Einblicke

Einblicke - Das Leben im Seniorenwohnhaus St. Bernhard

Viel Spaß haben die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule St. Aegidi bei ihren wöchentlichen Besuchen im Caritas-Seniorenwohnhaus St. Bernhard.

Jugendliche als Stammgäste im Seniorenwohnhaus (30.03.2012)

Im Caritas-Seniorenwohnhaus St. Bernhard in Engelhartszell treffen Alt und Jung zusammen. Jede Woche besuchen SchülerInnen einer Hauptschule die älteren Menschen - und das seit zehn Jahren.

Kaum betreten sechs junge Mädchen und Burschen der Hauptschule St. Aegidi den Wohnraum im Caritas-Seniorenwohnhaus St. Bernhard, fangen die Gesichter der SeniorInnen an zu strahlen. "Hallo" und "Griaß di" tönt es aus allen Ecken. Der Besuch der Jugendlichen ist schon ein fixer Bestandteil im wöchentlichen Terminkalender der BewohnerInnen  - und das seit nunmehr zehn Jahren. Jede Woche kommt eine andere Gruppe ins Seniorenwohnhaus der Caritas für Betreuung und Pflege und verbringt dort einige Stunden. Beim gemeinsamen Spielen dauert es nicht lange, bis der Raum vom Lachen der alten und jungen Menschen erfüllt ist. "Wir könnten unsere BewohnerInnen niemals zu so einem unbeschwerten Spielen motivieren wie die HauptschülerInnen", schmunzelt Heimleiterin Mag.a Roswitha Reisinger. In der Tat lassen sich die SeniorInnen leicht von der unbekümmerten Jugend mitreißen.

Geschichten von früher

Bei den regelmäßigen Treffen wird nicht nur gespielt. Manchmal packen die Jugendlichen auch die Gitarre aus und singen gemeinsam Lieder. Und wenn das Wetter passt, gehen Jung und Alt gemeinsam spazieren. "Wenn wir der Donau entlang gehen, erzählen die alten Menschen oft, wie es früher war. Das finde ich sehr spannend, weil man dabei viel lernen kann", meint Jakob. Den Austausch mit der Jugend findet Roswitha Reisinger unbezahlbar. "Es ist etwas ganz Besonderes, dass diese Begegnungen zwischen den HauptschülerInnen aus St. Aegidi und unseren BwohnerInnen schon seit zehn Jahren stattfinden", betont sie.

Einschulung ins Alt-Sein

Für die Zeit, die die Jugendlichen herschenken, bekommen sie auch etwas vom Caritas-Seniorenwohnhaus zurück. Beim ersten Besuch erhalten sie eine kleine Einschulung. Die SchülerInnen lernen, wie man mit einem Rollstuhl umgeht, und erfahren dabei, wie es ist, selbst in einem zu sitzen. Und in der Zeit, die sie mit den BewohnerInnen verbringen, lernen sie noch viel mehr. Im Vorlesen sind sie schon Profis. "Die Geschichten dürfen nicht zu lang sein", weiß Lena aus Erfahrung. "Und wenn die SeniorInnen sich beim Vorlesen an frühere Zeiten erinnern, machen wir eine kurze Pause und lassen sie erzählen." Für die meisten der Jugendlichen ist es der erste Kontakt mit dem Sozialbereich. Manchen gefällt die Begegnung so gut, dass sie daraus einen Beruf machen möchten. So wie Anja, die im Vorjahr beim Besuchsdienst dabei war und nun einen sozialen Beruf anstrebt.

Berufsorientierung im Seniorenwohnhaus St.Bernhard und in der Langzeitbetreuung invita (16.09.2011)

Die Schüler der 4. Klasse Hauptschule St. Ägidi

22 Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse Hauptschule St. Ägidi besuchten am 16.9.2011 mit ihren Lehrerinnen das Seniorenwohnhaus St. Bernhard. Dabei stand für die SchülerInnen das Fach "Berufsorientierung" auf dem Lehrplan. Und welche Unterrichtsform wäre besser geeignet, um praktische Berufsfelder zu etndecken als eine Exkursion? 

Die Standortleiterin Mag.a Roswitha Reisinger stellte den jungen BesucherInnen den invita Standort Engelhartszell vor. Besonders beeindruckt waren die SchülerInnen von den vielen kreativen Künsten, welche von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Fähigkeitsorientierten Aktivität hergestellt werden. Auf Interesse stießen auch die Präsentationen von MitarbeiterInnen, welche ihre jeweiligen Berufe, z.B. Diplomierte SozialpädagogInnen, Fach-SozialbetreuerInnen, PflegehelferInnen, Diplomierte Gesundheits-  und Krankenschwester/-pfleger usw. vorstellten.
Besonders erfreulich ist, dass es für viele Schülerinnen und Schüler nicht bei diesem einmaliger Besuch in Engelahrtszelle bleibt. Einige werden weiterhin als Freiwillige regelmäßig die BewohnerInnen des Seniorenwohnhauses St. Bernhard besuchen. Ein tolles Engagement der Jugendlichen!

