Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Schlüssel zum Wohlbefinden

18.04.08

Seit mehr als einem Jahr wurde an dem so genannten „Wohnverbund Andorf“ der Caritas für Menschen mit Behinderungen und der Wohnbaugenossenschaft „Familie“ gebaut. Nun war es endlich soweit: Am Dienstag, 15. April 2008 wurden die Schlüssel der beiden Wohnhäuser an die zukünftigen BewohnerInnen übergeben. Es soll eine Wohnanlage zum „Wohlfühlen“ sein.

„Mit der Wohnanlage wird es möglich, dass 21 Menschen mit Beeinträchtigungen nicht in Großeinrichtungen sondern in kleinen gemeindenahen Einheiten, weitgehendst normalisiert und möglichst selbstbestimmt leben können“, freut sich Mag.a Maria Sumereder, Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen anlässlich der Schlüsselübergabe.
Der „Wohnverbund Andorf“ liegt im Zentrum der Gemeinde, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Das Besondere daran: Hier werden in Zukunft Menschen mit und ohne Beeinträchtigung mit- und nebeneinander leben. Bauträger ist die gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft „Familie“, die Betreuung obliegt der Caritas für Menschen mit Behinderungen.

Neben 19 „normalen“ Mietwohnungen beherbergen die Wohnhäuser zwei so genannte „Stammwohnungen“, die aus jeweils sechs barrierefreien Kleinwohnungen und Gemeinschaftsräumen bestehen. Bei dieser Wohnform werden Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag umfassend betreut. Zusätzlich gibt es acht Einzelwohnungen für weitgehend selbstständige Personen, die lediglich punktuell Unterstützung für sich in Anspruch nehmen wollen. Sie befinden sich in räumlicher Nähe der Stammwohnung und sind über eine Ruf-Funktion mit dieser verbunden.

„Die persönliche Entwicklung und der soziale Zusammenhalt wird in einem Wohnoffensiveprojekt wie diesem besonders sichtbar. Die Gesellschaft darf Menschen, die beeinträchtigt sind, nicht ausgrenzen sondern sie soll ihnen die Hand reichen und signalisieren, dass sie als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft gesehen werden,“ betonte Landesrat Dr. Hermann Kepplinger im Zuge der Wohnungsübergabe. Und auch Andorfs Bürgermeister Peter Pichler ist überzeugt, „dass jeder und jede in der Hausgemeinschaft einen Beitrag zur Erhaltung der schönen Wohnanlage leistet, damit es ein ‚Wohlfühlen’ gibt.“