Gelungene Eröffnung der Ausstellung „Blühendes Afrika“

Foto: Peter Lukenga von der Caritas Matadi übergibt ein Geschenk an Bischof Scheuer, links Susanne Hain, Auslandshilfe Caritas OÖ.

 

Eine große Gästeschar kam am Abend des 9. Juni 2017 zur Eröffnung der Ausstellung „Blühendes Afrika – Kontinent der Vielfalt“ in den Botanischen Garten der Stadt Linz. Mit dabei auch Bischof Dr. Manfred Scheuer und Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier.

Die Eröffnungsfeier war auch eine Veranstaltung im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ am 9. Juni. Bischof Scheuer berichtete von Reisen, die er mit der Caritas bereits in afrikanische Länder unternommen hat. Nachdem der Mensch Teil der Natur sei, brauche es einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung, so Scheuer. Im Norden Burkina Fasos hätten sich bereits 1969 Christen und Muslime zusammengeschlossen, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, wie das erschreckend rasche Vordringen der Wüste in diesem Sahelgebiet und damit die zunehmende Wasser- und Nahrungsmittelknappheit zu überwinden. So werden gemeinsam Erdwälle angelegt, Bäume gepflanzt und Brunnen gebaut, wie Bischof Scheuer erzählte. Peter Lukenga, Landwirtschaftsexperte der Caritas Matadi in der DR Kongo und Ehrengast bei der Feier, überreichte Bischof Scheuer als Geschenk eine Hacke, die Jugendliche angefertigt haben, die in einem Caritas-Projekt in Matadi eine Schmiedelehre absolvieren.

Das Thema „Ernährungssicherung“ wird anhand des Beispiels des Landwirtschaftsprojektes der Caritas Matadi in der DR Kongo auch in der Ausstellung beleuchtet. Erfolgsgeschichten daraus zeigen, wie sich das Leben von Menschen in einer der ärmsten Regionen der Welt durch einfache landwirtschaftliche Maßnahmen und Schulungen nachhaltig verbessern kann. Das Projekt wird mit Spenden aus Oberösterreich realisiert, denn die DR Kongo ist ein Schwerpunktland der Auslandshilfe der Caritas Oberösterreich. Sie hilft vor Ort mit der örtlichen Caritas in Projekten zur landwirtschaftlichen Entwicklung und Ernährungssicherung, Bildung, zur Verbesserung der Wasserversorgung sowie der medizinischen Versorgung. 

Caritas-Direktor-Stv. Mag. Gerhard Reischl wies auf die aktuelle Brisanz des Themas hin: „Weite Teile Ostafrikas wie auch die Sahelzone stehen aktuell vor einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngsten Geschichte. Mehr als 20 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Sie sind Opfer jenes „Giftcocktails“ an Hunger-Ursachen, den auch wir EuropäerInnen mit-verantworten. Die Ausbeutung von Menschen und Umwelt haben nach der Kolonialzeit zumeist internationale Konzerne übernommen, Klimawandel, Billigimporte aus der EU, Korruption und Kriege, die sich meist um die Rohstoffvorkommen drehen, tragen zum Hunger in afrikanischen Ländern bei.

Als Caritas leisten wir aktuell im Südsudan, Äthiopien, Kenia und Uganda Nothilfe für die Betroffenen – wir verteilen Lebensmittel, Wasser und Medikamente. Zentrales Anliegen ist uns aber, die Ernährung der Menschen langfristig zu sichern.“

Sängerin Isabelle Ntumba begeisterte die Gäste der Eröffnungsfeier mit stimmgewaltigen Kostproben afrikanischer Rhythmen. Die tropischen Temperaturen sorgten dafür, dass für die zahlreichen Gäste Afrika auch in dieser Hinsicht ein wenig „erlebbar“ wurde.

Wissenswertes und wenig Bekanntes über den Kontinent Afrika, die Vegetation und das Leben der Menschen wird in der Ausstellung noch bis 8. Oktober präsentiert – vom Botanischen Garten der Stadt Linz in Kooperation mit der Auslandshilfe der Caritas OÖ.

 

  • Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier eröffnete die Ausstellung

    Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier eröffnete die Ausstellung

  • Sängerin Isabell Ntumba

    Sängerin Isabell Ntumba

  • Bischof Dr. Manfred Scheuer und Dr. Friedrich Schwarz, Leiter des Botanischen Gartens, im Gespräch

    Bischof Dr. Manfred Scheuer und Dr. Friedrich Schwarz, Leiter des Botanischen Gartens, im Gespräch