Ein Dach über dem Kopf für wohnungslose Menschen

Ein Dach über dem Kopf für obdachlose Menschen

Foto: Pete Liedtke

Der Hartlauerhof in Asten, eine Einrichtung der Caritas für Menschen in Not, bietet 14 wohnungslosen Männern einen zeitlich begrenzten Wohn- und Lebensraum. Die Wohnungslosigkeit der Menschen, die in dieser Einrichtung leben, tritt jedoch selten allein auf. Sie ist meist Teil eines ganzen Bündels von Problemen - Arbeitslosigkeit, Schulden, Suchterkrankungen, psychische Beeinträchtigungen, mangelnder Selbstwert, fehlende Familie und  soziale Netzwerke.   Durch die erforderliche Unterstützung in verschiedenen Lebens- und Problem­bereichen (z.B. Schuldenregulierung, Arbeits- und Wohnungssuche), die zu größerer Eigenverantwortung und Selbständigkeit führen soll, wird den Bewohnern geholfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.   

Eine Werkstatt als "Balsam" für den Selbstwert der Bewohner.  

Mit der projekteigenen "Werkstatt für handwerklich kreative Produkte" schafft der Hartlauerhof darüber hinaus ein Betätigungsfeld, das den Bewohnern an­gepasst ist und deren Möglichkeiten und Talente fördert. Obwohl viele Männer keine abgeschlossene Ausbildung haben, bringen sie vielseitige handwerkliche Begabungen mit. In der Holz- und Metallwerkstatt ge­stalten sie kreative, funktionelle und originelle Holz- und Metall­skulpturen, Möbel aus Wildholz und Eisen­schrott, Schalen, Leuchter und anderes Nützliches für den Garten und das Haus. Diese Arbeit gibt ihnen die Möglichkeit, wieder Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu tanken - Dinge, die sie im Laufe ihres Lebens oft schon verloren hatten.  

Das Dach im Hartlauerhof muss dringend saniert werden  

Die Wohnqualität im Hartlauerhof in Asten ist stark beeinträchtigt vom Bauzustand des alten Vierkanthofes. Besonders in der kalten und nassen Jahreszeit tauchen immer wieder Feuchtigkeit und Schimmelbildungen in verschiedenen Räumen auf, die hauptsächlich auf die Dachschäden zurückzuführen sind. In starken Regen­zeiten tropft das Wasser von der Zimmerdecke. In der Tau- und Regenzeit im Februar mussten einige Bewohner in ihren Zimmern neben dem Bett und auf dem Tisch große Gefäße aufstellen, um das Wasser aufzufangen.  

Durch die Feuchtigkeit, die in die einzelnen Zimmer gelangt, mussten in den letzten Jahren auch oftmals chemische Mittel für Schimmel­befall an Wänden und Decken eingesetzt werden.  

"Beim nächsten Sturm müssen wir fürchten, dass unser Dach noch mehr beschädigt wird oder teilweise gar nicht mehr vorhanden ist", sagt Tina Hannerer, Leiterin des Hartlauerhofs. "Mit 60.000 Euro, die wir für die Dachsanierung aus Spenden benötigen, könnten wir die Lebensbedingungen für unsere Bewohner deutlich verbessern und uns wieder auf unsere Hauptaufgabe - die Arbeit mit den wohnungslosen Menschen - konzentrieren."

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Ein neues Dach für den Hartlauerhof

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Hartlauerhof in Asten

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