Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Trio aus St. Pius fliegt zu Special Olympics nach Abu Dhabi

26.02.19

Ein Gruppenfoto: die zwei SportlerInnen mit ihrem Trainer

Am Bild v.l.: Günter Mayrhuber, Caritas-Mitarbeiter und Trainer Patrick Oriold und und Susanne Kramer

Es kommt den zwei RadsportlerInnen und ihrem Trainer vom Caritas-Standort St. Pius in Steegen/Peuerbach fast wie ein „Märchen aus 1001 Nacht“ vor: Sie haben sich für die „Special Olympics World Summer Games“ von 14. bis 19. März qualifiziert, die im exotischen Abu Dhabi stattfinden. Susanne Kramer (28) und Günter Mayrhuber (56) sind zwei von 7.500 AthletInnen (61 davon aus Österreich) aus 192 Nationen, die an den Start gehen werden.

Nur mehr wenige Tage trennen das Trio aus St. Pius bis zu ihrem Abflug am 8. März in die arabische Wüste. Die Vorfreude und auch die Nervosität sind dementsprechend groß, wie Caritas-Mitarbeiter und Trainer Patrick Oriold erzählt: „Es gibt noch so viel zu organisieren. Ich kann es kaum erwarten, bis wir im Flieger sitzen. Die Spezial-Fahrräder sind erst wenige Tage aus dem Service zurück und natürlich auch mit im Gepäck.“

Die Sportlerin Susanne Kramer fiebert dem Abenteuer entgegen: „Ich freue mich schon sehr auf die Weltspiele, auf das Land und dessen Bewohner. Ich möchte gerne eine Medaille gewinnen und auch meinen 29. Geburtstag dort ein wenig feiern.“ Günter Mayrhuber: „In Abu Dhabi freue ich mich speziell darauf, andere Athleten und Trainer kennenzulernen und bin dort auf das Essen gespannt."

Mayrhuber und Kramer sind die einzigen RadsportlerInnen aus Österreich und treten in den Disziplinen „Cycling“ in den Distanzen 1.000 Meter und 2.000 Meter sowie Time Trail (Zeitfahren) an. Gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen aus Oberösterreich werden sie am 4. März persönlich vom Landeshauptmann verabschiedet.

Radfahren auf der Formel 1-Strecke

Der Fahrrad-Bewerb in Abu Dhabi findet auf der offiziellen Formel-1-Rennstrecke statt. Untergebracht sind die TeilnehmerInnen im Olympischen Dorf. Nach der Ankunft bleiben den ÖsterreicherInnen bis zum Eröffnungsfest am 13. März einige Tage zur Akklimatisierung. „Nicht nur die Temperaturen von 23 bis 27 Grad, sondern auch die hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 Prozent werden eine Herausforderung für uns sein“, weiß Trainer Patrick Oriold, der selbst erstmals in den Nahen Osten reist. Die Sichtungsbewerbe, bei der die Einteilung der AthletInnen in die Leistungsgruppen erfolgt, sind von 14. bis 16. März. Von 17. bis 19. März wird um die Medaillen gefahren.

Für das Caritas-Trio sind es die ersten Weltspiele. Patrick Oriold freut sich, dabei sein zu dürfen: „Für mich ist das Besondere an meiner Tätigkeit, zu sehen und fühlen, wie sehr sich Menschen mit Beeinträchtigungen für den Sport motivieren und begeistern können. Diese Begeisterung finde ich sehr ansteckend – natürlich im positiven Sinne.“

Olympische Luft haben Mayrhuber und Kramer schon bei den Nationalen Spielen in Vöcklabruck 2018 geschnuppert. Dort erreichte Mayrhuber den dritten Platz im Zeitfahren. Kramer sicherte sich den ersten Platz im Zeitfahren über zwei Kilometer und den zweiten Platz beim Radfahren.