ein nahtloser Übergang für die KundInnen gewährleistet ist", so Edith Bürgler-Scheubmayr.
Ausgezeichnete Gesundheitsförderung für MitarbeiterInnen der Mobilen Familien- und Pflegedienste - 14.02.11

- v.l.:Franziska Gaigg, Pflegedienstleiterin Mobile Familien- und Pflegedienste, Karoline Ecker, Teamleitung Altenhilfe und Heimhilfe, Franz Kehrer, Leiter Mobile Familien- und Pflegedienste, Bundesminister Alois Stöger, Margarete Kemptner, Regionalleiterin Mobile Familien- und Pflegedienste, Mag.a Christa Peinhaupt, Leiterin Fonds Gesundes Österreich bei der Verleihung am 2.3. in Linz
Unter den 21 ausgezeichneten Unternehmen waren auch die Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas für Betreuung und Pflege. Mit dem Projekt "Betriebliche Gesundheitsförderung" haben die Mobilen Familien- und Pflegedienste der Gesundheit ihrer mehr als 500 MitarbeiterInnen in Oberösterreich einen besonderen Stellenwert eingeräumt und die hohen Qualitätsanforderungen als Voraussetzung für die Verleihung des BGF-Gütesiegels erfüllt.
Die Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas starteten das Gesundheitsprojekt im Jahr 2008. Neben einer Analyse der Ist-Situation durch eine Befragung der MitarbeiterInnen wurden gesundheitsfördernde Maßnahmen angeboten. Die MitarbeiterInnen wurden in die Angebotsgestaltung aktiv eingebunden. So fanden Ernährungs-, Bewegungs- und Entspannungsworkshops regen Zuspruch. Im Vorjahr wurde erneut eine anonyme Befragung der oö. Gebietskrankenkasse durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigen den Erfolg der vielfältigen Gesundheitsmaßnahmen.
Nachhaltige Verbesserungen durch Bewegung und gesunde Ernährung
"Mit diesem Projekt ist es uns gelungen, gezielt gesundheitliche Risikofaktoren unserer MitarbeiterInnen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu erarbeiten", erklärt Franz Kehrer, Leiter der Mobilen Familien- und Pflegedienste. "Durch wohnortnahe Aktivitäten zur Gesundheitsförderung konnten wir eine gute Akzeptanz der Maßnahmen bei den MitarbeiterInnen erreichen. Zusätzlich arbeiten wir an Arbeitsbedingungen, die es erlauben, länger und gesünder im mobilen Einsatz zu arbeiten. Mit den Bewegungs- und Ernährungsangeboten sollen nachhaltige Veränderungen angestrebt werden. Mit der Verleihung des Gütesiegels enden unsere Maßnahmen nicht, sie bestätigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind."
Hauskrankenpflege seit Oktober 2010 auch im Bezirk Kirchdorf - 14.02.11

- v.l: Michaela Hubinger, Kundin Else Pichler und Hauskrankenschwester Bettina Schuster.
Dreimal die Woche fährt Michaela Hubinger, die leitende Diplomkrankenschwester der Hauskrankenpflege der Caritas Kirchdorf zu einem 80-jährigen Mann, um ihm die Verbände an den Beinen zu wechseln. "Herr B. hat sich bei einem Sturz im Herbst des Vorjahres beide Unterschenkel schwer verletzt. Die Wundheilung verlief sehr langsam, nach monatelanger Betreuung durch die Hauskrankenpflege ist jetzt langsam ein Ende in Sicht und die Wunden sind verheilt", erklärt die Caritas-Mitarbeiterin. Seit Oktober 2010 ergänzt die Hauskrankenpflege das Angebot der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas im Bezirk Kirchdorf. Derzeit führen zwei Diplomkrankenschwestern medizinische und therapeutische Anordnungen des Arztes bei den Menschen in ihren eigenen vier Wänden durch. "Wir von der Hauskrankenpflege kommen zu den pflegebedürftigen Menschen ins Haus und verabreichen zum Beispiel nach Anweisung des Arztes Medikamente oder legen Wundverbände und Bandagen an. Weiters verabreichen wir auch Injektionen oder führen Sondenernährung durch. Zudem bieten wir Lasertherapie an, um die Wundheilung zu verbessern", erklärt Michaela Hubinger das Aufgabengebiet. Die Hauskrankenpflege kommt je nach Bedarf täglich oder auch in längeren Intervallen zu den PatientInnen ins Haus. Der persönliche Kontakt zu den Betreuten steht im Vordergrund "Da wir unsere KundInnen, die vielfach auch durch unser Alten- und Heimhilfeteam unterstützt werden, oft mehrere Monate oder auch Jahre zu Hause betreuen, entsteht ein Naheverhältnis und der persönliche Kontakt zu den Betreuten und auch ihren Angehörigen steht im Vordergrund", so Hubinger. Von den Kosten her ist die Hauskrankenpflege sozial gestaffelt. Die Höhe der finanziellen Leistung richtet sich nach dem Familiennettoeinkommen der zu betreuenden Person. Das Einsatzgebiet der Hauskrankenpflege der Caritas im Bezirk Kirchdorf umfasst den Sozialsprengel Kirchdorf (Pettenbach, Inzersdorf, Schlierbach, Oberschlierbach, Micheldorf, Steinbach/Ziehberg, Klaus, Nußbach, Kirchdorf) und den Sozialsprengel Grünburg (Steinbach/Steyr, Molln, Grünburg).
