Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

291 SchülerInnen bei neuer youngCaritas-Challenge dabei

11.11.19

Erfahren, was es bedeutet in Armut zu leben und konkret zu helfen: dieser Challenge stellen sich seit Ende Oktober 15 Schulklassen in Oberösterreich. Bei der neuen Aktion „cityChallenge“ der youngCaritas geht es darum, sich einen Tag lang mit den Problemen von Menschen in Not auseinanderzusetzen und sich ganz konkret zu engagieren.

Kochen für Obdachlose, Lebensmittelspenden organisieren für Nothilfe-Einrichtungen oder Menschen in Not eine Freude machen mit selbst gestalteten Bildern: All diese Aufgaben sind Teil der „cityChallenge“ für Jugendliche, die die youngCaritas heuer erstmals österreichweit veranstaltet. Insgesamt sind 900 Jugendliche im ganzen Land im Einsatz für soziale Gerechtigkeit. In Oberösterreich sind folgende Schulen mit dabei: Oblatinnen Linz, BORG Linz, HLW Steyr, Neue Mittelschule Scharnstein, BRG der Franziskanerinnen Wels und Kolleg für Sozialpädagogik Linz.

Mit der neuen Aktion der youngCaritas schärfen die SchülerInnen ihr Bewusstsein für soziale Themen. „Die Jugendlichen bekommen eine Möglichkeit, soziales Gespür zu entwickeln und zu erfahren, was Armut bei uns konkret bedeutet“, sagt youngCaritas-Mitarbeiterin Evelyn Mallinger. Die 2. Klasse der Schule der Oblatinnen stellte sich zum Beispiel der Challenge,  bei einem App-geführten „Rundgang der Not“ durch Linz, zwei Euro auf der Straße zu verdienen und sich dabei an die in Linz geltenden Gesetze für BettlerInnen zu halten. Mit dem Geld wurde eine Ausgabe der Straßenzeitung „Kupfermuckn“ gekauft. Dabei erlebten die SchülerInnen, wie schwer es sein kann, etwas von PassantInnen zu erbetteln. „Wir haben erlebt, dass sich die Leute von uns gestört gefühlt haben. Aber schließlich haben wir es geschafft und haben eine ‚Kupfermuckn‘ kaufen können. Dabei kamen wir mit dem Verkäufer ins Gespräch und haben gesehen, dass er sich über jeden Cent freut“, erzählen die Schülerinnen Chiara Gölß und Anna-Lena Koblmüller. Danach besuchten sie das „Krankenzimmer“ der Caritas für obdachlose Menschen, die hier ihre Erkrankungen auskurieren können. Caritas-Mitarbeiter Felix Sturm gab den Jugendlichen einen Einblick in seine Aufgabe als Sozialarbeiter und in das Leben der Menschen, die auf eine Einrichtung wie das Krankenzimmer angewiesen sind. „Die Aufgabe für die SchülerInnen war es, die leeren Wände zu dekorieren, um gute Stimmung, Hoffnung und Herzlichkeit in die Räume zu bringen“, erklärt Evelyn Mallinger. Zwei Stunden lang ließ die Klasse ihrer Kreativität freien Lauf und überreichte anschließend das Ergebnis einem Patienten des Krankenzimmers. Nach der so erfolgreich absolvierten Challenge, einer Reflexion des Erlebten und einem abschließenden Überblick über die Situation von Menschen in Not, erhielten die SchülerInnen - so wie alle anderen TeilnehmerInnen der cityChallenge - eine Urkunde, die sie als “OpenminderInnen” auszeichnete.

Weitere Infos:  youngCaritas Oberösterreich