Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Kinder aus St. Isidor schenken Obdachlosen in Linz Freude

16.12.20

15 Kinder und Jugendliche vom Caritas-Standort St. Isidor in Leonding denken in der Vorweihnachtszeit auch an jene Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Mit selbstgemachten Seifen, hübsch verpackt in kleine Säckchen, mit Zimtmandeln, einer Zeichnung und einem Weihnachtswunsch versehen, wollen sie Obdachlosen in Linz eine Freude bereiten.

Fast 100 Stück natürlicher Rosen-, Tee-, Kakao- und Sternsinger-Seifen, mit reinigender Kohle aus der Sakristei, stellten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Hermann Nsambang, Freizeitpädagoge des Freizeitbereichs in St. Isidor, der Freiwilligen Caroline Buchmayr sowie Irene Rossoll, Seelsorgerin in St. Isidor her. „Mir ist es wichtig, dass die Kinder wissen, für wen sie die Geschenke machen“, erklärt Seelsorgerin Irene Rossoll. Deshalb hat sie den Kindern die Geschichte „Der Bettler am Bahnhof“ vorgelesen und über die vielfältigen Gründe von Obdachlosigkeit gesprochen. Ein Bub meinte, dass er es toll fände, dass die Menschen Geschenke bekommen: „Weil wir freuen uns ja auch, wenn wir zu Weihnachten etwas geschenkt bekommen.“

Irene Rossoll legt deshalb auch darauf wert, dass nicht nur immer die Kinder beschenkt werden, sondern dass die Kinder selbst auch etwas zu verschenken haben. Irene Rossoll sprach ihre Idee mit den Seifen mit Obdachlosen-Seelsorger Helmut Eder ab, der bestätigte, dass durch das Corona-bedingte häufige Händewaschen Seifen bei Obdachlosen schnell zur Mangelware werden.
Die duftenden Geschenke werden bei der Obdachlosen-Weihnachtsfeier in der Martin-Luther-Kirche überreicht.