Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

1. Meeting Linz (Austria) 18. - 20. Dezember 2017

An unserem ersten Treffen der europäischen, strategischen Partnerschaft „Inclusive family education and support in the light of EU2020“ nahmen 18 Fachkräfte von sechs verschiedenen Organisationen aus sechs EU-Mitgliedsstaaten teil. Leider war es aus personellen Gründen für das Arbeits- und Sozialministerium des Landes NRW nicht möglich, am ersten Treffen teilzunehmen. Das Treffen fand vom 18. bis 20. Dezember 2017 in Linz (Österreich) statt und wurde ausgerichtet von der Caritas Oberösterreich. Die Anreise der Teilnehmende erfolgt bereits am 17. Dezember 2017, so dass wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen vorab kennenlernen konnten. Als Konferenz- und Arbeitssprache hatten wir uns im Vorfeld auf Englisch geeinigt.

Der Workshop startet am Montag mit einer Begrüßung durch die Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderung, Dr. Gertraud Assmann, und des von Seiten der Caritas Oberösterreich für unser Projekt Verantwortlichen Herbert Schustereder. Anschließend erläuterte Andreas Sellner, Koordinator des Erasmus+ Projekts beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, die Entwicklung des Projekts und die fachlichen Inhalte und Zielsetzungen.

Im Rahmen einer Vorstellungsrunde hatte jedes Projektmitglied die Möglichkeit, sich uns sein Arbeitsfeld kurz vorzustellen, ehe Ulrich Förster einen ausführlichen Überblick über Erasmus+ gab, um den Programmrahmen und den europäischen Kontext zu verdeutlichen.

Anschließend hatten alle beteiligten Organisationen die Gelegenheit, mit Blick auf die Thematik unserer strategischen Partnerschaft die soziale Situation von Familien in Ihrem Land sowie die Bildungsarbeit mit benachteiligten Familien zu präsentieren. Ziel dieser Präsentationen war es, allen Beteiligten einen Überblick über die unterschiedlichen Bedingungen in den jeweiligen Ländern im Kontext der Familienbildung zu vermitteln.

Am Nachmittag ging es dann vorrangig um die Zielsetzungen der strategischen Partnerschaft, die administrativen Rahmenbedingungen und ein gemeinsames Verständnis der jeweiligen Aufgaben. Vereinbart wurde unter anderem, dass die Partnerorganisationen in ihrer Organisation und ihrem Umfeld Familienforen als neue Form der Familienbildung entwickeln und erproben, ob dieser neue Ansatz zukünftig tragfähig ist und welche Bedingungen vor Ort dazu erfüllt sein müssen. Die geplante Projektwebsite wird durch die Partner der Caritas Oberösterreich in Zusammenarbeit mit Caritas Alba Iulia und Caritas Triest gestaltet. Die Erwartungen der einzelnen Beteiligten an Mitarbeit in der europäischen Partnerschaften wurden mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens erhoben.

Am Dienstag wurde der Workshop mit einem Blick auf den vergangenen Tag und einem Ausblick auf den kommenden Tag gestartet. Als erste Referentin stellte Dr. Caroline Berghammer von der Universität Wien die Situation von Familien in Europa aus wissenschaftlicher Sicht dar. Sehr ausführlich gibt sie auf die Situation sozial benachteiligter Familie ein und die Wirkung von Arbeitslosigkeit auf die familiäre Lage und die Bildungschancen von Kindern.

Im Anschluss an den Vortrag von Caroline Berghammer präsentierten fünf Fachkräfte der Caritas Oberösterreich ihre Arbeit im Kontext von Familienberatung und –bildung.

Am Nachmittag besuchte die Gruppe zwei Einrichtungen der Caritas Oberösterreich, um im Erfahrungsaustausch mit den dortigen Fachkräften gute Beispiele aus der Praxis kennen zu lernen. Beim Besuch des „Kinder- und Jugendkompetenzzentrums KIJUK“ sprachen wir mit den dortigen Berater/inne/n und Therapeut/inn/en. Der folgende Besuch im Projekt HAMUK, einem Haus für Mutter und Kind, veranschaulichte uns die Beratungs- und Bildungsarbeit mit alleinerziehenden Frauen in sehr prekären Lebenslagen.

Im Mittelpunkt des dritten Tages stand die weitere Planung der transnationalen Workshops. Die Termine für die Workshops wurden bis zum Ende der Projektlaufzeit terminiert und Übereinstimmung zur inhaltlichen Ausrichtung der Workshops erzielt. Abschließend wurde in nationalen Kleingruppen mit Unterstützung der Koordinatoren daran gearbeitet, wie die geplanten Familienforen in den Partnerländern entwickelt werden können, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und welche Partner vor Ort zur Mitarbeit und Unterstützung wichtig sind.

