Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Nach Zyklon Idai: Erste Hilfe kommt an!

28.03.19

Langsam hören die Regenfälle in Mosambik auf, und das schreckliche Ausmaß der Katastrophe wird sichtbar. Die Caritas hilft vor Ort und verteilt Nahrungsmittel und Medikamente.

20.000 Menschen konnte die Caritas Österreich mit ihrem Netzwerk in Mosambik bereits konkret unterstützen. Im Bezirk Sofala wurden Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneartikel verteilt. Die von der Caritas Österreich entsandten Katastrophenhelfer Harald Grabher und Andreas Zinggl unterstützen die Organisation der Hilfe und berichten aus der Krisenregion. Sie stehen für Medienanfragen zur Verfügung: „Vor allem die Logistik ist eine Herausforderung. Wie kommen die Hilfsgüter zu jenen Menschen, die durch den Sturm und die Flut alles verloren haben? Gleichzeitig ist der unglaubliche Zusammenhalt der Menschen, die alles verloren haben, extrem beeindruckend. Trotz der beinahe aussichtslosen Situationen resignieren sie nicht, sondern beweisen enormen Überlebenswillen und ungebrochene Zuversicht!“

„Die ersten Hilfslieferungen wurden über die Luft abgewickelt“, so Grabher: „Die Zerstörung ist vom Hubschrauber aus unglaublich gut sichtbar. Keine Dächer mehr, 60 Prozent der Häuser, aber auch Industriebetriebe sind kaputt und nicht mehr funktionsfähig“, berichtet der Katastrophenhelfer.

Ernte ist vernichtet
Zyklon Idai kam knapp vor dem regulären Erntebeginn, und hat die Arbeit der vergangenen Monate komplett vernichtet. Der Hunger ist damit vorprogrammiert: „Die Maisfelder sind bis zu 90 Prozent ruiniert. Das ist nicht nur für die Nahrungsmittelsicherheit in der Krisenregion, sondern für ganz Mosambik ein Problem“, erklärt Harald Grabher.

Wenn in den kommenden Wochen nicht wieder ausgesät werden kann, wird es in diesem Jahr keine Ernte mehr geben. Für die Menschen in den von der Naturkatastrophe so schwer getroffenen Gebieten bedeutet das, dass sie mindestens ein Jahr lang auf Lebensmittelhilfe angewiesen sein werden.

Der Regen lässt nach
Die schweren Regenfälle haben in den meisten Regionen aufgehört, und das Wasser zieht sich langsam zurück. „Die Stadt ohne Dächer – wie die Hafenstadt Beira seit dem Sturm genannt wird – ist seit ein paar Tagen wieder über den Landweg erreichbar. Das ist jetzt entscheidend, damit Lebensmittel und die notwendigsten Materialien in der zerstörten Stadt ankommen. Die Menschen hier haben alles verloren“, berichtet Andreas Zinggl.

Strom gebe es noch immer keinen. „Die Leitungen sind kaputt. Die Gesundheitszentren behelfen sich mit Generatoren. Aber oft fehlt es an Treibstoff“, so die Katastrophenhelfer.

 

Bitte helfen Sie helfen:

www.caritas.at/mosambik