Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Integration 2.0 braucht vielfältige Strategien

13.12.19

Wie Gemeinden ein „gelingendes Zusammenleben“ konkret gestalten können, war vor kurzem beim Vernetzungstreffen Thema. Zu diesem Austausch und Visionen-Schmieden luden die Regionalen Kompetenzzentren für Integration und Diversität (ReKI) der Caritas, die Bezirkshauptmannschaften Grieskirchen und Eferding sowie die Integrationsstelle Oberösterreich ein.

Was brauchen Gemeinden, um als Lebensraum attraktiv und zukunftsfähig zu bleiben? Welche Rolle haben GemeindevertreterInnen? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Bezirksvernetzungsabend, an dem VertreterInnen aller Gemeinden der Bezirke Eferding und Grieskirchen eingeladen waren. Ziel des Abends war es, Entwicklungsmöglichkeiten darzustellen, Best Practice Beispiele zu präsentieren und Visionen für ein weiterhin gutes Zusammenleben in der Gemeinde zu entwickeln.

FH-Professorin Mag.a Dr.in Franziska Cecon stellte Strategien vor, wie Gemeinden das Zusammenleben gestalten können und welchen unterschiedlichen Einflüssen und Entwicklungen Gemeinden unterliegen.

Bürgermeisterin Maria Pachner und Stadtrat Mag. Bernhard Waldhör berichteten von den ersten Schritten des gerade gestarteten Prozesses in Grieskirchen, wo sich schon verschiedene Probleme und Maßnahmen herauskristallisiert haben. Zwei Arbeitsgruppen werden die Themen, entsprechend des Prozesses der Stadt, bearbeiten. Eine bereits beschlossene Maßnahme ist die Erstellung einer Informationsmappe für neu Zugezogene.

Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Jürgen Höckner aus Scharten stellte die Willkommenskultur seiner Heimatgemeinde vor, wo sich AsylwerberInnen und Einheimische - auch nach der Schließung des Asylquartiers – zum Obstklauben und Saft-Machen treffen.

Bei der abschließenden Diskussion waren sich alle einig, dass Solidarität, Vielfalt und Gemeinschaft nur dann gelebt werden können, wenn sich auch schwierig zu erreichende Zielgruppen beteiligen können. Deshalb ist es wichtig, zuerst Strukturen zu schaffen, die die Beteiligung überhaupt ermöglichen. Ist ein Beteiligungsprozess erstmal erfolgreich angelaufen, soll einerseits die Maßnahmenumsetzung erfolgen und andererseits Strukturen aufgebaut werden, damit die Maßnahmen bei weiteren Entwicklungen dauerhaft miteinbezogen werden können. GemeindepolitikerInnen übernehmen eine gestalterische Rolle, um den Lebensraum Gemeinde attraktiv und zukunftsfähig zu kreieren, wie beispielsweise das Fest der Vielfalt in der Stadt Eferding.

Das ReKI (Regionales Kompetenzzentrum für Integration und Diversität) der Caritas unterstützt Gemeinden dabei, Projekte für ein gelingendes Miteinander umzusetzen und Vielfalt und Integration zum Thema zu machen. Für Auskünfte steht Ihnen das ReKI gerne unter reki.grieskirchen(at)caritas-linz.at bzw. reki.eferding(at)caritas-linz.at oder unter 0676/8776-8008 und 0676/8776-8138 zur Verfügung.