Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Wir freuen uns - über 1.000 Freiwillige in der Caritas OÖ!

Erfreulicher Weise solidarisieren sich immer mehr Menschen mit unserer Arbeit und engagieren sich freiwillig in verschiedenster Form. Gerade auch der Actionpool von youngCaritas bietet Jugendlichen eine unkomplizierte und zeitlich begrenzte Möglichkeit, sich sozial zu engagieren. So konnten wir nun kürzlich drei neue Freiwillige in der Caritas OÖ. willkommen heißen, mit denen wir die 1000er-Marke „geknackt“ haben! 

Rund 340 Jugendliche engagieren sich derzeit im Actionpool der youngCaritas, 660 in Einrichtungen der Caritas in Oberösterreich.  Wir haben jene drei Freiwilligen, mit denen wir den „Tausender“ erreicht haben, gebeten, uns ihre Motivation zu erklären. 

 „Im Vordergrund stand bei mir das Interesse am Menschen, vor allem auch an Menschen aus anderen Kulturen, aus anderen Ländern“, meint Katharina Hierl, die sich ehrenamtlich im Flüchtlingshaus in Altenhof am Hausruck engagiert. Sie versucht bei ihren Besuchen vor allem etwas Abwechslung in den tristen und oft eintönigen Alltag der BewohnerInnen zu bringen. „Oft komme ich einfach zum Plaudern, oder wir gehen spazieren, fahren Schwimmen zum nahegelegenen Badesee“, so Hierl.  Besonders überrascht war sie darüber, dass die Menschen so intensiv versuchten, Deutsch zu lernen, dass sie sich in kürzester Zeit schon sehr gut verständigen konnten. Katharina Hierl sieht auch als Beweggrund für ihr Engagement: „Wäre ich in der Situation, in einem fremden Land „anzukommen“, ich wäre auch über Kontakte und Hilfe dankbar.“

Die Schulsprecherin der Linzer Stifterschule, Paula Knechtl, ist im Actionpool engagiert und hat mit der youngCaritas das Projekt „Wunschwerkstatt“ initiiert. Dabei versuchen SchülerInnen Wünsche von Menschen in Caritaseinrichtungen zu erfüllen. So wurde z.B. für die BewohnerInnen des Seniorenwohnhauses Karl Borromäus ein Maibaum aufgestellt und danach gemeinsam musiziert und gesungen. Für die SeniorInnen, wie auch für die Jugendlichen, war es unvergesslicher Nachmittag.  Paula Knechtl betont: „Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich mit meinem Engagement meine MitschülerInnen für die gute Sache mobilisieren kann. Im Rahmen unserer Projekte höre ich immer wieder, dass sie sich zwar gerne sozial engagieren würden, es ihnen aber häufig an einem kleinen Anstoß fehlt.“

Abdoulaye Kone, als Freiwilliger in der Auslandshilfe aktiv, findet es „einfach schön, ein bisschen davon zurückgeben zu können, was ihm selbst vor vielen Jahren zuteil wurde.“ Der 60-jährige,  geboren in der Elfenbeinküste, spricht neben seinen Muttersprachen Diula und Französisch auch perfekt Englisch und Deutsch, und ist in erster Linie als Deutschlehrer im Einsatz, zudem unterstützt er das Team der Auslandshilfe bei Französisch-Deutsch Übersetzungen. Dem dreifachen Vater, der 1992 in Linz seine neue Heimat fand, ist es vor allem wichtig für und mit Menschen zu arbeiten, und auf die Frage, was er durch sein Engagement bewegt, gibt er sich bescheiden: „Es ist doch nichts besonderes was ich mache. Ich bin glücklich, dass ich etwas für andere tun kann.“

Portrait

„Wäre ich in der Situation, in einem fremden Land „anzukommen“, ich wäre auch über Kontakte und Hilfe dankbar.“

Katharina Hierl, Freiwillige im Flüchtlingshaus Altenhof am Hausruck

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„Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich mit meinem Engagement meine MitschülerInnen für die gute Sache mobilisieren kann."

Paula Knechtl, Actionpoolerin der youngCaritas