Erster Pflegeentlastungsdienst gestartet - 07.02.11

- Braucht ein pflegender Angehöriger einmal ein paar Stunden Auszeit, übernehmen MitarbeiterInnen der Caritas die Betreuung.
Da ist der Mann, der seine an Demenz erkrankte Frau pflegt und wieder einmal schwimmen gehen möchte. Für eine Frau, die ihren Mann nach einem Schlaganfall rund um die Uhr pflegt, ist jedes Mal ein großer organisatorischer Aufwand nötig, wenn sie selber zum Arzt gehen muss. Pflegende Angehörige leisten in der Betreuung von Familienmitgliedern unverzichtbare und wertvolle Dienste. Doch immer wieder gibt es Situationen, in denen diese Betreuung in der Familie auf Grenzen stößt. Besonders dann, wenn Angehörige in der Betreuungssituation praktisch rund um die Uhr im Einsatz sind und das Verlassen des Hauses bzw. der Wohnung kaum noch möglich ist. Um jene Menschen ein wenig zu entlasten, starten der Sozialhilfeverband Steyr-Land und das Oö. Sozialressort gemeinsam mit der Caritas für Betreuung und Pflege den Pflegeentlastungsdienst. "Die Entlastung von pflegenden Angehörigen ist eine der zentralsten Zielsetzungen in Sachen Pflege und Betreuung. Wir wollen diesen Personen wieder eine mehrstündige Auszeit ermöglichen, damit sie sich von ihrem schweren Alltag erholen können. Deshalb übernehmen wir auch einen Großteil der Kosten dieses Projektes", so Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl.
Zusätzliches Angebot zu Mobilen Pflegediensten der Caritas und 24-Stunden-Betreuung
Mit dem Pflegeentlastungsdienst soll eine Lücke in der Mobilen Betreuung und Pflege geschlossen werden. "Mit diesem oberösterreichweit einzigartigen Angebot möchten wir pflegenden Angehörigen dort unter die Arme greifen, wo sie am meisten Unterstützung benötigen: in der punktuellen Übernahme von Pflege- und Betreuungsleistungen, die über das Ausmaß von zwei Stunden am Tag hinaus gehen. Dadurch haben sie die Möglichkeit, das Haus für verschiedene Erledigungen oder um sich einfach einmal ein paar Stunden eine Auszeit zu gönnen, zu verlassen", erklärt die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Sabine Barth, Leiterin des Pilotprojektes seitens der Caritas. Denn bei diesem Modell können die MitarbeiterInnen der Caritas täglich in einem Ausmaß von drei bis 12 Stunden ins Haus kommen, während bisher nur die Möglichkeit der Betreuung von max. 2 Stunden täglich bestand.
Anmeldungen zeigen, dass Bedarf vorhanden ist
Schon in der zweiten Jännerwoche haben sich fünf KundInnen bei uns gemeldet, die den Pflegeentlastungsdienst in Anspruch nehmen werden. Das beweist, dass ein Bedarf vorhanden ist", erklärt die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Roswitha Neubauer, Koordinatorin Betreuung und Pflege vom Sozialhilfeverband Steyr-Land. "Als Obfrau des Sozialhilfeverbandes Steyr-Land bin ich sehr stolz, dass wir den BürgerInnen des Bezirkes dieses neue Angebot machen können. Damit können wir gezielt pflegende Angehörige entlasten und Unterstützung in belastenden Situationen leisten. Ich bedanke mich beim Land Oberösterreich für die finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes", freut sich Mag.a Cornelia Altreiter-Windsteiger, Bezirkshauptfrau vom Bezirk Steyr-Land.
Mehr als 80 Prozent der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen werden in OÖ zu Hause von ihren Angehörigen betreut. Pflegende Angehörige leisten einen äußerst wertvollen Beitrag in der Gesellschaft, sie gelangen aber mit der Betreuungsaufgabe oft bis an die Grenzen ihrer Kraft. Da ist es wichtig Angebote zu schaffen, um diese Menschen zu entlasten. "Es ist erfreulich, dass das Ressort von LH-Stv. Ackerl trotz Sparmaßnahmen in derartige zukunftsweisende Pilotprojekte investiert", sagt Franz Kehrer, Leiter der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas in OÖ.
Wer kann den Pflegeentlastungsdienst in Anspruch nehmen?
- Die Betreuung und Pflege der Angehörigen muss im Familienverband geschehen.
- Die betreute Person bezieht Pflegegeld der Stufen 4 bis 7 oder bei Demenzerkrankung Pflegestufe 1 bis 7.
- Der bzw. die pflegende Angehörige ist selbst erkrankt oder es steht eine sonstige unvermeidliche Abwesenheit bevor und auch zur Vermeidung von Überforderungssituationen.
- Der Einsatz wird von den KoordinatorInnen für Betreuung und Pflege des Sozialhilfeverbandes beauftragt.
In der Praxis sieht das so aus, dass sich pflegende Angehörige beim Sozialhilfeverband melden. Die Koordinatorin für Betreuung und Pflege beauftragt dann die MitarbeiterInnen von der Caritas. Die Einsätze werden durch die HeimhelferInnen oder FachsozialbetreuerInnen-Altenarbeit der Caritas für Betreuung und Pflege durchgeführt. Die Kosten für den Pflegentlastungsdienst sind nach Einkommen und Pflegegeldstufe gestaffelt und werden im Vorfeld genau bekannt gegeben. Der Mindesttarif beträgt 5 Euro pro Stunde, zuzüglich eines Zuschlages nach Pflegegeldstufe.
