Wasser für 3.500 Menschen dank Hilfe aus Oberösterreich

Zwei afrikanische Frauen stehen an einem Brunnen mit Pumpe - die eine pumpt, die andere hält einen Wasserkanister darunter.

Während wir in Österreich jederzeit unkomplizierten Zugang zu sauberen Trinkwasser haben,  können viele Menschen weltweit nur davon träumen. Um das kostbare Gut auch in den ärmsten Regionen verfügbar zu machen, haben die Wassersparte der Energie AG und die Caritas in Oberösterreich das Wassertropfen-Projekt ins Leben gerufen. Drei von fünf Brunnen, die rund 3.500 Menschen versorgen, wurden nun fertig gestellt.

Knapp eineinhalb Jahre ist es her, dass in der Linzer Arkade der Wassertropfen-Lauf über die Bühne ging. Damals spendete die WDL-Wasserdienstleistungs-GmbH für jeden gelaufenen oder geradelten Kilometer – das Ergebnis am Ende brachte fünf neue Brunnen für den Kongo.
Kürzlich wurden die ersten drei Brunnen in der ländlichen Gegend von Mose bis Makie, ungefähr 80 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, im Beisein von kongolesischen Würdenträgern, sowie Mag.a Andrea Fellner, Caritas-Länderreferentin für die DR Kongo, an die Bevölkerung übergeben. „Jeder der Gäste pumpte selbst Wasser aus den Brunnen, um anschließend ein Glas davon zu trinken – ein Symbol des Vertrauens,“ erzählt Fellner. Abbé Claude, Direktor der Caritas Kinshasa, zeigte sich berührt und dankbar, dass Menschen in Oberösterreich an ihnen unbekannte Mitmenschen in der DR Kongo denken, um diesen notwendige Lebensgrundlagen wie sauberes Trinkwasser zu ermöglichen.

„Wasser als Schlüssel für die Entwicklung der Welt“
Zwischen 2008 und 2013 haben in der Diözese Kilwa-Kasenga im Südosten der Demokratischen Republik Kongo rund 300.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen, denn dank einer Spendensumme von 125.000 Euro konnten dort 155 Brunnen saniert werden. Finanziert wurde dies durch die Wassersparte der Energie AG, die oberösterreichische WDL sowie Partnergemeinden, die jedes Jahr 1 Euro pro 1.000 m³ an das Hilfsprojekt der Caritas spenden.
Seit Anfang 2015 wird das Hilfsprogramm in der Diözese Kongolo im Zentrum des riesigen Landes als „WASSERTROPFEN 2.0“ fortgesetzt. Zwar gibt es dort in der Nähe jedes Dorfes Wasserquellen, diese sind aber nicht gefasst und daher verschmutzt. Das hat die Ausbreitung von Krankheiten zur Folge. In den nächsten vier Jahren sollen deshalb 102 Quellen saniert und damit weitere 160.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Begleitend zur Sanierung werden die Menschen in einfachen Hygienemaßnahmen geschult. Der richtige Umgang mit Wasser und Abwasser ist ein wichtiges Ziel des Projektes, das von den MitarbeiterInnen der Caritas-Auslandshilfe mit lokalen Partnern durchgeführt wird. Dörfer, die nach sorgfältiger Überprüfung internationale Standards einhalten, werden von der kongolesischen Regierung mit dem Prädikat „village assaini“ (sauberes Dorf) ausgezeichnet.

Geschäftsführer DI Hasenleithner: „Wir versorgen in den wasserreichen Ländern Österreich und Tschechien über 1 Mio. Menschen mit Trinkwasser. Es ist Teil unserer sozialen Verantwortung, etwas davon an die Ärmsten weiter zu geben und das gelingt uns gemeinsam mit der Caritas ganz hervorragend.“

Caritas-Direktor Franz Kehrer, MAS: „Wasser ist ein Schlüssel für die Entwicklung der Welt. Jeder Mensch soll Zugang zu sauberem Wasser haben. Dank der Unterstützung von Christian Hasenleithner und der WDL-Wasserdienstleistungs-GmbH können wir dieses Ziel mit lokal angepassten Lösungen langfristig und nachhaltig  erreichen.“