Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Stellungnahme der Caritas OÖ zu den Schüssen auf das privat betriebene Asylquartier in Rosenau am Hengstpass

28.08.17

Portrait Caritas Direktor Franz Kehrer

Foto: Caritas/Wakolbinger

 „Wir sind zutiefst erschüttert, was sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Dambach ereignet hat. Die 12 Menschen – darunter zwei Kinder und eine Hochschwangere - die im privaten Asylquartier in der Ortschaft Dambach wohnen, sind vor Terror, Krieg und Verfolgung geflohen. Umso schrecklicher ist es, dass sie hier bei uns wieder Hass und Gewalt erleben müssen“, so Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer, MAS.

Das Flüchtlingshaus in Dambach, Gemeinde Rosenau am Hengstpass (Bezirk Kirchdorf) wird von einer Privatperson betrieben, die vor Ort eine Mitarbeiterin angestellt hat, welche die Flüchtlinge betreut.

Die Caritas OÖ ist von der öffentlichen Hand beauftragt, im Haus für wenige Stunden eine mobile Sozialbetreuung anzubieten, d.h. die Caritas-Mitarbeiterin leistet Sozialberatung, Hilfestellung bei Behördenkontakten, organisiert DolmetscherInnen uvm.


Nach der schrecklichen Tat war im Zuge der mobilen Sozialbetreuung eine Caritas-Psychologin für eine Krisenintervention vor Ort. Die Krisenintervention in der Gruppe trägt dazu bei, dass die BewohnerInnen das Geschehene besser verarbeiten können. Auch das Angebot der Caritas, in den folgenden Tagen psychologische Einzelgespräche zu führen, wurde von einigen Flüchtlingen dankend angenommen.