Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Caritas ermöglicht, Regisseur im eigenen Leben zu sein

04.05.18

Foto v. li.: Caritas-Geschäftsführerin Mag.a Maria Sumereder, Bezirkshauptmann Dr. Rudolf Greiner, Landesrätin Birgit Gerstorfer, Bewohner Herbert Feichtlbauer, Bewohnerin Magdalena Pretzl, Caritas-Direktor Franz Kehrer, Pfarrer Mag. Erwin Kalteis und Andorfs Bürgermeister Peter Pichler.

So viel Unterstützung wie nötig, so viel Selbständigkeit wie möglich: Das bietet die Caritas für Menschen mit Behinderungen mit dem „Integrativen Wohnen Andorf“. Im gemeinnützigen Wohnbau in Andorf leben 21 beeinträchtigte Menschen, die von der Caritas individuell betreut werden. Vor kurzem feierten sie im Pfarrsaal gemeinsam mit rund 100 Gästen das zehnjährige Jubiläum des Wohnprojekts.

Mit dem Integrativen Wohnen im Herzen von Andorf ist es der Caritas gemeinsam mit den BewohnerInnen von Andorf gelungen, Menschen mit Beeinträchtigungen zu einem selbstverständlichen Teil der örtlichen Gemeinschaft werden zu lassen. „Das Integrative Wohnen ermöglicht BewohnerInnen nicht nur die Entwicklung von sozialen Beziehungen im Ort, sondern es gehören auch die kleinen Dinge zur Normalität, wie ein eigener Briefkasten oder ein Türschild“, sagt Josef Ratzenböck, MA, Bereichsleiter Wohnen.

Gemeinsam mit Beate Huber-Peham, Hausleiterin in Andorf, gab er einen Einblick, wie der Alltag aussieht. Das Integrative Wohnen umfasst zwei Stammwohnungen in der Thomas Schwanthaler Straße und der Nepomuk Hauser Straße, denen „Satellitenwohnungen“ angeschlossen sind für jene Menschen, die ein höheres Maß an Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit für sich umsetzen können.

„Ich bin stolz und freue mich, dass es uns in der Caritas durch vielfältige Formen immer wieder gelingt Menschen zu ermutigen und sie selbst bestimmen zu lassen, wie sie leben möchten. Es ist schön zu erleben, wie souverän Menschen mit Beeinträchtigung in ihrem Wohnumfeld auftreten und teilnehmen“, sagte Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer, MAS beim Jubiläumsfest im Pfarrsaal, zu dem er u.a. Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer begrüßen konnte. Pfarrer Erwin Kalteis war ebenfalls unter den Gratulanten und betonte, dass es ihn freue, dass die BewohnerInnen in der Pfarre „spürbar“ sind. Auch Bürgermeister Peter Pichler gratulierte zum Jubiläum und überreichte den BewohnerInnen einen Frühstücksgutschein für das Schaukel-Café in Andorf. „Wir bedanken uns, dass dieses Projekt vom Bürgermeister, der Pfarre und der Bevölkerung so gut aufgenommen und unterstützt wird“, resümiert Mag.a Maria Sumereder, Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen.