Ein Zimmer - vollgestellt mit Betten, auf einem sitzt eine indische Familie - Eltern mit einem jugendlichen Mädchen.

Flüchtlingshäuser

Eine Flüchltingsfamilie sitzt auf einer Couch zusammen. Das Kleinkind schaukelt auf einem Schaukelpferd.

Die Flüchtlingshäuser der Caritas beherbergen AsylwerberInnen und anerkannte Flüchtlinge (bis zu 4 Monate nach der Anerkennung) im Auftrag des Landes OÖ.

In den Flüchtlingshäusern der Caritas wird großer Wert auf eine gute Betreuung der BewohnerInnen gelegt. Die Häuser sind Selbstversorgerquartiere, das bedeutet, dass sich die Menschen selbst mit Lebensmitteln versorgen und kochen. Für die BewohnerInnen, die als AsylwerberInnen in der Regel keiner Arbeit nachgehen können, ist das eine Möglichkeit, den Tag zu strukturieren. Darüber hinaus wird Rat und Hilfe geleistet in der Bewältigung des Alltages, bei der Abklärung von Perspektiven und bei Behördenkontakten. Nach Möglichkeit werden Deutschkurse organisiert und verschiedene Aktivitäten zur Freizeitgestaltung angeboten. Alle Leistungen, die in den Flüchtlingshäusern für AsylwerberInnen erbracht werden, werden von der öffentlichen Hand finanziert.

Die Caritas führt Flüchtlingshäuser in ganz Oberösterreich. 

 

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF)

Als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - kurz: UMF - werden Kinder und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren bezeichnet, die ohne elterliche Begleitung geflohen sind oder diese auf der Flucht oder im Heimatland verloren haben. Die Caritas wird von der Kinder- und Jugendhilfe OÖ mit der Ausübung der Pflege und Erziehung sowie der rechtlichen Vertretung beauftragt.

Momentan werden Jugendliche aus Afghanistan, Pakistan, Ägypten, Iran und Syrien betreut.
Die Caritas bietet den UMF‘s eine pädagogische Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch facheinschlägig ausgebildetes Personal mit pädagogischem, sozialarbeiterischem oder psychologischem Background. 

Neben den Belastungen, die das Leben als Flüchtling generell mit sich bringt, können UMF‘s nur selten auf stabile, vorhandene Vertrauensbeziehungen zurückgreifen. In der Betreuung der oft traumatisierten Jugendlichen ist es somit notwendig, stabilisierende Faktoren wie Tagestruktur und Bildungsmöglichkeiten einzurichten, um damit den Jugendlichen in der Einrichtung Halt und Geborgenheit bieten zu können.

Für die Caritas ist es wichtig, dass neben den gegebenen Rahmenbedingungen die individuelle Entwicklung der heranwachsenden Personen gefördert wird und die Jugendlichen ihren Bedürfnissen und Interessen nachgehen können. Selbstvertrauen und eigenverantwortliches Handeln werden durch die „Learning by doing“-Haltung der MitarbeiterInnen stark gefördert.

Wir bieten den Jugendlichen:

  • Etablierung einer Tagesstruktur
  • Bildungsmöglichkeiten durch Schulbesuche, Deutschkurse und Lernbetreuung
  • Unterstützung bei der Lehrstellensuche
  • Unterstützung bei Arztbesuchen und Behördengängen
  • Rechtsberatung
  • Freizeitgestaltung
  • Unterstützung bei der Integration
  • Zusätzliche Hilfestellung durch Patenprojekte