Bei einem Erfolg des Projektes ist eine Ausdehnung auf das gesamte Bundesland möglich.
Eröffnung des neuen Büros für den Caritas-Teamstützpunkt Haag/Hausruck - 26.01.11

- v.l.: Bürgermeister Haag/H. Ing. Konrad Binder, Margarete Kemptner, Regionalleiterin Mobile Familien- und Pflegedienste, Mayrhuber Berta, ehem. Einsatzleiterin, Josefine Mair, Geschäftsführerin Caritas für Betreuung und Pflege, Pauline Reichart, Teamleiterin Altenhilfe und Heimhilfe, Teamleiterin Ingeborg Cais , Teamleiterin Martina Zeininger, FSBA Marianne Seiringer, FSBA Ilse Huber, FSBA Elfi Stichlberger, Bezirkshauptmann Mag. Christoph Schweitzer MBA

- v.l.: Franz Kehrer, Leiter Mobile Familien- und Pflegedienste, Josefine Mair, Geschäftsführerin Caritas für Betreuung und Pflege, Margarete Kemptner, Regionalleiterin Mobile Familien- und Pflegedienste, Pauline Reichart, Teamleiterin Altenhilfe und Heimhilfe, Pfarrassistent Mag. Johannes Mairinger, Bezirkshauptmann Mag. Christoph Schweitzer, MBA
Seit 20 Jahren sind Caritas-MitarbeiterInnen in 23 Gemeinden des Bezirks Grieskirchen unterwegs zu älteren Menschen, um sie bei der Körperpflege sowie bei den täglichen Grundbedürfnissen zu unterstützen. Allein im Vorjahr leisteten die 50 MitarbeiterInnen im Bezirk Grieskirchen insgesamt 38.452 Betreuungsstunden bei 44.989 Hausbesuchen. Das ist eine Steigerung von 16,6% gegenüber dem Jahr 2009. Am 26. Jänner 2011 wurde nun das neue Büro für den Teamstützpunkt der Mobilen Pflegedienste der Caritas für Betreuung und Pflege in Haag am Hausruck feierlich eröffnet. Dieser Anlass wurde auch dazu genutzt, das 20-jährige Bestehen der Altenhilfe der Caritas im Bezirk Grieskirchen zu feiern.
Die zunehmende Bedeutung der Mobilen Pflegedienste zeigt sich auch im Wachstum des Teams Haag/H. War vor 20 Jahren nur eine Fachsozialbetreuerin Altenarbeit in Haag/H. im Einsatz, so sind es mittlerweile 22 Personen, die in einem Team aus Fachsozialbetreuerinnen, Heimhelferinnen und Hauskrankenschwestern in acht Gemeinden unterwegs sind. "Bisher durfte das Team für die notwendigen Dienstbesprechungen Räumlichkeiten im Sozialzentrum Haag benutzen. Zuletzt waren die räumlichen Ressourcen für das wachsende Team zu eng", erklärt Margarete Kemptner, die Regionalleiterin der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas. "Nun freue ich mich für das Team, dass es endlich über eigene Büroräumlichkeiten verfügen kann."
Anlässlich der Feier erzählten MitarbeiterInnen "Alltags’gschichten aus 20 Jahren Altenhilfe", die vor allem den unermüdlichen, engagierten und motivierten Einsatz der Caritas-MitarbeiterInnen zeigten. So wurde zum Beispiel eine Mitarbeiterin zur Lebensretterin einer Kundin, als diese in der Badewanne einen Schlaganfall erlitt. Die Motivation für ihre berufliche Tätigkeit bringt Caritasmitarbeiterin Karin Malzer so zum Ausdruck: "Ich freue mich, wenn ich den Menschen helfen kann und schätze ihre Einzigartigkeit. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man erwartet wird und spürt, wie dankbar die meisten Kunden sind, dass sie möglichst lange zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung leben können."
Fachsozialbetreuerin öffnete 20 Jahre lang unzählige Türen und Herzen - 13.12.10

- Ilse Huber mit Kundin Maria Jedinger
Seit nunmehr 20 Jahren sind Caritasmitarbeiterinnen im Bezirk Grieskirchen mobil zu ihren KundInnen unterwegs. Bei 271.000 Hausbesuchen wurden insgesamt mehr als 3.300 KundInnen über 204.000 Stunden betreut. Ilse Huber ist von Beginn an dabei. In der Mobilen Altenhilfe der Caritas für Betreuung und Pflege unterstützt sie ältere Menschen in ihrem Alltag und ermöglicht ihnen, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können.
"Eigentlich wollte ich immer Krankenschwester werden, aber meine Eltern meinten, dass ich mit 17 Jahren die Schule verlassen und Geld verdienen solle", erzählt die 58-Jährige.Sie heiratete und kümmerte sich um die Familie. Nach der Scheidung im Jahr 1983 fühlte sie sich oft einsam. Dabei stellte sie fest, dass es älteren Menschen oftmals genauso ergeht. Deshalb begann sie in der Pfarre Haag ehrenamtlich ältere Menschen zu besuchen und ihnen Zeit zu schenken. 1989 trat dann der damalige Pfarrer Rupert Rosner an sie heran und ermutigte sie, in die Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin Altenarbeit einzusteigen. Auf diese Weise begann sie einen neuen Beruf und absolvierte gleichzeitig die Ausbildung.
