Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Ausbildungsprojekt mit DEICHMANN-Förderpreis ausgezeichnet

24.10.07

Mit dem DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit belohnte Europas größter Schuh-Einzelhändler am 23. Oktober bei einer Preisverleihung in Wien sechs mittelständische Unternehmen und Organisationen, die benachteiligten Jugendlichen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bieten. Jugendliche aufzubauen, die andere ablehnen, das ist das Ziel aller preisgekrönten Projekte. Rund 50 engagierte Arbeitgeber hatten sich für den mit insgesamt 40.000 Euro dotierten Wettbewerb beworben. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der DEICHMANNGruppe, Heinrich Deichmann, gratuliert den Preisträgern in Wien persönlich zu ihrer Auszeichnung. Schirmherr des Preises ist der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Martin Bartenstein.

Der Malerbetrieb „Der freundliche Maler“ aus Linz und das von dem Grazer Verein Zugänge konzipierte Projekt „heidenspass“ belegen die beiden ersten Plätze in den Kategorien „Unternehmen und private Vereine“ sowie „Städte, Institutionen und öffentliche Einrichtungen“.
Die Caritas für Menschen mit Behinderungen wurde mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Öffentliche Einrichtungen“ ausgezeichnet, der mit 7.000 Euro dotiert ist. Das innovative Ausbildungsprojekt  für Jugendliche mit Beeinträchtigungen im SPAR-Markt St. Florian, das im Juni 2007 gestartet wurde, überzeugte die Jury. Die Besonderheit des Projektes ist die sehr praxisnahe Ausbildung. Der SPAR-Markt, der von der Caritas geführt wird, bietet ein „ganz normales“ und kein konstruiertes Arbeits- und Ausbildungsumfeld. Eine Marktleiterin und fünf Fachkräfte aus dem Handel werden im Markt als „Stammpersonal“ beschäftigt. Daneben absolvieren insgesamt 18 Auszubildende mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren eine fundierte Ausbildung. Sie werden dabei von BetreuerInnen der Caritas begleitet und später bei der Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützt. „Die Jugendlichen erhalten durch diese praxisnahe und ihren jeweiligen Bedürfnissen angepasste Ausbildung mehr Chancen am Arbeitsmarkt“, so Mag. Wolfgang Scheidl, Leiter der Abteilung Ausbildung und Arbeit der Caritas für Menschen mit Behinderungen.