Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Corona-Nothilfe in Caritas OÖ-Partnerländern

16.04.20

Eine freiwillige Mitarbeiterin der Caritas Mostar in Bosnien-Herzegowina bringt einer alten Frau Essen.


In den Partnerländern der Caritas OÖ Auslandshilfe sind zahllose Menschen schwer von der Corona-Krise betroffen. Meist sind es ältere, alleinstehende und armutsbetroffene Menschen, die nun besonders der Hilfe der Caritas bedürfen. So unterstützen wir die Menschen vor Ort:

 

Essen auf Rädern in Bosnien-Herzegowina

In Bosnien-Herzegowina gilt seit Mitte März eine Ausgangssperre für Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind. 80 Prozent der alten Menschen leben in Armut.

Die Caritas hilft mit Essen auf Rädern. „Wir versorgen alte Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen dürfen, mit einer warmen Mahlzeit“, erklärt Caritasdirektor Željko Majić. „Der Kindergarten der Caritas ist geschlossen, aber in der Küche werden täglich dringend notwendige Mahlzeiten zubereitet, damit die alten Menschen nicht an Hunger leiden müssen.“ Freiwillige MitarbeiterInnen besuchen die alten Menschen und bringen ihnen die dringend notwendigen Lebensmittel sowie Hygieneartikel.

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Hilfspakete und Ausgabestelle in Weißrussland

In Weißrussland ist fast ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt, besonders von der Corona-Krise betroffen sind alte Menschen, die niemanden mehr haben. Seit Mitte März sind Freiwillige der Caritas im ganzen Land unterwegs und bringen Hilfspakete zu alten Menschen, die alleine leben. Ebenso wichtig wie das Hilfspaket ist das persönliche Gespräch für die alten Menschen und die Möglichkeit, sich zu informieren.
Darüber hinaus wurde das Caritas-Tageszentrum für Menschen mit Behinderungen in Witebsk kurzerhand zur Ausgabestelle für dringend notwendige Hilfe umfunktioniert.

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Informationskampagnen in der DR Kongo

Immer mehr afrikanische Länder melden Coronainfektionen, so auch die Demokratische Republik Kongo. Die schlechte Gesundheitsversorgung macht VirologInnen Sorgen. Die Pandemie könnte hier besonders viele Todesopfer fordern. Vor allem in den Slums am Rande der Hauptstadt Kinshasa leben die Menschen auf engstem Raum, der Zugang zu sauberem Wasser ist – auch in Nicht-Krisenzeiten - ein Problem.

Die Caritas Oberösterreich beteiligt sich an den Informationskampagnen zur Prävention der Ausbreitung des Coronavirus in Kinshasa und überall dort im Land, wo sie Projektstrukturen hat.

Andrea Fellner, Kongo-Länderreferentin der Caritas Oberösterreich: „Wir arbeiten mit der Caritas Kinshasa und dem Gesundheitsbüro der Diözese mitsamt seinen Gesundheitszentren. Die Zielgruppen der Kampagnen sind besonders gefährdete Gruppen wie BewohnerInnen von Altersheimen oder Menschen mit Behinderungen sowie Menschen in abgelegenen Vierteln, in denen es keinen Strom und meist nicht genug Trinkwasser gibt.“

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Lebensmittelpakete für Familien mit Kindern in Rumänien

Die Caritas Alba Iulia in Rumänien arbeitet schon seit dem Beginn der neunziger Jahre in und mit Roma-Gemeinschaften. Schwerpunkt sind Tageszentren, in denen etwa 600 sozial benachteiligte Kinder, fast ausschließlich aus Roma-Familien betreut werden. Diese Zentren müssen jetzt geschlossen bleiben und damit fehlt den Kindern auch die tägliche Mahlzeit, die sie dort sonst bekommen (meist die einzige am Tag).

Die Caritas unterstützt die Familien dieser etwa 600 Kinder mit Paketen bestehend aus Grundlebensmitteln.

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Lebensmittel und Hygieneartikel für alte alleinstehende Menschen in Serbien

In Serbien gilt seit 15.3. der Ausnahmezustand und die Grenzen sind geschlossen. Das bedeutet massive Einschränkungen. So besteht ein Ausgangsverbot für die gesamte Bevölkerung von 17 bis 5 Uhr, Menschen über 65 dürfen ihre Wohnungen überhaupt nicht verlassen, bis auf Samstag vormittags um Lebensmittel in ihrer unmittelbaren Umgebung zu kaufen. Ab 15 Uhr herrscht an den Wochenenden eine allgemeine Ausgangssperre. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht mehr. Alle Tageszentren für ältere Menschen, Kindergärten, Schulen und Universitäten sind geschlossen.

Durch die Corona werden bestehende soziale Ungleichheiten verstärkt. Alte und kranke Menschen, die allein sind, sind komplett auf Hilfsleistungen angewiesen. Die Caritas Subotica betreut daher jetzt verstärkt in ihrem Heimhilfeprogramm alte alleinstehende Menschen, die in absoluter Armut leben und sonst niemand haben.

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Hier finden Sie alle Situationsberichte aus Partnerländern von Welthaus Linz und den Mitgliedsorganisationen: https://www.dioezese-linz.at/institution/8044/wuerde/newsundaktuelles/article/145881.html