Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

AthletInnen aus der Caritas fiebern den Special Olympics entgegen

17.01.20

Bei den Nationalen Winterspielen von Special Olympics, die von 23. bis 28. Jänner in Kärnten stattfinden, sind mehr als 900 AthletInnen mit Beeinträchtigung aus Österreich, Slowenien, Serbien und Liechtenstein am Start. Mit dabei sind auch 29 Sportbegeisterte aus den Caritas-Standorten St. Pius in Steegen/Peuerbach und St. Elisabeth in Linz, die in den Disziplinen Langlauf, Schneeschuh, Stocksport, Floorball und Skifahren antreten.

Nicht wegen ihrer Beeinträchtigung, sondern wegen ihres Talents stehen sie im Rampenlicht: Die TeilnehmerInnen bei den Nationalen Winterspielen in Villach. „Seit Frühling 2019 laufen die Vorbereitungen. Aber mit dem Wissen, sicher wieder viele wunderbare Erlebnisse in Villach zu haben, macht man die zusätzliche Arbeit gerne“, erzählt Caritas-Mitarbeiter Thomas Pühringer, der die Delegation aus St. Pius leitet. Wenige Tage vor der Abreise ist die Aufregung unter den AthletInnen groß. Sie haben zwar das ganze Jahr über ein Mal pro Woche trainiert, doch die Vorbereitung im Schnee ist diesen Winter etwas spärlich ausgefallen. Deshalb hat das letzte Training die Outdoor-AthletInnen vor kurzem noch in die Ramsau geführt, wo sie gute Pisten- und Loipenbedingungen vorgefunden haben.

Während das Floorball-Team aus St. Pius zum ersten Mal olympische Luft schnuppern wird, hat das Floorball-Team aus St. Elisabeth schon bei vielen Turnieren teilgenommen. Caritas-Mitarbeiter Hasan Smajtic bereitet mit zwei Kollegen das Floorball-Team seit einem Jahr auf Villach vor: „Wir trainieren nicht nur Technik und Fitness, sondern auch den Teamgeist. Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend und wir sind alle sehr motiviert. Die größte Herausforderung wird sein, dass wir bei den ersten Spielen wirklich die Ruhe bewahren und nicht so nervös sind.“ Stürmerin Nina Eder, die in St. Elisabeth eine Ausbildung macht, freut sich über einen Besuch ihrer Eltern in Villach: „Mein Ziel ist, möglichst viele Tore zu schießen. Das Tolle an diesem Sport ist, dass ich mich richtig auspowern kann.“

Für Sieglinde Altreiter vom Floorball-Team St. Pius ist „dabei sein schon alles“: „Ich würde mich aber schon über eine Medaille freuen.“ Mannschaftskollegin Silvia Hochmüller, die im Tor steht, ist schon gespannt, wie stark die Konkurrenz sein wird: „Es ist unser erstes Turnier und wir kennen die anderen Mannschaften noch nicht.“

Ehrgeiziger blickt da schon Dominik Friesenecker vom Floorball-Team St. Elisabeth den Spielen entgegen: „Ich würde gerne Torschützenkönig werden. Floorball spiele ich, weil es dem Eishockey sehr ähnlich ist und ich ein großer Eishockey-Fan bin.“

Aber nicht nur den Sportbewerben fiebern die TeilnehmerInnen entgegen, sondern auch dem Eröffnungsfest. „Weil ich da sicher wieder neue Freunde kennen lernen kann“, sagt Silvia Hochmüller, die schon mehrmals bei Special Olympics dabei war. „Die meisten AthletInnen betreiben auch noch andere Sportarten und waren auch schon bei Sommerspielen dabei. Die Floorballerin Silvia Hochmüller trainiert beispielsweise auch Tischtennis und Kegeln, ihre Teamkollegin Sieglinde Altreiter Tennis und Schwimmen“, erzählt Delegationsleiter Thomas Pühringer, dem der Sport nicht nur beruflich, sondern auch privat am Herzen liegt. Neben Laufen und Skifahren spielt er in Peuerbach auch Fußball. Es ist für ihn persönlich ein „Volltreffer“, dass er in seiner Arbeit bei der Caritas auch seine private Leidenschaft einbringen kann.

Obwohl Thomas Pühringer schon bei vielen Special Olympics dabei war, ist es für ihn immer wieder ein besonderes Erlebnis: „Es berührt, wenn man sieht, wie die SportlerInnen bei den Bewerben über sich hinauswachsen und ganz in ihrem Sport aufgehen. Sport ist für sie weit mehr als nur ein Wettkampf. Er prägt sie persönlich.“