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Hilfe zur Selbsthilfe für 100 Bauernfamilien im Kongo

Hilfe zur Selbsthilfe für 100 Bauernfamilien im Kongo

v.l.n.r.: Maria Sauer (CNH), Wolfgang Laub (Siemens), Rudolf Hinterberger (CNH), Anneliese Ratzenböck, Susanne Hack (Caritas), Andreas Klauser (CNH), Franz Xaver Kumpfmüller (MIVA)

56.000 Euro sammelte Kommerzialrat Ing. Wolfgang Laub von Siemens OÖ im vergangenen Jahr für ein Caritas OÖ-Landwirtschaftsprojekt für arme Bauernfamilien in der D.R. Kongo. Das Land im Herzen Afrikas, dessen Bevölkerung Jahrzehnte von Krieg mit Millionen Opfern erleiden musste, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 80 Prozent der Bevölkerung leiden an Mangel- und Unterernährung, jedes 5. Kind stirbt in den ersten fünf Lebensjahren an den Folgen von Hunger und unzureichender medizinischer Versorgung.

Hier setzt das Projekt der Caritas Kinshasa an: 100 Bauernfamilien am Plateau Bateké, eine fruchtbare Region in der Nähe der Zehn-Millionen Hauptstadt Kinshasa, erhalten einen Mikrokredit von 150 Euro, den sie nach einem Jahr zurückzahlen müssen, damit er weiteren Familien zugute kommen kann. Damit können sie verbessertes Saatgut und Werkzeuge kaufen und größere Anbauflächen bearbeiten. Mit dem Ertrag aus der Ernte kann nicht nur die eigene Familie ernährt werden, ein Teil davon wird am Markt verkauft. Mit dem Erlös wird das Schulgeld der Kinder und deren medizinische Versorgung - die die Familien im Kongo selber tragen müssen - bezahlt. Außerdem wurde eine Dorfkassa eingerichtet, in die alle Familien monatlich kleine Beträge einzahlen, um besonders armen Familien, v.a. alleinerziehenden Müttern, zu helfen. So kann die Ernährung von 800 Menschen Plateau Bateké, darunter 600 Kinder, langfristig gesichert werden.

Dank des Traktors, den Kommerzialrat Wolfgang Laub von günstig von der Firma CNH in St. Valentin organisieren konnte, wird die mühevolle Feldarbeit, die besonders von Frauen erledigt wird, wesentlich erleichtert. "Mir ist es wichtig ein Projekt unterstützen, in dem die Menschen lernen auf eigenen Beinen zu stehen und für sich selbst zu sorgen. Denn wenn ihre Ernährung und die Ausbildung ihrer Kinder gesichert ist, dann haben sie eine Zukunft in ihrer eigenen Heimat und werden nicht zu Hungerflüchtlingen nach Europa," so Wolfgang Laub. Bei seiner Reise in den Kongo Anfang März wird sich der engagierte Projektpate mit eigenen Augen überzeugen können, wie sinnvoll und nachhaltig seine Unterstützung tatsächlich ist.

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