Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

App für Caritas-MitarbeiterInnen für Staatspreis nominiert

23.11.16

Foto: BMWFW/Matthias Silveri

v.l.: Mag. Alfred Harl von UBIT, Caritas OÖ-Geschäftsführerin Andrea Anderlik, Andrea Ristl von Autonom Talent und Vizekanzler Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner 

 

Um den Stress und die Belastung im Pflegeberuf zu reduzieren hat die Caritas für Betreuung und Pflege gemeinsam mit der AUTONOM TALENT® Consulting GmbH eine spezielle App entwickelt. Diese haben die MitarbeiterInnen im Caritas-Seniorenwohnhaus Schloss Hall getestet – mit Erfolg. Die positive Wirkung der Maßnahme war im ganzen Haus spürbar. Das Wirtschaftsministerium wählte das Projekt unter 267 Einreichungen aus und zeichnete es mit der Staatspreis-Nominierung für Consulting aus.

Die Arbeit in der Pflege ist anspruchsvoll und körperlich sowie psychisch belastend, sie fordert Energie und Kraft. „Mit der App und bestimmten Begleitmaßnahmen haben wir nun gezeigt, dass es möglich ist, die Belastung für die MitarbeiterInnen zu reduzieren. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen nun in der Öffentlichkeit Anerkennung finden. Die Auszeichnung macht unseren Einsatz für mehr Wohlbefinden im Pflegeberufen bekannter und lädt vielleicht auch andere Institutionen ein, unseren Weg auszuprobieren“, sagt Mag.a (FH) Andrea Anderlik, MSc, Geschäftsführerin der Caritas für Betreuung und Pflege.

Die AUTONOM TALENT® 3 Schritt Methode (Messen.Erkennen.Sichern) wurde im Caritas-Seniorenwohnhaus Schloss Hall getestet. Dabei zeigt eine objektive Messung der Herzratenvariabilität den aktuellen gesundheitlichen Zustand des Mitarbeiters an. Nach einem individuellen Beratungsgespräch mit einem Psychologen erinnert eine App am Handy, dass gewisse Empfehlungen und Übungen, die Stress reduzieren, im beruflichen Alltag eingehalten werden.
Der Erfolg der Maßnahme ist nun im ganzen Haus spürbar. „Es zeigte sich deutlich, dass die Änderungen von Gewohnheiten und Achtsamkeitsübungen sich positiv auf das individuelle Wohlbefinden und das Betriebsklima auswirkten," sagt Angelika Krallinger, Leiterin des Caritas-Seniorenwohnhauses. „Meine Kollegin hat gestaunt und gesagt, ich sei so anders geworden.“ So beschreibt eine Teilnehmerin die „Nebenwirkungen“ der empfohlenen Interventionen, die sie regelmäßig durchführte. Sie empfindet insgesamt einen achtsameren Umgang miteinander, mehr Freude und Gelassenheit, mehr Energie und Wohlbefinden. Und im Job: Stress und Überforderung lassen nach, dafür wächst die Entscheidungsfreude und die Arbeitszufriedenheit.