Mobiles Hospiz
In Geborgenheit Abschied nehmen dürfen
"Ich kann mich noch gut an Martins ersten Geburtstag erinnern. Er saß in einem Berg von raschelndem Geschenkpapier und strahlte", erzählt Ulrike Pribil, Leiterin des Mobilen Hospiz.
Kennen gelernt hat sie Martin auf der Neugeborenenstation - er war mit einer schweren genetischen Erkrankung, verbunden mit zahlreichen Organschädigungen zur Welt gekommen. Die Mutter wollte ihr Baby unbedingt nach Hause holen, obwohl sie wusste, dass Infekte, Operationen und langwierige Behandlungen die Familie sehr belasten würden. Die Diagnose, dass das eigene Kind unheilbar krank ist und eine sehr begrenzte Lebenserwartung hat, ist für die Eltern eine tiefe Erschütterung. Sie müssen realisieren, dass es keine auf Heilung ausgerichtete Therapie gibt.
In den letzten drei Jahren wurden insgesamt 10 Kinder und Jugendliche zwischen Neugeborenenalter und 16 Jahren mit schweren genetischen Erkrankungen, oftmals verbunden mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, sowie drei Kinder mit unheilbaren Krebserkrankungen vom Mobilen Hospiz betreut. Die Dauer und Form der Betreuungen war sehr unterschiedlich und reichte von Beratungsgesprächen bis hin zu umfassender Unterstützung über einen Zeitraum von fast zwei Jahren.
In vielen Fällen war es dadurch möglich, dass die Kinder dort sterben durften, wo sie sich geborgen fühlten, wo sie sich trotz aller Beschränkungen zu ganz besonderen Persönlichkeiten entwickelt hatten - zu Hause in den Armen ihrer Eltern. Die Hospizarbeit der Caritas wird derzeit zum Großteil mit Spenden finanziert. Den PatientInnen und Angehörigen entstehen keine Kosten.
Mit 80 Euro ermöglichen Sie einen Monat Begleitung für einen unheilbar kranken Menschen und seine Angehörigen.
Spenderbetreuung
Kapuzinerstraße 84
4020 Linz
Tel. 0732/7610-2040
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