Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Starker Einsatz mit Sinn: Zivildienst bei der Caritas

05.07.19

Zivildiener Jakob Osterberger schiebt den 87-jährigen Ludwig Humer im Rollstuhl.

Foto: Zivildiener Jakob Osterberger mit Ludwig Humer (87)


Die Caritas im Bezirk Schärding sucht händeringend Zivildiener. „Im Juli können wir von fünf freien Stellen nur mehr eine besetzen. Das bringt die MitarbeiterInnen an ihre Belastungsgrenze“, sagt August Hinterberger, Leiter von „Caritas-Invita“ in der Region. Jakob Osterberger (20) aus St. Ägidi, der derzeit seinen Zivildienst bei der Caritas in Engelhartszell macht, kann es nicht verstehen, warum sich immer weniger „drüber trauen“.

„Meine Arbeit hier macht Sinn und ich komme jeden Tag gerne her, weil die Stimmung gut ist. Außerdem merke ich, dass ich gebraucht werde“, sagt Jakob Osterberger. Das kann August Hinterberger von der Caritas nur bestätigen: „Die Zivildiener gehören bei uns zum Team und sollen sich einbringen. Wir haben bei Invita in der Region spannende Aufgabenbereiche, wo junge Männer und ihre Fähigkeiten gefragt sind.“ An den Standorten von Invita leben und arbeiten Menschen mit psychischen und zum Teil körperlichen Beeinträchtigungen. In Engelhartszell gibt es außerdem noch zwei Wohngruppen für SeniorInnen. Die Zivildiener arbeiten beispielsweise in einer der verschiedenen Werkstätten mit, sind mit dem Gärtner-Trupp in der Region unterwegs oder in einer Wohngruppe aktiv, wo sie die Freizeit mit den BewohnerInnen verbringen. Da stehen im Sommer Grillfeste ebenso am Programm wie Radtouren, Wanderungen, Kanufahrten oder Kaffeehausbesuche. Am Bio-Betrieb Pammingerhof helfen die Zivildiener in der Landwirtschaft und beim Versorgen der Tiere mit.

Zivildiener Jakob Osterberger unterstützt Invita im Sekretariat, verbringt aber den größten Teil der Woche bei den SeniorInnen. „In meiner Arbeitszeit gibt’s kein langweiliges Warten, dass der Tag vergeht“, sagt der HTL-Absolvent. In der Wohngruppe bereitet er in der Früh das Frühstück für die BewohnerInnen zu, unterstützt beim Essen und räumt hinterher wieder auf. Dann gibt’s eine kleine Pause und Zeit, gemeinsam mit den KollegInnen zu Frühstücken und den Tagesablauf zu besprechen.

Auch zu Mittag ist Jakob Osterberger für die Essensverteilung verantwortlich. Danach geht er mit den BewohnerInnen spazieren oder plaudert mit ihnen. „Sie schätzen die Zuwendung und wir haben oft etwas zu lachen. Sicher war am Anfang der Umgang mit alten und beeinträchtigten Menschen ungewohnt, aber man lernt die BewohnerInnen und ihre Eigenarten kennen. Außerdem zeigen einem die Caritas-MitarbeiterInnen, wie man mit ihnen umgehen soll. Nach kurzer Zeit ist alles ganz selbstverständlich“, erzählt Jakob Osterberger.

Was er an seiner Zivildienststelle schätzt ist, dass es gleich ums Eck von seinem Zuhause ist und auch beim Dienstplan seine Wünsche bestmöglich berücksichtigt werden. Ebenso findet er es spannend, dass bei der Caritas EU-Freiwillige aus verschiedensten Ländern sind.

„Bei all den Vorteilen nehme ich die drei Monate länger gegenüber dem Bundesheer gerne in Kauf. Mir persönlich kommt es außerdem entgegen, weil ich noch nicht weiß, ob ich danach studieren oder arbeiten gehen will. So habe ich noch mehr Zeit zum Überlegen“, sagt Jakob Osterberger.

 

Jetzt melden für den Zivildienst bei der Caritas im Bezirk Schärding!
Um eine Einsatzstelle zu finden, die den persönlichen Interessen entspricht, ist es sinnvoll, so bald als möglich selbst aktiv zu werden. Es besteht immer die Möglichkeit, vorab an einem Caritas-Standort zu schnuppern. Informationen über die aktuellen freien Stellen gibt es auf www.caritas-linz.at/jobs-bildung/zivildienst 

Im Bezirk Schärding sucht die Caritas für folgende Standorte Zivildiener: Engelhartszell, Moserhof Waldkirchen und Pamingerhof St. Ägidi.
Kontakt: Franz Watzinger: 0676 8776 2988