Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

20 Jahre Flüchtlingshilfe St. Georgen/Attergau

Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens lud die Beratungsstelle zu einem Tag der offenen Tür ein. Interessierte konnten sich über die Arbeit der Flüchtlingshilfe informieren. Im Anschluss daran gab es im Klostersaal der Pfarre einen Rückblick über "Einst und Jetzt". Roswitha Kettl, Leiterin der Beratungsstelle von 1990 bis 2000 und die jetzige Leiterin Maria Dines gaben Einblick, wie sich die Aufgaben der Flüchtlingshilfe in den letzten 20 Jahren verändert haben.

1990 wurde die Beratungsstelle auf Initiative der Diözese als Ort der Begegnung gegründet, da sich damals die Bevölkerung gegen die steigende Zahl der Flüchtlinge wehrte. Die einzige Mitarbeiterin wurde unterstüzt von zahlreichen Ehrenamtlichen. Gemeinsam wurden vor allem Deutschkurse veranstaltet und gebrauchte Kleidung gesammelt und ausgegeben. Außerdem wurden zahlreiche Beschwerden gegen das immer striktere Asylgesetz verfasst.

Ab dem Jahr 2000 war die Beratungsstelle mit zwei TeilzeitmitarbeiterInnen besetzt. Ihre Aufgaben veränderten sich vor allem dahingehend für die Hilfesuchenden ein Dach über dem Kopf zu organisieren, denn die damalige Bundesbetreuung konnte bei weitem nicht alle Flüchtlinge aufnehmen.

Mit der Einführung der Grundversorgung für alle bedürftigen Asylwerber 2004 änderte sich diese Situation. Seitdem betreut und versorgt die Beratungsstelle die Flüchtlinge im Auftrag des Landes und kümmert sich um alle Belange der Asylwerber. Mittlerweile hat die Beratungsstelle 4 MitarbeiterInnen in Teilzeit die nach wie vor von zahlreichen Freiwilligen unterstützt werden.

2007 gab es für das Engagement den Solidaritätspreis der Kirchenzeitung.

Zum Ausklang gab es ein internationales Buffet und ebenso internationlae Lieder von Lokalmusiker Charlie Haidecker.