Große Begeisterung bei ZirkusbesucherInnen (06.08.2011)

Am 6.8.2011 besuchten etwa 40 BewohnerInnen von invita am Standort Engelhartszell sowie BewohnerInnen des Seniorenwohnhauses St. Bernhard mit ihren BetreuerInnen die beeindruckende Zirkusvorstellung des kleinen Zirkusses, welcher in Engelhartszell gastierte.

"Die BewohnerInnen haben einen unbeschwerten Nachmittag mit dem kleinen, aber feinen Programm des Zirkusses genossen." erzählt Standortleiterin Mag.a Roswitha Reisinger begeistert. Besonders schön war es, dass der Zirkusdirektor die BesucherInnen in seine Vorstellung miteinbezog und so für viel Spaß und Staunen grantierte.

BewohnerInnen vom Caritas Seniorenwohnhaus St. Bernhard ernten Beeren und machen daraus köstliche Marmelade (11.08.2011)

Betreuerin und Bewohnerin beim Ernten

Sommerzeit ist Beerenzeit. Das gilt auch für die BewohnerInnen des Seniorenwohnhauses St. Bernhard der Caritas für Betreuung und Pflege in Engelhartszell. Der senioren- und demenzgerecht gestaltete Garten wurde vor wenigen Jahren angelegt und bepflanzt. Dazu wurden ausschließlich ungiftige und genießbare Blumen und Sträucher ausgewählt und zudem eine "Naschecke" mit Erdbeeren, Ribisel, Himbeeren und anderen Früchten gestaltet. Jetzt ist es endlich soweit und die Früchte und Beeren können geerntet werden.

"Für viele ältere Menschen haben die Natur und die Früchte des Gartens einen hohen Stellenwert. Mit unserem Garten möchten wir unseren BewohnerInnen bekannte Sinneserfahrungen durch Sehen, Angreifen, Riechen und Schmecken ermöglichen", erklärt Heimleiterin Mag.a Roswitha Reisinger. Der Garten ist so angelegt, dass laufend unterschiedliche Beeren und Früchte reifen. Momentan sind die Brombeeren an der Reihe. Eifrig pflücken die BewohnerInnen die süßen Beeren und kochen mit Unterstützung der MitarbeiterInnen Marmelade ein. "Mit Kaffee und frischem Gebäck genießen dann alle das köstliche Ergebnis. Dabei kommen viele Erinnerungen an frühere Erlebnisse auf - und somit wird auch ein Stück der Lebensgeschichte unserer BewohnerInnen sichtbar", so Reisinger.

Meine Arbeit in der Altenarbeit ist eine sehr erfüllende Aufgabe (02.08.2011)

Reinhard Ehgartner  ist seit 2009 als Fachsozialbetreuer in der Altenarbeit im Seniorenwohnhaus St. Bernhard beschäftigt. Sein ursprünglicher Beruf ist Schreiner. Er orientierte sich dann aber um und war als Heimhilfe in einem Seniorenwohnhaus tätig. Von 2004 bis 2007 absolvierte der heute 37-Jährige die Ausbildung zum Altenpfleger in Deutschland und ist seither in der Altenpflege tätig. Er erzählt, warum er seinen jetzigen Beruf so gerne ausübt:

"Ich habe die Ausbildung absolviert, weil ich für die älteren Leute da sein will. In meiner Tätigkeit genieße ich den persönlichen Kontakt zu den Menschen. Ich arbeite sehr gerne mit Menschen und möchte ihre Eigenheiten kennen lernen. Es kommt viel zurück von dem, was man gibt - viele schöne Momente ergeben sich im beruflichen Alltag.
Für mich ist es interessant, wenn unsere BewohnerInnen von ihrem Leben und ihrer Vergangenheit erzählen. Ihr Lächeln und der Ausdruck von Zufriedenheit erfüllen mich besonders.
Im Seniorenwohnhaus St. Bernhard gestalten wir Feste wie Geburtstags- und Weihnachtsfeiern sehr stimmungsvoll. Es hat mich besonders ergriffen, als voriges Jahr eine Bewohnerin Tränen  in ihren Augen hatte, weil sie sich so über ein Geschenk gefreut hatte."

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Seniorenwohnhaus St. Bernhard

St. Bernhard
Stiftstraße 8
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Tel. 07717/7840 - 0
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