Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Taifun Hagupit: Evakuierungsmaßnahmen zeigen Wirkung

10.12.14

Taifun Hagupit, lokal Ruby genannt, ist am Samstagabend lokaler Zeit in den Philippinen auf der Insel Samar auf Land getroffen. Mittlerweile wurde der Taifun zu einem tropischen Sturm herabgestuft und bewegt sich derzeit langsam nordwestlich in Richtung der Provinz Batangas.

Die Windgeschwindigkeiten des Sturms sind von ca. 210 km/h auf 80 km/h abgefallen. Mittwochabend soll der Sturm das philippinische Staatsgebiet verlassen und abgeschwächt nach Westen Richtung Südchinesischem Meer weiterziehen. Die Metropolregion rund um Manila wurde zum Großteil vom Taifun verschont. Mehr als 14.000 Menschen wurden in und rund um Manila vorsorglich evakuiert.

Laut aktuellen Zahlen sind mehr als 2 Millionen Menschen von Hagupit betroffen. Rund 1,7 Millionen dieser Betroffenen sind derzeit in mehr als 4.000 landesweiten Evakuierungszentren untergebracht und werden dort vorübergehend versorgt. Sie erhalten Lebensmitteln, Hygieneartikel, etc.. Bis Dienstagfrüh gab es laut NDRRMC (der nationalen Behörde für Katastrophenvorsorge und -management) 3 offizielle Todesopfer zu beklagen. Es wird davon ausgegangen, dass die offizielle Zahl der Opfer in den nächsten Tagen noch steigt - zuletzt berichtete das philippinische Rote Kreuz von insgesamt 23 Toten.

Umfangreiche Vorsorgemaßnahmen zeigen Wirkung
Das gesamte Ausmaß der Naturkatastrophe ist bis dato noch nicht abschätzbar. Dennoch wird angenommen, dass der Taifun Hagupit weniger Schäden als ursprünglich vermutet, verursacht hat. Der Hauptgrund dafür liegt in den umfangreichen Vorbereitungen vonseiten staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen. Durch frühzeitige Warnungen konnte ein Großteil der Bevölkerung in den betroffenen Regionen, vor dem Taifun geschützt werden. Die schnellen Maßnahmen und Warnungen gehen dabei vor allem auch auf die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr bei Taifun Haiyan zurück. Auch die Partner der Caritas Österreich waren gut auf den Taifun vorbereitet. Nahrungsmittelpakete waren bereits auf Vorrat gelagert und konnten demnach rasch zur Verfügung gestellt werden. Der Fokus der Hilfeleistung in der ersten Phase liegt stark auf der Verpflegung der Menschen durch Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Der Zugang zu den Hilfsmitteln ist für Teile der Bevölkerung auf Grund von Überflutungen schwierig. Vor allem Inseln sind wegen des stürmischen Meeres nach wie vor nur eingeschränkt erreichbar.

So hilft die Caritas
Die lokale Caritas hat Nothilfemaßnahmen über die diözesanen Caritasorganisationen, die auf dem Pfad des Sturms liegen, vorbereitet. Die Diözesen haben dabei eng mit den lokalen Behörden zusammengearbeitet und ua. bei Evakuierungen geholfen und Nothilfepakete zur Verfügung gestellt. Beispielsweise wurden in der Diözese Kalibo auf Panay bereits Nahrungsmittelpakete für 500 Familien bereitgestellt. Diese Pakete, bestehend aus Reis, getrocknetem Fisch, Milchpulver, etc. sollen Familien dabei unterstützen den Einkommensausfall von bis zu 7 Tagten zu überbrücken.

Mit EUR 20 pro Paket kann die Caritas Österreich diese Familien in den ersten Tagen nach dem Taifun mit Lebensmittel versorgen.

Weitere Nothilfeaktivitäten werden je nach Bedarf über die lokale Caritas und das internationale Caritasnetzwerk geplant. Erste Erhebungen zur tatsächlichen Zerstörung, sowie der Bedürfnisse der Menschen in den betroffenen Gebieten sind zurzeit in Gange.

Bitte helfen auch Sie den betroffenen Familien auf den Philippinen mit einem Hilfspaket!

Caritas-Spendenkonten:

PSK
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004
BIC: OPSKATWW

Raiffeisenlandesbank
IBAN: AT203400000001245000
BIC: RZOOAT2L

Kennwort: Taifun Philippinen

Das Team der Caritas Österreich ist in ständigen Kontakt mit den Partnerorganisationen aus dem lokalen und internationalen Caritas-Netzwerk, wie der amerikanischen Caritas (CRS – Catholic Relief Services) und dem Deutschen Caritasverband, und unterstützt diese.