Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Caritas klagt erfolgreich gegen Handy-Lüge

23.02.18

Die Caritas hat erfolgreich einen Mann geklagt, der im Internet die Falschmeldung verbreitet hat, dass die Caritas Handys an Flüchtlinge verschenke. Trotz vieler Gegendarstellungen werden immer noch diese und andere Falschmeldungen bewusst verbreitet, daher hat sich die Organisation dazu entschieden, in Einzelfällen mit gerichtlichen Klagen dagegen einzutreten.

Es ist eine Geschichte, die immer wieder erzählt wird: Die Caritas soll nigelnagelneue Handys bzw. iPhones an Flüchtlinge verschenken. Das Gerücht taucht seit 2015 hartnäckig auf - in Internetforen, den sozialen Netzwerken oder an Stammtischen. Die Caritas hat nun erfolgreich geklagt. Das Gerichtsverfahren gegen einen Mann, der die Handy-Lüge im Internet verbreitet hatte, wurde mit einem Vergleich beendet. Auf eine öffentliche Gegendarstellung wurde von Seiten der Caritas verzichtet. Der Mann wird dafür einen Tag in einer Flüchtlingseinrichtung verbringen - mit der Zielsetzung, Vorurteile durch Begegnung abzubauen.

Ebenfalls erfolgreich war die Klage gegen einen Herrn, der behauptete, dass die Caritas Kautionen für straffällig gewordene Flüchtlinge hinterlege. Er musste einen Widerruf in einer Tageszeitung veröffentlichen.

Die Caritas geht weiterhin gegen falsche Behauptungen vor. Der Entscheidung, sich nun auch rechtlich zu wehren, sei eine Schmutzkübelkampagne vorangegangen, in der seit rund zwei Jahren bewusst versucht werde, Hilfsorganisationen wie die Caritas und geflüchtete Menschen zu diffamieren und schlecht zu reden. Nachdem Gegendarstellungen und Dialog schlussendlich erfolglos waren, hat sich die Caritas dazu entschlossen in einzelnen Fällen zu klagen. Damit soll auch aufgezeigt werden, dass falsche Behauptungen in der virtuellen Welt auch Auswirkungen auf das echte Leben haben. Lügen und Hass im Netz schaden massiv dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.