Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Bischof Scheuer besucht Caritas-Projekte in Weißrussland

03.09.19

Vergangene Woche überzeugten sich Bischof Dr. Manfred Scheuer und Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer MAS von der Wirksamkeit der Hilfe aus Oberösterreich. Seit 1991 unterstützen die Caritas OÖ und der Osthilfefonds der Diözese Linz den Aufbau sozialer Projekte in Weißrussland.

In Weißrussland lebt etwa eine halbe Million Menschen in Armut, meist kinderreiche Familien und alte Menschen. „Die Caritas in Weißrussland engagiert sich professionell an den Brennpunkten sozialer Not und setzt sich für benachteiligte Kinder, Menschen mit Beeinträchtigungen, Obdachlose und alte Menschen ein“, sagt Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer, MAS. Das Kinderdorf für Kinder mit Beeinträchtigungen in Gomel, das von der Caritas OÖ unterstützt wird, strahlt als Modellprojekt auf das ganze Land aus. „Es ist die einzige Einrichtung im ganzen Land, in dem Kinder mit Beeinträchtigung wie in einer Familie leben und auch extern in die Schule gehen können“, ergänzt Direktor Kehrer. In Gomel ist mit Unterstützung von Renovabis und der Caritas OÖ derzeit auch ein neues Projekt in Bau: ein integratives Bildungs- und Therapiezentrum, das 2021 eröffnet werden soll. Rund 300 Kinder und Jugendliche können hier künftig eine Ausbildung machen, Therapien erhalten oder in einer Werkstätte arbeiten.

 

Im Caritas-Zentrum St. Lukas bei Minsk konnten sich Bischof Manfred Scheuer und Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer davon überzeugen, wie langfristig und nachhaltig die Hilfe aus Oberösterreich wirkt. In St. Lukas können 19 krebskranke Kinder und ihre Angehörigen während der Behandlung in der nahegelegenen Kinderkrebsklinik kostenlos wohnen. Errichtet wurde das Zentrum mit Spenden aus Oberösterreich. Seit der Eröffnung im Jahr 2004 waren schon mehr als 1000 krebskranke Kinder und ihre Angehörigen im Zentrum. Ein Höhepunkt der Reise war die Eröffnung des Sportplatzes in der Pfarre Smorgon, einer wirtschaftlich benachteiligten Region im Nordwesten des Landes. Der Sportplatz wurde mit finanzieller Unterstützung aus Oberösterreich errichtet. Über 150 Kinder und Jugendliche und ihre Eltern nahmen daran teil.

Bischof Scheuer zeigte sich beeindruckt vom Mut und vom Engagement der katholischen Kirche, gesellschaftlich präsent zu sein: „Die Kirche sorgt sich in gutem Sinn um die Seele der Menschen und nimmt sich der Menschen ganzheitlich an.“