Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Celebrating Diversity: "Wohnen, so wie wir es möchten"

27.11.14

Um auf den "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung" (3. Dezember) aufmerksam zu machen, veranstalteten am 26. November die Caritas für Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit der Lebenshilfe Oberösterreich in der Kürnberghalle Leonding ein buntes Fest für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag heuer auf das Thema „Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigungen“. 

SPÖ-Behindertensprecher Harald Baumgartner wies auf den eklatanten Mangel an Wohnplätzen in Oberösterreich hin und sprach sich für kleinere Wohneinrichtungen in kleineren Orten aus, um Menschen mit Beeinträchtigungen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Wie Leondings Bürgermeister Mag. Walter Brunner hält auch er es für wichtig, im Behindertenbereich nicht den Sparstift anzusetzen. Ing. Gerhard Weiß, Präsident der Lebenshilfe OÖ, merkte an, dass auch Menschen mit Behinderungen das Recht hätten, zeitgerecht von zuhause auszuziehen.

Behindertenanwalt Dr. Erwin Buchinger sprach ebenfalls die in Oberösterreich besonders lange Warteliste an, mit der sich Menschen mit Beeinträchtigungen mit dem Wunsch auf einen Wohnplatz konfrontiert sehen. Seine Vision für die Zukunft ist es, in den nächsten Jahrzehnten Wohneinrichtungen aufzubauen, die ein selbständiges Wohnen ermöglichen und somit die Forderungen der Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden können. Sabine Nemmer, Bewohnerin der Caritas-Einrichtung St. Pius, brachte es auf den Punkt: "Jeder Mensch sollte die Chance haben, so zu leben und zu wohnen, wie er möchte."

Der Spaß kam trotz des ernsten Themas bei diesem Fest nicht zu kurz: Showeinlagen von GausL, der Jongliergruppe St. Pius, der Akrobatikgruppe Acro(e)motion und die mitreißende Musik der integrativen Band Prima la Feichtlgut begeisterten die BesucherInnen ebenso wie das kostenlose Styling der Friseurinnen der Firma Klipp oder die Nostalgiefoto-Station, bei der sie sich in Kleidung aus den 60ern und 70ern fotografieren lassen und gleich ein Polaroid als Andenken an das Fest mitnehmen konnten.