Zu dieser Zeit besaß Frau Huber kein Auto, weshalb sie zu ihren KundInnen radelte. Eine Wegstrecke von 20 km war dabei keine Seltenheit! "Ich habe meinen Traumberuf gefunden. Oft dachte ich, dass es keinen glücklicheren Menschen als mich geben könne", schildert Frau Huber begeistert. "Ich konnte erfahren, dass ich das Leben von anderen Menschen erleichtern kann, und die Dankbarkeit, die mir entgegen gebracht wird, macht mich glücklich."
Vor 20 Jahren war Ilse Huber die einzige Mitarbeiterin in Haag, begonnen hat sie mit 2 KundInnen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit war immer Pflege und Mobilisation. Besonders gut erinnert sie sich an eine Kundin, die immer sehr gerne Näharbeiten erledigt hatte, ihre rechte Hand aber nicht mehr öffnen konnte. Im Zuge der Betreuung nahm Ilse Huber Wolle und Häkelnadel mit und half ihr, die Häkelnadel in die geschlossene Hand zu stecken. Von diesem Zeitpunkt an häkelte die ältere Frau sehr viel. "Jetzt habe ich wieder Freude und Lebenssinn." Mit diesen Worten brachte die Kundin ihre Dankbarkeit zum Ausdruck.
Sehr rasch wurden aus zwei KundInnen mehr. Heute besteht das Haager Team der Altenhilfe neben der Teamleiterin aus 11 Fachsozialbetreuerinnen Altenarbeit, 5 Hauskrankenschwestern und 5 Heimhelferinnen. Caritas-Mitarbeiterin Ilse Huber betreut 15 KundInnen pro Woche bei einer Anstellung von 27,5 Wochenstunden. Insgesamt hat sie in diesen 20 Jahren mehr als 250 KundInnen begleitet, wobei die längste Betreuungszeit 10 Jahre andauerte. Da Ilse Huber auch die Begleitung bis zuletzt sehr wichtig ist, absolvierte sie eine Ausbildung in der Sterbe- und Hospizarbeit. "Es ist ein Geschenk, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten" ,so die Caritasmitarbeiterin. Oftmals stand sie auch an Wochenenden ehrenamtlich bis zuletzt ihren KundInnen bei. "Manches ist nur ehrenamtlich zu leisten, trotzdem ist dem erhöhten Betreuungsaufwand von Sterbenden auch in der bezahlten Arbeit Rechnung zu tragen. Schließlich geht es hier auch um die Betreuung und Unterstützung der Angehörigen." weiß Ilse Huber.
Eine Motivation für ihre Arbeit war für Frau Huber ihr christlicher Glaube, zusammengefasst in einem Motto von Mutter Theresa: "Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist."
Mit Ende des Jahres 2010 geht die engagierte Caritasmitarbeiterin in Pension. Ihre Liebe zum Sozialbetreuungsberuf wird sie aber weiterhin begleiten: Denn ihre zwei Töchter arbeiten beide in einem Beruf bei der Caritas, eine als Hauskrankenschwester, eine als Kindergartenpädagogin.
Und auch Ilse Huber selbst wird weiterhin für Menschen da sein. So überlegt sie, einen ehrenamtlichen Besuchsdienst im häuslichen Bereich aufzubauen. "Denn wenn man nach 20 Jahren noch sagen kann, ich würde diesen Beruf sofort wieder ergreifen, dann ist das eine große Freude", stellt Frau Huber zum Abschluss fest.
Eines möchte sie der Caritas, allen Sozialorganisationen und der Politik noch mit auf den Weg geben: "Im Mittelpunkt steht der Mensch - er besteht aus Körper, Seele und Geist. Deshalb ist es wichtig, dass gerade in der mobilen Betreuung nicht nur die körperliche Pflege gesehen wird, sondern auch der soziale Kontakt mit Zuhören und Gespräch Teil der Betreuung ist."
Stricken ist in - vor allem wenn es für den guten Zweck ist (02.11.2010)

- Die 9 Caritas-Mitarbeiterinnen mit ihren fertig gestrickten Wollmützen.
Mit Begeisterung haben die Mitarbeiterinnen des Familienhilfeteam der Region Gmunden und Vöcklabruck nach einer Dienstbesprechung Wolle und Stricknadeln in die Hand genommen. Zuvor waren zu Hause alle auffindbaren Wollreste zusammengesucht und eingepackt worden. Auch ungeübte Strickerinnen schafften ihr Mützchen oder machten "Doindal" (Bommel) für alle anderen. Das Team der Langzeithilfe folgte dem Beispiel, und auch im Büro der Regionalleitung schlossen sich einige an. Angehörige wurden ebenfalls eingebunden. So sind 310 kleine Wollmützchen entstanden!
Inzwischen wurden die Mützchen an die Firma "innocent" in Salzburg geschickt. Die setzt ihren Smoothie-Flaschen nun bei BILLA und Merkur die kleinen Wollmützchen auf und spendet für jedes verkaufte Exemplar 20 Cent an die Caritas, die damit ältere Menschen in Not unterstützt.
15 Jahre unterwegs zu Menschen - 28.10.10

- Seit vier Jahren betreut Marianne Mayr (r.) die 80-jährige Frau S.
Mehr als 10.400 Stunden bei über 4.700 Hausbesuchen verbrachte die Fachsozialbetreuerin in der Altenarbeit Marianne Mayr in den letzten 15 Jahren bei ihren KundInnen. So lange übt die gebürtige Gutauerin ihren Traumberuf in den Mobilen Pflegediensten der Caritas für Betreuung und Pflege aus. Dabei unterstützt sie ältere Menschen in ihrem Alltag und ermöglicht ihnen, so lange wie möglich zu Hause zu leben.
