Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Wo die Prinzessin an der Wursttheke steht

Drei Jugendliche, die im Spar-Caritas-Markt ihre Ausbildung absolvieren, stehen verkleidet im Geschäft und lachen.

Am Faschingsdienstag steht auch im SPAR-Caritas-Markt in Alberndorf die Welt auf dem Kopf. Die KundInnen dürfen sich an diesem Tag beim Einkaufen – neben jeder Menge regionaler Produkte - auf originelle Kostüme freuen.

Doch nicht nur am Faschingsdienstag herrscht im Markt eine besondere Atmosphäre. Wer den Markt betritt, merkt sofort: Hier sind Menschen am Werk, die ihre Arbeit lieben! Den bis zu zwölf Jugendlichen mit Beeinträchtigung, die im Alberndorfer Nahversorger seit fünf Jahren von der Caritas in Kooperation mit SPAR ausgebildet werden, steht die Freude an ihrer Tätigkeit ins Gesicht geschrieben. Mit großem Eifer und höchster Sorgfalt werden Regale eingeräumt und Obst geschlichtet. Ebenso gut gelaunt und mit freundlichen Worten reichen sie Brot über die Theke. Die gute Stimmung unter den MitarbeiterInnen ist aber nicht der einzige Grund, warum sich der SPAR-Caritas-Markt großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreut. Zum Erfolg des Standortes trägt auch das ausgewählte Sortiment bei: Produkte von 30 Lieferanten aus der Region sind im Markt zu finden.

Neues Projekt

„Die Wertschätzung der Lebensmittel und die Wertschätzung der Arbeitsleistung der Menschen, die hinter einem Produkt stehen, sind mir ein großes Anliegen. Das möchte ich nun auch unseren Lehrlingen vermitteln“, erzählt Marktleiter Andreas Knollmayr, der deshalb heuer erstmals ein ganz besonderes Projekt startet: Einen „Gemüsetunnel“, in dem Lehrlinge - in Kooperation mit Landwirt Peter Hauser - unter der schützenden Folie Gurken, Salat & Co hegen und pflegen können. Der Kottingersdorfer, der so wie Knollmayr Mitglied im Verein „Wir Mühlviertel“ ist, stellt dazu den erforderlichen Grund und seinen Erfahrungsschatz in Sachen Gemüseanbau zur Verfügung. Die Lehrlinge erleben damit vom Samen bis zur reifen Frucht im Regal bzw. in den Einkaufskorb den Weg des Gemüses hautnah mit. „Mit dieser Kooperation möchte ich erreichen, dass die Lehrlinge eine Beziehung zu den Lebensmitteln aufbauen. Dass sie sehen, wieviel Arbeit „in“ einem Häupl Salat steckt und diesen künftig ganz anders schätzen“, so Knollmayr.