Jahrzehntelang für bedürftige Kinder engagiert

Dorothea Rammerstorfer aus Niederwaldkirchen, eine Langzeit-Engagierte für das Caritas-Projekt für krebskranke Tschernobyl-Kinder in Weißrussland (seit 1993), ist von der Kronenzeitung ausgezeichnet worden.

Im Zuge der Aktion "Helfen beim Helfen" ehrten sie Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Rot Kreuz OÖ-Präsident Dr. Walter Aichinger und Sparkassen OÖ-Vorstandsvorsitzender Michael Rockenschaub für ihre Verdienste. Dorothea Rammerstorfer wurde 1938 in Wien in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit geboren und verlor im Alter von 5 Jahren ihren Vater. Seit Jahrzehnten setzt sie sich trotz eigener schwerer Krankheit für Menschen in Notsituationen ein. Im Frühjahr 1993 organisierte sie, gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung Niederwaldkirchen, die erste Erholungsaktion für Tschernobyl-Kinder. Nach Absprache mit der Caritas Oberösterreich nahm sie eine Dolmetscherin bei sich auf und vermittelte 27 Kinder an Gasteltern in Niederwaldkirchen und St. Ulrich.

Insgesamt organisierte sie sieben Erholungsaktionen für 217 Kinder. Weil es immer schwieriger wurde das Geld für Fahrt und Visa aufzutreiben, veranstaltete sie Diavorträge und Handarbeitsmärkte.
Mit den Einnahmen unterstützte sie die Tschernobyl Kindererholungsaktion, die Caritas-Armenküche in Weißrussland und den Bau eines Kinderdorfes in Weißrussland.
Zusätzlich sammelte sie Altkleider und Lebensmittelgeld für ein großes Kinderheim in Rumänien.

Dass Dorothea Rammerstorfer nun den „Goldtausender“, den sie im Zuge der Aktion „Helfen beim Helfen“ überreicht bekam, ebenfalls spendet, ist nicht verwunderlich. Das Geld fließt in das Caritas-Zentrum St. Lukas in Minsk, wo krebskranke Kinder und ihre Mütter während der Therapie in einem der umliegenden Krankenhäusern eine Unterkunft finden.