Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Firma Schachermayer hilft Menschen in Not

11.02.21

Zwei Männer halten ein buntes Bild in die Höhe.

Am Foto: Franz Kehrer, Direktor der Caritas OÖ überreichte Geschäftsführer Gerd Schachermayer als Dank ein Bild des asylsuchenden Künstlers aus dem Irak.

Als im Jahr 2015 tausende Menschen vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat flohen, war auch Oberösterreich stark gefordert, rasch genügend geeignete Quartiere zu finden. Die Firma Schachermayer beschloss, den „Herbergsuchenden“ zu helfen und stellte der Caritas OÖ fünf Jahre lang zwei Gebäude für Asylsuchende kostenfrei zur Verfügung. Als Dankeschön überreichte Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer vor kurzem Geschäftsführer Gerd Schachermayer ein Bild eines aus dem Irak geflüchteten Künstlers.

Die Unterstützung der Firma Schachermayer ging weit über die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten hinaus. „Wie großzügig und hilfsbereit die Menschen in der Firma Schachermayer sind, bekamen wir von Anfang an nicht nur von der Geschäftsleitung, sondern auch von der Belegschaft zu spüren. Die MitarbeiterInnen spendeten Kleidung, Spielsachen und viele weitere nützliche Dinge. Die Geschäftsführung übernahm u.a. die Kosten für Mobiliar und Laptops. In den ersten Jahren wurden uns sogar Handwerker kostenfrei zur Verfügung gestellt“, bedankt sich Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer für die große Unterstützung.

Die beiden Gebäude am Firmengelände in Linz, die während der gesamten fünf Jahre kostenfrei genutzt werden konnten, wurden von der Firma Schachermayer im Vorfeld extra für die Asylsuchenden adaptiert. Aufgrund des Rückgangs der Zahl von AsylwerberInnen wurden in den letzten Jahren viele Flüchtlings-Quartiere wieder geschlossen, Ende 2020 auch jenes am Firmengelände von Schachermayer. Das Haustechnik-Team stand auch beim Auszug wieder mit Rat und Tat sowie mit Werkzeug zur Seite. In den fünf Jahren wurden an dem Standort rund 130 Asylwerber betreut.

„Unsere MitarbeiterInnen hatten nie das Gefühl, BittstellerInnen zu sein und die Nachbarschaft von Flüchtlingen und der Belegschaft wurde stets als angenehm und wertschätzend erlebt“, so Caritas-Direktor Kehrer. „Soziales Engagement eines Unternehmens in dieser Form hat eine besondere Qualität und trägt sehr zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei. Ich danke der Firmenleitung und allen MitarbeiterInnen sehr herzlich dafür!“

„Es war uns als Familienunternehmen ein Bedürfnis zu helfen und eine Selbstverständlichkeit, einen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise zu leisten. Insbesondere wollten wir den Familien mit Kindern nach deren Fluchterlebnissen ein geborgenes Wohnen ermöglichen“, sagt Geschäftsführer Gerd Schachermayer.