Alle Fachvorträge und Ergebnisse der Gruppenarbeiten wurden zur Ergebnissicherung schriftlich fixiert und werden allen Teilnehmenden des Workshops im Nachgang von der Koordination zugesandt. Darüber hinaus werden die Materialen und einzelne Bilder des Treffens auf der Projektwebsite veröffentlicht.

Jede Partnerorganisation wurde angehalten, über das Treffen und seine Inhalte innerhalb der verbandlichen Bezüge in geeigneter Weise zu informieren und jede Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit und Dissemination in Bezug auf den Projektverlauf und die –ergebnisse zu nutzen.

Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Our first meeting of the European Strategic Partnership on “Inclusive family education and support in the light of EU2020” was attended by 18 professionals representing six different organisations from six EU Member States. Personnel reasons unfortunately made it impossible for a representative of the Ministry of Labour, Health and Social Affairs of the German state of North Rhine-Westphalia to attend the first meeting. The meeting was held from 18 to 20 December 2017 in Linz (Austria) and was hosted by Caritas Oberösterreich. As participants arrived on 17 December 2017, we had an opportunity to get acquainted ahead of the meeting at a dinner for attendees. We had agreed in advance to English as a conference and working language.

The workshop began on Monday with welcoming remarks by the Managing Director of Caritas for People with Disabilities, Dr. Gertraud Assmann, and by Herbert Schustereder, who is responsible for our project on the part of Caritas Oberösterreich. Following their remarks, Andreas Sellner, Coordinator of the Erasmus+ project at the Diocesan Caritas Association for the Archdiocese of Cologne, explained the development of the project, along with its technical content and objectives.

During an introductory round, each project member had an opportunity to briefly introduce his or her field of work; Ulrich Förster then offered an extensive overview of Erasmus+ designed to clarify the programme framework and the European context.

With a view to the theme of our strategic partnership, all of the organisations involved subsequently had an opportunity to present the social situation of families in their respective countries and the educational work under way with disadvantaged families. The aim of these presentations was to provide all of the stakeholders an overview of the different conditions in the respective countries in the context of family education.

In the afternoon session, priority was given to the aims of the strategic partnership, the administrative framework and a shared understanding of the respective tasks involved. It was agreed, among other things, that the partner organisations would develop family forums as a new form of family education within their organisation and its environment and would test whether this new approach would be sustainable in future, along with any conditions that would have to be met locally. The planned project website will be designed by the partners of Caritas Oberösterreich in cooperation with Caritas Alba Iulia and Caritas Trieste. A standardised questionnaire was used to survey individual participants’ expectations in terms of collaboration in the European partnerships.

On Tuesday, the workshop was launched with a look at the previous day and a view of the day ahead. As the first speaker, Dr. Caroline Berghammer of the University of Vienna presented the situation of families in Europe from a scientific point of view. She offered a very detailed examination of the situation of socially disadvantaged families and the impact of unemployment on the family situation and educational opportunities for children.

Following Caroline Berghammer's presentation, five specialists from Caritas Oberösterreich presented their work in the context of family counselling and education.

In the afternoon, the group visited two facilities operated by Caritas Oberösterreich in order to acquaint themselves with good examples of work in the field by interacting with the specialists there. During the visit to the ‘Kinder- und Jugendkompetenzzentrums KIJUK’ [Children’s and Adolescents’ Competence Centre], we visited with the counsellors and therapists working there. The following visit to the HAMUK project, a house for mother and child, demonstrated the counselling and educational work with single mothers living in very precarious circumstances.

The third day of the workshop was dedicated to further planning of transnational workshops. Dates for the workshops were scheduled through to the end of the project period, with agreements reached on the substance of the workshops. In conclusion, participants worked in small national groups, with the support of the coordinators, to identify ways of developing the planned family forms in the partner countries, the conditions that must be created for this to succeed, and the local partners vital to cooperation and support.

All lectures and results of group work were laid down in writing to secure the results reached and will be sent to all of the workshop participants by the coordinators. Materials and individual images of the meeting will also be published on the project website.

Each partner organisation was encouraged to provide third parties with suitable information about the meeting and its content within the context of the association, and to make use of all the opportunities for public outreach and dissemination of the progress and results of the project.

The meeting concluded with a group lunch.