Die rasante Entwicklung und die zunehmende Bedeutung der Mobilen Pflegedienste hat Marianne Mayr spürbar miterlebt. "Nachdem ich bei einer Kollegin mitgefahren bin und mir angeschaut habe, ob mir dieser Beruf gefallen könnte, habe ich im April 1995 meine Tätigkeit bei den Mobilen Pflegediensten der Caritas begonnen. Ein halbes Jahr später habe ich berufsbegleitend mit der Ausbildung gestartet", erinnert sich Mayr. Die ausgebildete Näherin begann nach der Kinderpause für zehn Wochenstunden in diesem, für sie völlig neuen Berufsfeld, zu arbeiten und betreute damals zwischen drei und fünf KundInnen. Heute ist sie mit 25 Stunden angestellt und ist gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen für die Betreuung von 23 KundInnen im Gemeindegebiet von Gutau zuständig. Insgesamt hat sie in den 15 Jahren bei den Mobilen Pflegediensten der Caritas bereits 113 KundInnen betreut, zu einer 97-jährigen Frau kommt sie bereits seit ihren Anfängen
Auch nach 15 Jahren noch Freude an der Arbeit
"Auch nach 15 Jahren habe ich noch große Freude an dieser Arbeit, denn man bekommt so viel Dankbarkeit zurück," erzählt die 48-Jährige begeistert. Dass sie in ihrem Heimatort arbeitet und die Menschen kennt, zu denen sie fährt, ist ein weiterer Pluspunkt für sie. Denn zu Beginn einer Betreuung ist die Hemmschwelle doch etwas größer. Aber bereits nach wenigen Malen siegt die Vertrautheit und die KundInnen freuen sich sehr auf ihren Besuch. "Zu sehen, wie sich die Menschen freuen, wenn ich zu ihnen komme, das ist mein täglich Brot. Für manche bin ich die einzige Person am Tag, zu der sie einen persönlichen Kontakt haben", fügt Mayr hinzu. "Und das ist das Schöne an diesem Beruf als Fachsozialbetreuerin in der Altenarbeit ist, dass es eine sinnvolle Tätigkeit ist, denn die Menschen brauchen uns wirklich. Dabei sind neben der Körperpflege und Unterstützung im Alltag vor allem auch die Gespräche enorm wichtig."
Seit vier Jahren betreut Marianne Mayr die heute 80-jährige Frau S. (siehe Foto). Sie hat Probleme mit ihrem Kniegelenk und sitzt deshalb im Rollstuhl. Sie wohnt gemeinsam mit ihrem Enkel und dessen Familie in einem Haus. "Zu Frau S. komme ich drei Mal die Woche - und sie freut sich von einem aufs andere Mal auf meinen Besuch. Ihre Frohnatur und ihr Humor sind bemerkenswert." schmunzelt Mayr.
Über allem steht eine gute Vertrauensbasis von KundInnen und Angehörigen
Auf die Frage, was es braucht, damit der Beruf in der Altenarbeit zum Traumberuf wird, antwortet Mayr: "Man braucht ein gutes Gespür für Menschen. Man muss auch den Spagat schaffen zwischen der Erfüllung bzw. des Respektierens der Wünsche unserer KundInnen und jener der Angehörigen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber genau das macht den Beruf so spannend. Über allem steht die gute Vertrauensbasis von den KundInnen und den Angehörigen. Ich bin sehr dankbar, dass mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird." Auch der Gutauer Bürgermeister bedankt sich bei Frau Mayr immer wieder für ihre wertvolle Arbeit, was die Mitarbeiterin der Caritas sehr freut.
"Das Zeitschenken ist für mich selbst eine große Bereicherung" - 28.09.2010
Engagierte Menschen für Besuchsdienst der Caritas für Betreuung und Pflege in St. Georgen an der Gusen gesucht.
Unter dem Motto "Zeit für Menschen" haben die Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas in Oberösterreich einen Besuchsdienst für ältere Menschen ins Leben gerufen. Es geht darum, ein wenig "Sonne" und Leben in den Alltag zu bringen - sei es durch gemeinsame Gespräche, Spaziergänge, Einkaufsfahrten oder kleinere Unternehmungen wie zum Beispiel Kaffeehausbesuche. 2009 besuchten sieben freiwillige MitarbeiterInnen des Caritas Besuchsdienstes St. Georgen an der Gusen zehn Menschen in ihrem Zuhause und schenkten ihnen regelmäßig ein paar Stunden ihrer Zeit. Der Bedarf wäre allerdings viel größer.
Hedwig Kaspar ist eine der freiwilligen Mitarbeiterinnen des Caritas-Besuchsdienstes für ältere Menschen. Die Familienhelferin aus Abwinden machte mit 48 Jahren die Ausbildung zur Altenhelferin und arbeitete bis zu ihrer Pensionierung bei den Mobilen Familien- und Pflegediensten der Caritas. Seit etwa zwei Jahren bringt sie durch ihre Besuche ein wenig Sonne und Leben in den Alltag der älteren Menschen, meist durch Gespräche und gemeinsame Spiele. Seit Herbst 2009 besucht sie einmal wöchentlich den 83-jährigen Bruno Voggenberger, einen Kunden des Alten- und Heimhilfeteams St. Georgen/Gusen der Caritas. "Am liebsten spielen wir ‚Fuchs und Henne’, denn da muss er auspassen und trainiert gleichzeitig sein Gehirn", schmunzelt die 69-Jährige. "Und daneben unterhalten wir uns. Das ist das Wichtigste."
