Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Fragen und Antworten zum Thema Spenden(verwendung)

 

Woher weiß ich, ob meine Spende dem richtigen Zweck zukommt?

Jede Spende kommt ihrem Zweck zu.

Caritas-Arbeit heißt nicht, dass Geld einfach weitergegeben wird. Wenn materielle (z.B. Kleiderspenden) oder finanzielle Unterstützung von der Caritas geleistet wird, dann nur punktuell und zur Überbrückung der akuten Notlage. Ob jemand Anspruch auf diese Hilfe hat, wird anhand der Einkommens- und Ausgabensituation genau geprüft. Prinzipiell leistet die Caritas in erster Linie "Hilfe zur Selbshilfe". Gemeinsam mit den KlientInnen werden langfristige Perspektiven entwickelt, um ihnen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Dazu wird die Eigenverantwortung und -initiative der Menschen eingefordert.

 

Wer kontrolliert die Caritas?

Die Caritas wird nach den Kriterien des Spendengütesiegels von einem Wirtschaftsprüfer geprüft. Damit wird der Umgang mit Spendengeldern im Sinne der Spender bestätigt. Der Spendeneingang, der Mittelverbrauch und die für Verwaltung und Werbung verwendeten Beträge werden im Bilanzteil des Jahresberichtes auf der Homepage veröffentlicht.

Die Bücher werden von externen Wirtschaftstreuhändern und von den Finanzbehörden geprüft. Öffentliche Mittel, die von der Caritas verwendet wurden, unterliegen der Kontrolle der öffentlichen Hand. Das Finanz- und Rechnungswesen unterliegt internen Regelungen unseres Organisationshandbuches. 

 

Wie viel von Spendengeldern wird für den Verwaltungsaufwand verwendet?

Wer ordentlich und solide helfen will, muss Verwaltungsarbeit leisten. Um jede einzelne  Spende gewissenhaft ihrer Zweckwidmung zuzuführen, ist eine genaue und sorgfältige Buchhaltung erforderlich. Die Caritas ist aber sehr bemüht, möglichst kostengünstig zu arbeiten und Personal und Materialressourcen effizient einzusetzen. Die Kosten für Werbung und internen Aufwand zur Spendenaufbringung lagen 2014 bei 10,63 %  des Spendenvolumens - dies ist ein Durchschnittswert über alle Spendenprojekte. Mit diesem Wert liegen wir sehr deutlich unter jenem vieler anderer großer Spendenorganisationen. Spendenwerbung ist jedoch gerade angesichts der immer zahlreicher werdenden Spendenorganisationen notwendig - wir müssen auf die Caritas aufmerksam machen, um die Existenz unserer Hilfe für Menschen in Notlagen zu sichern. 

 

"Kann meine Spende wirklich etwas bewegen?”

Jede Spende kann viel bewirken, wie folgende Beispiele zeigen:

€ 5,-

Waschpulver für eine Familie für einen Monat

Grundausstattung mit Hygieneartikeln für 1 Person für einen Monat

€ 7,-

Schuljause für ein Kind für eine Woche

€ 10,-

1 Monat Mittagessen in einer Obdachlosenausspeisung

1 Packung Babynahrung

€ 20,-

Lebensmittel für eine Person für eine Woche

€ 50,-

Zuschuss für einen Ofen, einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine

€ 100,-

Babystartpaket (Windeln, Kleidung, Decken)

 

Wem kommen die Sachspenden zugute?

An bedürftige Menschen in Oberösterreich werden kostenlos Sachspenden ausgegeben, nachdem zuvor der Bedarf von einer Beratungsstelle der Caritas geprüft wurde.

Qualitativ besonders hochwertige Sachspenden werden zu günstigen Preisen in den CARLA-Läden Linz und Braunau zum Verkauf angeboten; der Erlös kommt wieder der Hilfe bedürftiger Menschen in Oberösterreich zugute.

In Ausnahmefällen werden von der Auslandshilfe auch Hilfstransporte ins Ausland durchgeführt. Es ist jedoch in den meisten Fällen sinnvoller, Waren in den Ländern vor Ort einzukaufen, um die lokale Wirtschaft zu stärken und die teilweise sehr hohen Transportkosten zu vermeiden.

 

Warum hilft die Caritas so viel im Ausland?

Die Caritas hilft mehr im Inland als im Ausland.

Mehr als 90 % aller Aktivitäten und Dienstleistungen erbringt die oberösterreichische Caritas für Menschen in Oberösterreich.

Wofür Spenden verwendet werden, bestimmt nicht die Caritas, sondern bestimmen die Spender. Jede einzelne Spende (Zahlschein) wird zu 100 % entsprechend seiner Widmung behandelt. In der Regel entfallen rund 2/3 aller Spenden auf Inlands- und 1/3 auf die Auslandsarbeit.

Richtig ist aber, dass wir aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus allen Menschen helfen. Ob sie Inländer oder Ausländer sind oder welche Hautfarbe sie haben, spielt keine Rolle.