Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Von den Anden in die Alpen

28.10.14

Jahrelang führte Melania Vargas Touristen durch Peru, führte sie über Inka-Wege und zeigte ihnen die Geheimnisse des Landes. Heute arbeitet sie im Seniorenwohnhaus Karl Borromäus in Linz. In einer Multimedia-Show brachte sie den SeniorInnen, die ihr „Großeltern-Ersatz“ sind, ihre Heimat näher.

Die BewohnerInnen des Seniorenwohnhauses bekamen in dem Vortrag Einblicke in die Kultur, Natur, Geschichte, Bräuche, Traditionen und Lebensweise der Menschen in Peru. Die Wolle der Lamas, Alpacas und Vikunjas ist nach wie vor die Lebensgrundlage vieler Menschen. Die Landschaft Perus bietet Wüstenregionen, hohe Berge, Vulkane, schwimmende Inseln, den Amazonas als längsten Fluss der Welt und eine moderne, lebensfreundliche Hauptstadt Lima als Gegensatz. „Am meisten beeindruckte uns die üppige Vegetation in der Seehöhe von bis zu 7.000 Metern“, zeigte sich das Ehepaar Franz und Theresia Rogl begeistert.

Die Liebe brachte Melania Vargas nach Österreich. Am Amazonas geboren, bestieg sie als Reiseleiterin die peruainischen Berge. 2002 lernte sie bei einer Tour ihren österreichischen Mann kennen. Durch Zufall begann sie die Ausbildung als Fachsozialbetreuerin Altenarbeit.

„Ich liebe es, mit alten Menschen zu arbeiten. Ich hatte selbst leider keine Großeltern hatte, was ich immer bedauert habe. Nun habe ich viele Großeltern!“, schmunzelt die selbstbewusste Frau, die „von den Anden in die Alpen“ kam. Nach den vielen Besteigungen peruanischer Berge hat sie mittlerweile auch schon sämtliche Gipfel der Alpen bezwungen. „Ein Unterschied ist, dass ich in Österreich mit einem kleinen Rucksack losmarschieren kann und auf einer Hütte immer eine warme Suppe bekomme. In den Anden muss ich Essen und Schlafzeug für Tage mitnehmen, wenn ich dort wandern gehe.“