Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Mit Streetfood tischen Jugendliche ihre Qualitäten auf

29.08.18

Drei Personen stehen im Foodtruck und präsentieren das Essen.

Bild: Dieter Thalhammer (links) kocht im „Speisewagen“ mit beeinträchtigten Jugendlichen. Der Food-Truck fährt verschiedene Plätze in Linz an und bietet Mittagsverpflegung und Veranstaltungs-Catering.

Wenn der „SPEISEWAGEN“ seine Tore öffnet, werden mehr als nur kulinarische Leckerbissen aufgetischt. Das österreichweit einzigartige Projekt bereichert die Kochausbildung der Caritas in Linz, wo Jugendliche mit Beeinträchtigung auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.


Der Linzer Domplatz flimmert in der Hitze. Aus dem Dom strömen Wasserfontänen – eine Kunstinstallation des Höhenrausches, die an diesem Juli-Tag sehr willkommen ist. Heiß her geht es aber auch einige Meter abseits des kühlen Nasses. Ein schwarzer Klein-LKW steht im Zentrum des Domplatzes. Darin werden die Pfannen geschwenkt, Salate und Smoothies gemixt und das Gulasch gerührt. Und ganz viel gescherzt. Dass es in dem kleinen Gefährt noch einmal einige Grad heißer ist, stört die Besatzung nicht. Gut gelaunt bringt die 18-Jährige Sophie das Angebot der mobilen Küche an die Frau – und auch an den einen oder anderen Mann. „Ein Rindsgulasch oder ein Zucchinigulasch haben wir heute“, ruft sie den Spazierenden entgegen. Eine ältere Dame bleibt stehen und überlegt. „Ich habe noch nie ein Zucchinigulasch gegessen“, meint sie. Und entscheidet sich – doch – für das Rindsgulasch.

Weg zur Inklusion
Qualitativ hochwertiges Essen kommt seit Jahren aus den Lehrküchen von St. Elisabeth. Jugendliche mit Beeinträchtigung gehen hier einen Orientierungsprozess durch, bei dem sie in verschiedene Arbeitsbereiche hineinschnuppern und auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Erstmals geht die Ausbildung nun hinaus zu den Menschen in die Gesellschaft. Inklusion wird selbst in die Hand genommen. Vier bis sechs mal wöchentlich fährt der Speisewagen verschiedene Plätze in Linz an – manchmal auch in Steyr, Vöcklabruck oder anderen Gegenden – und bietet hausgemachte, regionale Gaumenkitzler feil. Für die Jugendlichen eine Erfahrung der anderen Art, weiß Mag. (FH) Roman Braun-Hüttner, Leiter der Abteilung „Ausbildung“. Für sie geht es darum, über den Tellerrand zu schauen. „Durch den Speisewagen müssen die Jugendlichen mit Leuten in Kontakt treten und mit ihnen reden“, erklärt er. „Viele von ihnen sind schüchtern. Da ist das Projekt ein gutes Lernfeld für sie, denn sie bekommen sofort gespiegelt, wie sie nach außen hin wirken…

Lesen Sie die vollständige Reportage über den Speisewagen in der aktuellen Ausgabe der „nah dran“. Kostenlos abonnieren bei der Caritas Information, Tel. 0732/7610-2020, information(at)caritas-linz.at