Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

St. Pius ist startklar für die Special Olympics Sommerspiele

25.05.18

Foto: Caritas/Stöbich

Sportkoordinator Pold Gfellner mit dem Stocksport-Team

 

Insgesamt 37 AthletInnen aus der Caritas-Einrichtung St. Pius in Steegen/Peuerbach gehen bei den Nationalen Special Olympics Sommerspielen von 7. bis 12. Juni in Vöcklabruck an den Start. In den Sparten Schwimmen, Tennis, Radfahren, Tischtennis, Stocksport und Boccia werden 14 Frauen und 23 Männer um Medaillen kämpfen. Die zum Großteil aus Ehrenamtlichen bestehende Delegation, die mit den SportlerInnen zum Event anreist, ist so groß wie nie zuvor. Die Vorfreude in der 50-köpfigen Gruppe ist riesig. „Wir liegen unseren KollegInnen seit Wochen nur mehr mit dem Thema Special Olympics in den Ohren“, lacht Pold Gfellner, Sportkoordinator von St. Pius.

Sechs Autos und ein großer Anhänger für die Räder: So groß war die Delegation aus St. Pius, die zu einem Special Olympic-Event anreist, noch nie. „Es war mir wichtig, dass viele Leute teilnehmen. Das funktioniert aber nur, wenn wir auch viele ehrenamtliche BegleiterInnen dabei haben“, sagt Pold Gfellner, Sportkoordinator von St. Pius. Insgesamt betreuen elf TrainerInnen die acht Caritas-Mannschaften. Gemeinsam mit Delegationsleiter Thomas Pühringer koordiniert er seit Wochen die Vorbereitungen. „Die Stimmung ist sehr gut.. Die Spannung wächst und wir hoffen, dass alle gesund bleiben“, berichtet der Caritas-Sportkoordinator. „Wir trainieren jeden Freitag im Hallenbad in Passau. Dabei sein ist für mich alles. Wenn es auch dazu für eine Medaille reicht, wäre es natürlich super“, sagt Brigitte, die für die Caritas im Schwimmen an den Start geht. Teamkollege Erwin ist schon etwas ehrgeiziger: „Mein Ziel ist ein erster oder zweiter Platz.“ Am meisten freuen sich die zwei SportlerInnen auf die Eröffnungsfeier und die vielen altbekannten und neuen Menschen, die sie treffen werden.

Sportkoordinator Pold Gfellner, der schon mehrmals bei den Special Olympics war, ist ebenso in Vorfreude: „Es ist immer wieder wunderbar zu sehen, wie sich unsere SportlerInnen freuen. Da kann man sich nur etwas abschauen! Wenn man die Freude sieht bei der Siegerehrung, wenn jemand mit einer Goldmedaille am Podest steht und einen dann umarmt, kann man sagen, dass sich der große Aufwand auch für einen selbst noch mehr auszahlt. Sie haben eine riesen Freude, wenn sie mit vielen anderen SportlerInnen beisammen sind und ihre Leistung bringen dürfen. Das Gute bei den Special Olympics ist auch, dass jeder eine Chance auf eine Medaille hat.“ Zwei Athleten aus St. Pius, Helga Dall und Franz Steinbeiß, dürfen bei den Special Olympics Vöcklabruck die Fahne und das Olympische Feuer in das Stadion tragen.

Den Sportclub St. Pius gibt es schon seit fast 40 Jahren. Zurzeit werden 12 verschiedene Sportarten in St. Pius angeboten und jede Woche wird trainiert. Ein paar BewohnerInnen nehmen bei bis zu 5 Sportarten teil. Etwa 80 BewohnerInnen gehen ins Training, ca. 60 SportlerInnen fahren regelmäßig zu Bewerben.

Die Nationalen Special Olympics finden alle vier Jahre statt. Heuer werden sie zum ersten Mal in Oberösterreich ausgetragen - von 7. bis 12. Juni 2018 in Vöcklabruck und Umgebung. Rund 1600 AthletInnen kämpfen dabei in 18 Sportarten um die Medaillen, unterstützt werden sie von knapp 600 BetreuerInnen und TrainerInnen. Es sind die größten Nationalen Sommerspiele in der Geschichte von Special Olympics Österreich. Um diese Veranstaltung durchzuführen, wurde der Verein „Brücken bauen" gegründet. Nähere Infos zu der Veranstaltung unter: www.brueckenbauen.at

  • © Caritas/Stöbich

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