Der Besuchsdienst bedeutet viel für Hedwig Kaspar. "Das Gebraucht-Werden ist ein schönes Gefühl. Ich gehöre wieder dazu und kann so gut es geht helfen. In meinem Beruf habe ich schon früher gesehen, dass die Einsamkeit der Menschen ein großes Problem ist, weil es die Großfamilie nicht mehr gibt. Nun aber habe ich die Zeit, die in der professionellen Pflege leider oftmals fehlt. Das Zeitschenken ist für mich selbst auch eine sehr große Bereicherung."
Wer sich in den Gemeinden St. Georgen/Gusen, Luftenstein, Langenstein und Katsdorf freiwillig für den Besuchsdienst engagieren möchte, ist herzlich willkommen.
Einmal die Woche besucht Hedwig Kaspar (r.) Bruno Voggenberger (l.) und schenkt ihm ein paar Stunden ihrer Zeit.
Information und Anmeldung für den Besuchsdienst:
Christel Hartl
Caritas für Betreuung und Pflege
Mobile Familien- und Pflegedienste
Teamleitung Altenhilfe und Heimhilfe
Linzerstraße 10
4222 St. Georgen an der Gusen
Tel.: 0676/8776 2563
www.mobiledienste.or.at
Drei Firmen finanzieren Dienstauto für Mobile Familien- und Pflegedienste der Caritas - 26.04.2010
In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der KundInnen der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas für Betreuung und Pflege verdoppelt. Allein im Vorjahr wurden 9373 KundInnen in 307.270 Haushalten in Oberösterreich von Caritas-MitarbeiterInnen betreut.
Gemeinsam finanzierten die OÖ Versicherung sowie die Firmen AVEG und MBI ein Dienstauto für die Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas Oberösterreich. "Wir bedanken uns sehr herzlich für dieses großartige Engagement der Unternehmen", so Josefine Mair und Herbert Brindl, die Geschäftsführer der Caritas für Betreuung und Pflege. Durchschnittlich 9000 Kilometer pro Jahr legen die MitarbeiterInnen der Familien- und Pflegedienste der Caritas Oberösterreich mit dem Dienstauto zurück. "Für unsere MitarbeiterInnen stellt das Auto ein wichtiges Arbeitsmittel dar. Sie sind bei jeder Witterung darauf angewiesen, die KundInnen pünktlich und sicher zu erreichen", betonte Franz Kehrer, Leiter der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas anlässlich der Autoübergabe.
Mobile Familien- und Pflegedienste der Caritas verzeichnen hohen Zuwachs an KundInnen
Wie wichtig die Mobilen Familien- und Pflegedienste sind, sieht man vor allem am großen KundInnenzuwachs: "Allein in den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der KundInnen verdoppelt", erklärt Kehrer. Im Vorjahr wurden von den Mobilen Familien- und Pflegediensten der Caritas Oberösterreich insgesamt 9373 KundInnen in 307.270 Hausbesuchen betreut. Das machte die Anschaffung von acht neuen Dienstautos notwendig. Insgesamt sind bei den Mobilen Familien- und Pflegediensten der Caritas in ganz Oberösterreich 39 Dienstautos unterwegs. Im vergangenen Jahr legten die 618 MitarbeiterInnen knapp über zwei Millionen Kilometer mit Privat
- und Dienstautos zurück.
"Mein Besuch ist für sie der Lichtblick der Woche" (22.03.10)

- Marliese Radl (links) zu Besuch bei Hedwig Hindinger
Unter dem Motto "Zeit für Menschen" haben die Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden im Vorjahr einen Besuchsdienst für ältere Menschen ins Leben gerufen. Derzeit besuchen neun freiwillige MitarbeiterInnen 24 Menschen in ihrem Zuhause und schenken ihnen ein paar Stunden ihrer Zeit. Es geht darum, ein wenig "Sonne" und Leben in den Alltag zu bringen - sei es durch gemeinsame Gespräche, Spaziergänge, Einkaufsfahrten oder kleinere Unternehmungen wie z.B. Kaffeehausbesuche. Oft können dadurch auch Angehörige, die Familienmitglieder zuhause pflegen, stundenweise ein wenig entlastet werden.
Marliese Radl aus Vöcklabruck ist eine der engagierten Ehrenamtlichen: "Ich besuche zwei ältere Damen, je einmal wöchentlich. Dabei merke ich, dass es für sie der Lichtblick in der Woche ist, wenn ich komme. Z.B. wartet eine der Damen schon immer am Fenster, winkt und freut sich." Es sei nicht nur ein "Geben", sondern auch ein "Bekommen", so Radl: "Die Damen teilen sich gerne mit, und so ist das persönlich eine Bereichung, z.B. an Lebensweisheiten. Man bekommt durch sie neue Sichtweisen." Hedwig Hindinger aus Regau ist eine der "besuchten Damen" von Marliese Radl: "Ich nehme den Besuchsdienst seit August in Anspruch. Mir sind die Besuche viel wert, denn dadurch habe ich jemanden, mit dem ich reden kann. Sonst bin ich ohnehin immer alleine, und da freue ich mich über den Besuch einmal pro Woche. Frau Radl und ich verstehen uns sehr gut und wir unterhalten uns sehr gerne übers Kochen und über persönliche Einschnitte in meinem früheren Leben."
