Aktion Menschenbilder 2017

Marie Ghiya

Broumana, Libanon

Der Libanon trägt die Hauptlast des Flüchtlingsstromes, der durch den Ausbruch des Syrienkieges im Jahr 2011 in Gang gesetzt wurde. Die Unterstützung und Versorgung von syrischen Flüchtlingen wird daher im Nachbarland Libanon ein immer drängenderes Problem. Dabei lebt jeder vierte Libanese selbst in Armut. Marie Ghiya berichtet über die aktuelle Situation in ihrem Heimatland und wie sie selbst als Kind von einem Caritas-Projekt profitiert hat. Sie leitet das Heim St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern in der westlibanesischen Stadt Broumana, das von der Caritas Österreich unterstützt wird. Hier wird bedürftigen libanesischen Kindern und syrischen Flüchtlingskindern ermöglicht, die Schule zu besuchen. Über Alltag und Herausforderungen ihrer Arbeit und Einzelschicksale ihrer Schützlinge wird Marie Ghiya berichten.

Zu der Person:

Die 34-jährige Sozialarbeiterin Marie Ghiya ist Internatsleiterin des Heim St. Vinzenz in Broumana. Seit 2011 ist sie außerdem im libanesischen Sozialministerium tätig. Marie war selbst Patenkind in einer Einrichtung der Barmherzigen Schwestern, die seit Jahren von der Caritas Österreich unterstützt wird.

Das Land und das Projekt:

Bis zu zwei Millionen syrische Flüchtlinge leben im 4,5 Millionen-Einwohner-Staat Libanon. Dabei umfasst das Land im Nahen Osten – das im Norden und Osten an Syrien grenzt - eine Fläche, die kleiner als Oberösterreich ist. Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien im Jahr 2011 unterstützt die Caritas Österreich die Opfer dieses Konfliktes – auch im Libanon. Die Einrichtung St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern in Broumana umfasst eine Schule, in der jedes Jahr sowohl libanesische Kinder wie auch Kinder mehrerer anderer Nationalitäten aufgenommen werden, die aus sehr armen Verhältnissen stammen. 2015 haben 75 schutzbedürftige syrische Kinder in St. Vinzenz die Schule besucht, 21 von ihnen haben im Internat ein neues Zuhause gefunden. Die Kinder erhalten, was sie aufgrund des Krieges und ihrer Flucht lange entbehren mussten: Schulunterricht, regelmäßige Mahlzeiten, psychologische Betreuung sowie Sicherheit und Geborgenheit. Seit ein paar Jahren erhalten syrische Kinder am Nachmittag zusätzlichen Förderunterricht, wodurch ihnen der Anschluss ans libanesische Schulsystem erleichtert wird.

Termine 2017:

Sa, 4.02., 16:00 Uhr: Pfarre Heilige Familie, Johann-Strauß-Str. 20, 4600 Wels

Mo, 6.02., 19:00 Uhr: Pfarre Weyer („Alter Kindergarten“), Oberer Kirchenweg 2, 3335 Weyer

Di, 7.02., 19:30 Uhr: Pfarre Hellmonsödt, Marktplatz 14, 4202 Hellmonsödt

Mi, 8.02., 19:00 Uhr: Pfarre Altmünster, Münstererstraße 1, 4810 Altmünster

Do, 9.02., 19:00 Uhr: Bildungszentrum Maximilianhaus, Gmundnerstraße 1b, 4800 Attnang-Puchheim

Fr, 10.02., 19:00: Pfarrheim Duttendorf (Veranstalter Pfarre Maria Ach), Athalerstraße 7, 5122 Hochburg-Ach

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Sprache: Englisch (Frau Ghiya wird von einer/m Übersetzer/in begleitet)

Kosten: keine