Detail

Der Caritas-"Slow Food Garten Linz" trägt Früchte - 08.07.10

Schon früh am Morgen herrscht im Gemüsegarten in St. Elisabeth, einer Einrichtung der Caritas für Menschen mit Behinderungen am Froschberg in Linz, reges Treiben. Während Gülsüm und Daniel die Pflanzen gießen, ist Sabina mit dem Zupfen von Unkraut beschäftigt. Den Jugendlichen macht die Arbeit im Garten sichtlich Spaß. Im März dieses Jahres wurde der "Slow Food Linz Garten" angelegt. Bereits jetzt können die ersten Früchte und junges Gemüse geerntet werden. "Es ist schön, wenn man sieht, wie alles wächst und wenn man es dann ernten und in die Küche zum Verkochen weitergeben kann", freut sich Sabina und schneidet ein Salathäupl ab.

 Gartenprojekt als Teil der beruflichen Qualifizierung Jugendlicher
"Mit diesem Gartenprojekt, das ein Teil unserer beruflichen Qualifizierung ist, wollen wir die Geschmackserziehung der Jugendlichen fördern. Biologische und regionale Vielfalt gibt jungen Menschen die Möglichkeit, den natürlichen Lebensmittelkreislauf mitzuerleben - vom Säen und Pflegen bis hin zum Ernten und Verarbeiten", erklärt Projektentwicklerin Mag.
a (FH) Manuela Wegerer von der Caritas für Menschen mit Behinderungen. Fachliche Unterstützung erhielt die Caritas bei diesem Projekt von Fachleuten wie Biobäuerin Margit Lamm aus Allhaming, Biogärtner Matthias Weber sowie Mag. Philipp Braun, Leiter des Slow Food Convivum Linz/Mühlviertel und Manuela Schwabegger von Bio Austria Oberösterreich. "Weiters verfolgt die Caritas mit dem Gemüsegarten den Gedanken der Nachhaltigkeit und unterstützt die Philosophie von Slow Food, einer internationalen Non-Profit Organisation", so Wegerer.

 Im Teamwork werden Raritäten gepflanzt
"Neben den gängigen Gemüsesorten wie Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Lauch, Rüben, Kräuter und Salat werden auch Gemüseraritäten wie Kardonen, Zuckerwurzel oder Ochsenherzkarotten gepflanzt - alles natürlich bio", berichtet Roland Eberstaller, Betreuer der Jugendlichen in St. Elisabeth. Mindestens zwei bis drei Stunden am Tag verbringt er mit den Jugendlichen im Garten. Ein bis zwei Mal im Monat kommt Biogärtner Matthias Weber vorbei und die Fruchtfolge wird nachgepflanzt. "Einige der Jugendlichen arbeiten mit besonderer Begeisterung im Garten und haben sogar den Beruf GärtnerIn oder FloristIn ins Auge gefasst. Gefördert wird vor allem das Teamwork und unsere jungen GärtnerInnen lernen, woher das Obst und Gemüse kommt, wie es sich anfühlt und wann es wächst", so Eberstaller.  

Caritas lädt zu sechsgängigem Menü aus Gemüseraritäten ins Oberbank Donau Forum Linz
Die geernteten Schätze aus dem "Slow Food Linz Garten" werden in der Lehrküche in St. Elisabeth zu Speisen verarbeitet. Am 30. September 2010 wird das Projekt "Slow Food Linz Garten" bei einem Dinner im Oberbank Donau-Forum in Linz erstmals auch einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Georg Friedl, Koch aus Leidenschaft und Initiator der Geschmacksschule sowie des Konzeptes "mühlvierteln" wird mit den Jugendlichen aus St. Elisabeth ein sechsgängiges Menü aus Gemüseraritäten kochen. Der Erlös aus diesem Dinner kommt dem Gartenprojekt in St Elisabeth zugute. Interessierte und Feinschmecker können bereit jetzt einen Platz für das Dinner reservieren:

 

Caritas für Menschen mit Behinderungen

Bettina Fröhlich
Telefon: 0732/797368-2831
E-Mail: bettina.froehlich@caritas-linz.at

 
Über St. Elisabeth
St. Elisabeth, ein Standort der Caritas für Menschen mit Behinderungen, widmet sich der Förderung von Jugendlichen mit Beeinträchtigungen. Ziel ist die Entwicklungsförderung, Berufsausbildung und Integration. Die Flächenausbildung umfasst Theorie und Außenpraktika in Kochen, Nähen, Wäschepflege, Reinigung, Holz- und Metallbearbeitung. Das neue Projekt "Slow Food Linz Garten" wurde im Frühjahr 2010 gestartet.

 

  • Seite drucken
  • Link versenden
  •                                                                         
  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • Delicious
  • Digg!