Ähnlich sieht das auch Besuchsdienst-Mitarbeiter Franz Buchegger aus Vöcklabruck: "Zum Teil sind die älteren Menschen doch deprimiert, und da ist es schön zu sehen, dass ich ihnen eine Freude gemacht habe. Ich gehe dann jedes Mal sehr froh und zufrieden wieder weg. Es ist ein gegenseitiges Schenken - ich schenke ihnen Zeit, und sie schenken mir Freude. Das empfinde ich als wohltuend."
Das "Programm" bei den Besuchen sei sehr unterschiedlich - je nach Wunsch der Besuchten: "Wenn sie selbst nicht mehr sehr mobil sind, lese ich ihnen Gedichte vor oder wir spielen Spiele. Eine Dame will mit mir immer auf den Friedhof fahren, und für eine weitere gehe ich einkaufen."
Gertrude Obermair aus St. Konrad (Bezirk Gmunden) hat sich zum Besuchsdienst entschlossen, weil sie in Pension ist: "Ich habe genügend freie Zeit, die ich für andere nutzen wollte." Einmal pro Woche besucht sie eine 86 Jahre alte Dame: "Da die Frau bettlägerig ist, können wir nicht viel unternehmen. Meistens bringe ich Kuchen und wir trinken einen Kaffee und reden. Im Frühjahr will ich versuchen, sie in den Rollstuhl zu setzen und mit ihr hinauszugehen. Das wird für sie sicherlich auch schön sein, nach dem Winter, in dem sie immer in der Wohnung war, in die Natur zu kommen, wo die Blumen blühen."
"Ich freue mich, dass der Besuchsdienst so positiv angelaufen ist und sich Menschen gefunden haben, die sich gerne für andere engagieren", so Elisabeth Kienesberger, Regionalleiterin der Mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas in der Region Vöcklabruck und Gmunden. "Mir wird immer wieder rückgemeldet, dass der Dienst für beide Seiten ein Gewinn ist: an sozialen Kontakten, Lebensfreude und Menschlichkeit." Den freiwilligen MitarbeiterInnen werden fachliche Begleitung und Unterstützung in Form von Reflexionsgesprächen und Weiterbildungen angeboten. Kürzlich haben alle Besuchsdienst-MitarbeiterInnen eine Seminarreihe der RegionalCaritas absolviert, in der Referentinnen aus dem Pflegedienst, der Familienberatung sowie der Kommunikation Tipps und Ratschläge für den Umgang mit älteren Menschen gaben.
Wer sich selbst auch freiwillig für den Besuchsdienst engagieren möchte, ist jederzeit herzlich willkommen!
Kontakt:
Caritas für Betreuung und Pflege
Mobile Familien- und Pflegedienste
Regionalleitung
Druckereistraße 4
4810 Gmunden
Telefon: 07612/90820
Telefax: 07612/90820-2586
Unterstützung, die trotz Schnee nicht stecken bleibt

- Teamleiterin Karoline Ecker
Die mobilen Familien- und Pflegedienste der Caritas vollbringen in den Wintermonaten oft wahre Wunder, um zu ihren KundInnen zu kommen
Kurz nach fünf Uhr früh verlässt Karoline Ecker, Teamleiterin der Altenhilfe der Caritas für Betreuung und Pflege in Pregarten ihr zu Hause nahe Ried in der Riedmark. Von dort aus pendelt sie täglich rund 9 Kilometer nach Pregarten in ihr Büro und wieder zurück - eine Herausforderung bei diesen winterlichen Fahrverhältnissen. Erst wenn der steile Berg bis zur Bundesstraße geschafft ist, ist an die Betreuungen des Tages zu denken. Kurz vor sechs Uhr kommt Ecker schließlich in Pregarten an und holt sich die Schlüssel für die Wohnungen ihrer KundInnen: Das sind in ihrem Fall ältere Menschen, die in ihrer Mobilität oft eingeschränkt und auf Hilfe angewiesen sind. Mit Unterstützung der mobilen FachsozialbetreuerInnen der Caritas können sie dennoch in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Hilfe bei der Körperpflege und Unterstützung bei den täglichen Grundbedürfnissen, Betreuung und Beratung in sozialen Problemlagen sind Teil des Aufgabenfeldes.
Als nächstes gilt es, das Dienstauto vom Schnee zu befreien, nach einer weiteren halben Stunde macht sich Karoline Ecker auf zu den ersten KundInnen. Bis ca. sieben Uhr geht es halbwegs voran, zwar langsam, aber noch fährt das Auto auf den tief verschneiten Straßen - zur Not müssen die 200- 300 Meter zum ersten Haus zu Fuß zurückgelegt werden - denn die letzten Steigungen sind nicht befahrbar.
Jetzt hat rund um Pregarten der morgendliche Frühverkehr eingesetzt, bei dem Schneefall der letzten Tage eine zusätzliche Belastung für die Straßen - nichts geht mehr.
Eckers Handy läutet an solchen Tagen Sturm. Die Mitarbeiterin aus Bad Zell kommt genauso wenig weiter wie jene aus Unterweitersdorf. Flexibilität ist nun gefragt: Ecker verständigt die KundInnen und entschuldigt sich für die Verspätungen: "Dort wo wir normalerweise um acht Uhr mit der Betreuung starten, können wir heute erst viel später beginnen", so Ecker. "Die KundInnen haben aber meist großes Verständnis. Sie freuen sich sogar, dass wir es schließlich doch noch geschafft haben, zu ihnen zu kommen."
