Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Stellungnahme der Caritas in Oberösterreich

25.03.10

Wir sind als Caritas sehr betroffen, dass nun Vorwürfe gegen ehemalige MitarbeiterInnen dieser Einrichtung laut werden. Wir nehmen alle Vorwürfe, die an uns herangetragen werden, sehr ernst und haben größtes Interesse an einer sorgfältigen und transparenten Aufklärung. Daher werden wir sie auch umgehend an die Staatsanwaltschaft weiterleiten. Die bisherigen Meldungen betreffen den Zeitraum 50er- und 60er bis Anfang 70er Jahre. Sie werden von uns auch an die Diözesane Kommission gegen Missbrauch und Gewalt weitergegeben.

Nähere Angaben zu den gemeldeten Vorkommnissen würden sehr helfen, eine gute Aufklärung zu gewährleisten. Wir bitten daher die betroffenen ehemaligen Schüler mit uns auch Kontakt aufzunehmen. Wir sichern selbstverständlich einen sorgsamen Umgang mit den Informationen zu, die uns zur Verfügung gestellt werden und wahren auch die Anonymität der Betroffenen, wenn das gewünscht wird. Für die Kontaktaufnahme steht die Caritas-Information zur Verfügung – Tel.: 0732/7610-2020; information@caritas-linz.at. Darüber hinaus können auch die (externen) Ombudsleute der Diözesanen Kommission gegen Missbrauch und Gewalt kontaktiert werden.

Christiane Sauer, Tel.: 0699/11 45 95 87, email
Barbara Künschner Tel.: 0664/826 29 00, email


Die Caritas der Diözese Linz hatte 1946 im ehemaligen Kloster Gleink ein Jugendheim eingerichtet, mit der Führung des Hauses wurde der Orden der Herz-Jesu Missionare betraut. Mitarbeiter des Ordens waren bis Ende der 80er-Jahre dort tätig, 2009 wurde das „Sozialpädagogische Zentrum“ (späterer Name der Einrichtung) von der Caritas geschlossen.

Heutzutage haben wir in der Caritas alle Vorkehrungen getroffen, um Kinder und alle Menschen, die wir betreuen und begleiten, vor jedweder physischer oder psychischer Gewalt und Verletzungen zu schützen. Es gibt einen entsprechenden Verhaltenskodex für unsere MitarbeiterInnen. Darin ist u.a. festgehalten, dass sexueller Missbrauch und Gewalt gegenüber Klientinnen und Klienten ein grobes Fehlverhalten darstellen und folglich Entlassungsgründe sind. Jeder Verdacht ist zu melden.