Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

25 Jahre Mobile Pflege der Caritas im Bezirk Urfahr-Umgebung

Dass die Hauskrankenpflege und die Mobile Betreuung und Hilfe der Caritas OÖ heute in den Gemeinden nicht mehr wegzudenken ist, zeigen die 20.000 Hausbesuche, welche die Caritas-Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr im Bezirk Urfahr-Umgebung leisteten. Rund 147.000 Kilometer legten sie dabei zurück, um ältere Menschen im Alltag zu unterstützen.

Caritas-Mitarbeiterin der ersten Stunde im Bezirk war Gerda Wimplinger, die heute zusätzlich Hausleiterin im Betreubaren Wohnen der Caritas OÖ in Puchenau und Herzogsdorf ist. Anfangs gab es für die Mitarbeiterinnen noch kein Büro und kein Telefon, sodass die Anfragen bei der Gemeinde landeten. „Wenn ich krank war oder auf Urlaub, da suchte ich privat eine Vertretung“, erinnert sich Gerda Wimplinger zurück. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Team laufend aufgestockt. Neben den weißen Schürzen war zu Beginn der 15 Kilo schwere tragbare Badelift ihr ständiger Begleiter. „Das kann sich heute keiner mehr vorstellen! Unzählige Stufen haben wir diesen auf und ab getragen“, so die ehemalige Teamleiterin Cäcilia Kirsch, die ebenfalls zu den ersten Mitarbeiterinnen im Bezirk zählt. Heute gehören neben einer profunden Ausbildung, einem Diensthandy, einer professionellen Dokumentation der Arbeit natürlich auch moderne Behelfsmittel zum hohen Qualitätsstandard des Caritasteams.

Gerda Wimplinger und Cäcilia Kirsch sind sich einig: „Wenn man Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen und Freude an der Arbeit mit Menschen mitbringt, dann ist diese Aufgabe wunderschön. Wir würden diesen Beruf sofort wieder ergreifen.“

Wie die Zeit vergeht, zeigt auch die Tatsache, dass Cäcilia Kirsch heute Anna Danninger betreut. Die 89 Jährige lebt im Betreubaren Wohnen der Caritas in Puchenau und erhält Unterstützung vom Mobilen Pflegedienst der Caritas. „Ich erinnere mich sehr gerne an ihre Mutter, die ich vor einem viertel Jahrhundert als meine allererste Kundin besucht habe“, lächelt sie.