Karoline Ecker ist im heurigen Winter schon eine wahre Meisterin im "Dienste-Jonglieren". Ihre Mitarbeiterinnen melden sich und sagen, wo sie gerade "stecken" geblieben sind. Sie übernehmen dann die KundInnen, die sich dort im Umkreis befinden. Andere Mitarbeiterinnen kümmern sich wiederum um deren Dienste.
Manchmal brauchen die Helferinnen Unterstützung, weil gar nichts mehr geht. In so einem Notfall können die Altenhelferinnen in Gutau sogar die Gemeindebediensteten anrufen und der Schneepflug schaufelt uns wieder frei. Wir setzen alles daran, trotz der winterlichen Verhältnisse, unsere KundInnen bestmöglich zu versorgen."
Die 12 Caritas-Mitarbeiterinnen des Alten- und Heimhilfeteams Pregarten versorgen derzeit 70 KundInnen.
Wir gratulieren! (12.2.2009)
Unter dem Motto "Schwarz auf weiß" fand am Freitag, 12. Februar 2010 die Diplomfeier des ersten Lehrgangs für Altenarbeit am Linzer Ausbildungszentrum für Sozialbetreuungsberufe der Caritas für Betreuung und Pflege statt. 19 Studierende bekamen die ersten Diplome als SozialbetreuerInnen/Altenarbeit überreicht. Und darauf steht es auch "schwarz auf weiß": Nach drei Semestern intensiver Studienzeit, Praktika und der Diplomprüfung haben sie es geschafft und können nun den Titel DiplomsozialbetreuerInnen/Altenarbeit führen
Eine der AbsolventInnen, die mit Auszeichnung diplomierte, ist Isabella Probst, Mitarbeiterin im Alten- und Heimhilfeteam in Puchenau: "Die Ausbildung war für mich auf jeden Fall ein Gewinn: Ich habe mich nicht nur in meinen fachlichen, sondern auch in meinen sozialen Kompetenzen weiterentwickelt. In der Sozialbetreuung alter Menschen ist es sehr wichtig, nicht nur Krankheitsbilder zu sehen, sondern den ganzen Menschen", so Probst. "In der intensiven eineinhalbjährigen Ausbildung habe ich umfangreiches Wissen erlangt, das ich nun so gut wie möglich in meine Arbeit integrieren möchte."
Pflegedienstleiterin Franziska Gaigg und Regionalleiterin Elfriede Eidenberger gratulierten Isabella Probst anlässlich der Diplomfeier sehr herzlich.
Meine Arbeit in der Altenarbeit ist eine sehr erfüllende Aufgabe (1.2.2010)
Christa Kurzwernhart ist seit 1993 als Fachsozialbetreuerin in der Altenarbeit beschäftigt. Sie erzählt, warum sie ihren Beruf so gerne ausübt:
"Die Betreuungsaufgaben im Rahmen der Mobilen Familien- und Pflegedienste sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Die Planung unserer Einsätze erfolgt im Büro der Teamleitung Altenhilfe und Heimhilfe. Von hier holen wir am Morgen z.B. auch die Schlüssel unserer KundInnen ab und bringen sie nach dem Dienst wieder zurück.
Unsere Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, da wir neben unseren regelmäßigen Einsätzen auch immer wieder Vertretungseinsätze haben. Man muss also recht flexibel sein und sich auf neue Betreuungssituationen und unbekannte Menschen rasch einstellen können. Wir unterstützen die KundInnen hauptsächlich bei der Körperpflege, erinnern sie an die Medikamenteneinnahme und sind bei der Haushaltsführung behilflich (z.B. Einkäufe erledigen). Wir achten auch darauf, dass das soziale Netz der KundInnen aufrecht bleibt und motivieren sie zu außerhäuslichen Aktivitäten (z.B. den Besuch eines Tageszentrums, Seniorenclubs, etc.)
Für mich ist das größte Plus an diesem Sozialberuf die relative Selbständigkeit bei der Arbeit. Man muss auch bereit sein, Verantwortung für die zu Betreuenden zu übernehmen, da wir oft die einzigen Kontaktpersonen für die KundInnen sind. Wer also lieber im Team arbeitet, der/die ist besser im stationären Bereich aufgehoben.
Mit den KollegInnen haben wir beim Schlüsselholen Kontakt oder über’s Diensthandy. Auch bei den 14tägigen Dienstbesprechungen und Supervisionen haben wir Gelegenheit, über eventuell aufgetretene Probleme und schwierige Betreuungssituationen zu sprechen.
Vielfach machen auch die verschiedenen Wohnsituationen (z.B. winzige Bäder) unsere Arbeit etwas schwierig. Diese Herausforderungen machen unsere Arbeit aber auch so spannend.
Selbst nach langjähriger Ausübung meines Berufs kann ich mich nicht erinnern, dass mir jemals "langweilig" geworden wäre. Routine im Sinn von ständiger Wiederholung gibt es in den Mobilen Familien- und Pflegediensten kaum, da die KundInnen- und Betreuungssituationen ständig wechseln.
Alles in allem ist der Beruf als Fachsozialbetreuerin in der Altenarbeit in den Mobilen Familien- und Pflegediensten eine sehr fordernde, aber auch erfüllende Aufgabe, die auf keinen Fall eintönig wird."
Mobile Familien- und Pflegedienste
Hafnerstraße 28
4020 Linz
Tel. 0732/7610 - 2411
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