Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

„Celebrating Diversity“: Große Menschenrechtsfeier im LENTOS

Mit einem vielfältigen Programm lud die Caritas OÖ am 1. Dezember anlässlich des bevorstehenden Tages der Menschenrechte, der am 10. Dezember als Gedenktag ausgerufen ist, ins LENTOS, Kunstmuseum Linz. Rund 150 Gäste folgten dem Aufruf und feierten in lockerer Atmosphäre die gesellschaftliche Vielfalt. Gleichzeitig machte die Veranstaltung auf die Brisanz des Themas aufmerksam.

Im Zentrum der Veranstaltung stand der Vortrag von Mag. Dieter Schindlauer, Menschenrechts- und Antidiskriminierungsexperte für die Europäische Kommission. Zum Thema „Diversity und Menschenrechte“ machte dieser klar, dass Menschenrechte in der österreichischen Verfassung verankerte Mindeststandards seien: „Das heißt, dass Menschen, die die Menschenrechte wahren und dazu stehen, immer im Recht sind. Auch wenn viel Mut dazu gehört.“  Mittels Videobotschaft appellierte die Sängerin Conchita, einander zu helfen.

Für Franz Kehrer, MAS, Direktor der Caritas OÖ, sind Menschenrechte mehr als nur ein Schlagwort. Für ihn fängt die gesellschaftliche Gleichberechtigung im Kleinen, etwa in seiner Organisation, an: „Dabei geht es nicht nur um die gelebte Vielfalt unter den MitarbeiterInnen, sondern auch darum, Menschen, die in unseren Einrichtungen betreut werden, in Konzeptentwicklungen miteinzubeziehen.“

Dass „Celebrating Diversity“ zu einem Fest der vorurteilsfreien Begegnung wurde, zeigte die Zusammenstellung der AkteurInnen und BesucherInnen. So sorgten die integrative Band „musica invita“ und Gospelsängerin Isabelle Ntumba für musikalische Besucherfreuden. Menschenrechte sind für Ntumba, einer gebürtigen Kongolesin, eine Herzensangelegenheit: „Hier in Österreich geht es mir sehr gut. Ich habe eine Familie, eine Ausbildung und stoße durchwegs auf Akzeptanz.  In anderen Teilen der Welt sieht es nicht so rosig aus. Deshalb setze ich mich für Straßenkinder in meiner Heimat ein.“  Eine generationenübergreifende Performance zeigte das Schlossballett Generationen-Mix aus Bad Hall. SchülerInnen des Landesschulzentrums für Bewegung und Sprache stellten ihr Können bei der Aufführung eines eigens komponierten Songs unter Beweis. Das vielfältige Programm lockte BesucherInnen unterschiedlichster Herkunft an, von Afrika über Bosnien bis zu Bad Ischl. Moderatorin Alexandra Giampaolo begleitete durch den Abend.